Es sollte die Nachricht des Jahres für alle Schlagerfreunde werden, doch für viele endet sie in purer Frustration. Matthias Reim, die rauchige Stimme hinter dem Kult-Hit „Verdammt, ich lieb’ dich“, hat endlich die Katze aus dem Sack gelassen. Das große Geheimnis um sein 35-jähriges Bühnenjubiläum ist gelüftet – und es spaltet die Fan-Gemeinde wie selten zuvor.

Matthias Reim ist eine Legende. Seit er 1990 mit wehender Mähne und Lederjacke „Verdammt, ich lieb’ dich“ in die Mikrofone röhrte, ist er aus der deutschen Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken. Nun, pünktlich zum anstehenden 35. Geburtstag dieses Mega-Hits, plante der Sänger etwas ganz Besonderes. „Ich habe da etwas richtig Großes und mit ganz viel Liebe für euch geplant“, teasert er bereits vor Tagen auf Instagram an. Die Spannung stieg ins Unermessliche.

Die Katze ist aus dem Sack: Die Zeitreise beginnt 2026

Am Freitag war es dann endlich soweit. Die Bombe platzte: Matthias Reim geht 2026 auf große „35 Jahre Verdammt ich lieb dich“-Jubiläumstournee! Der Startschuss fällt im Mai, wenn die Open-Air-Saison beginnt. Doch das ist nicht alles. Reim verspricht seinen treuen Anhängern ein nostalgisches Erlebnis der Extraklasse.

Das Konzept klingt für echte Fans wie ein wahr gewordener Traum: Er wird nicht nur seine größten Hits spielen, sondern sein legendäres erstes Album „Reim“ in voller Länge und in der Original-Reihenfolge der Tracklist auf die Bühne bringen. Von „Ganz egal“ bis „Du hast mir den Kopf verdreht“ – jeder Song wird live zelebriert. Ergänzt wird das Programm durch ein „Best of“ seiner langen Karriere. „Lasst uns gemeinsam eine unvergessliche Zeit haben“, schreibt Reim emotional an seine Fans.

Doch der Jubel verstummt schnell: Wo bleibt der Süden?

Kaum war der Tourplan veröffentlicht, kippte die Stimmung in den sozialen Netzwerken jedoch dramatisch. Was als Fest der Liebe geplant war, sorgt nun für massiven „Fan-Frust“. Der Grund? Ein Blick auf die Landkarte der Tour-Stopps offenbart riesige weiße Flecken.

Während der Osten und Norden Deutschlands mit Terminen in Dresden, Leipzig, Rostock, Berlin oder Cottbus gut bedient werden, schauen Fans in anderen Teilen der Republik in die Röhre. Besonders der Süden fühlt sich übergangen. „Wieso nicht Hannover?“, fragt ein enttäuschter User direkt unter der Ankündigung. Ein anderer merkt bitter an: „Wieder ohne Magdeburg“. Auch der Ruf nach Bremen verhallt ungehört.

„Haben München und Nürnberg ein Verbot bekommen?“

Die Enttäuschung wächst sich teilweise zu echter Wut aus. Besonders auffällig ist, dass riesige Gebiete wie Bayern komplett fehlen. Auch die treuen Fangemeinden in Österreich und der Schweiz scheinen bei der Planung der Jubiläumstournee schlichtweg vergessen worden zu sein.

Die Kommentare sprechen eine deutliche Sprache: „Nicht einmal in Österreich!“, beschwert sich ein Fan. Ein anderer wird sarkastisch: „Haben München und Nürnberg ein Verbot bekommen, oder was ist da los?“ Die Frage „Was ist mit der Schweiz?“ liest man in diversen Variationen immer wieder. Für einen Künstler, der im gesamten deutschsprachigen Raum Millionen Platten verkauft hat, ist dieser Tourplan für viele unverständlich und ein Schlag ins Gesicht.

Die harten Fakten für alle, die Glück hatten

Für diejenigen, die in den „glücklichen“ Regionen wohnen, beginnt der Run auf die Tickets schon bald. Der offizielle Startschuss für die Tournee fällt am 23. Mai 2026 auf der Freilichtbühne „Junge Garde“ in Dresden. Es folgen Highlights in der Arena in Leipzig (1. August), im Wasserschloss Klaffenbach (8. August) sowie große Hallenkonzerte im Herbst, etwa in der Barclays Arena in Hamburg (3. Oktober) oder der Lanxess Arena in Köln (4. Oktober). Das große Finale steigt am 30. Dezember 2026 in der Stadthalle Rostock.

Wer sich eines der begehrten Tickets sichern will, muss schnell sein: Der exklusive Presale startet bereits am Montag, den 20. Oktober 2025, um 10 Uhr. Der allgemeine Vorverkauf folgt zwei Tage später, am Mittwoch.

Hoffnung auf Nachschlag?

Bleibt abzuwarten, ob Matthias Reim und sein Management die laute Kritik der Fans hören. Bei einer so großen Nachfrage und derart enttäuschten Reaktionen wäre es nicht das erste Mal, dass ein Künstler „Zusatztermine“ nachschiebt. Die Fans in München, Wien und Zürich werden jedenfalls die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben, dass sie ihren „Matze“ doch noch live erleben dürfen, um gemeinsam „Verdammt, ich lieb’ dich“ zu singen – und nicht „Verdammt, ich krieg’ dich nicht zu sehen“.