Was passiert, wenn eine der größten Fernsehlegenden Deutschlands auf einen arroganten Moderator trifft, der glaubt, er könne behandeln, wie er will? Es dauerte nur 27 Sekunden nach einer besonders gehässigen Bemerkung, bis der angesehene Thomas Gottschalk genug hatte und eine Entscheidung traf, die das deutsche Fernsehen für immer verändern sollte.

Bevor wir fortfahren, abonniert den Kanal und teilt eure Gedanken zu diesem unglaublichen Vorfall in den Kommentaren. Die Kameras liefen bereits seit 20 Minuten in der Markus Landshow. Thomas Gottig saß entspannt in seinem Stuhl mit dem warmen Lächeln auf dem Gesicht, das Millionen von Zuschauern seit Jahrzehnten kannten und liebten.

 Doch an diesem Abend lag etwas in der Luft, etwas Unangenehmes. Markus Lanz lehnte sich in seinem Stuhl zurück, verschränkte die Arme und hatte ein selbstgefälliges Grinsen auf den Lippen. “Thomas, sag mal”, begann er in einer Stimme, die viel zu süß klang. Findest du nicht, dass deine Zeit im Fernsehen langsam vorbei ist? Thomas blinzelte überrascht.

 Das war keine Frage, die man einem Gast stellte, der freiwillig in die Show gekommen war. “Wie bitte?”, fragte er höflich. “Na ja”, trommelte Lanz mit den Fingern auf den Tisch. “Wie alt bist du jetzt?” “Ber 70. Findest du nicht, dass es Zeit ist, dass jüngere Leute das Fernsehen übernehmen?” Die anderen Gäste am Tisch wirkten sichtlich unwohl.

 Eine bekannte Schauspielerin räusperte sich nervös. Ein Politiker starrte auf seine Hände. Doch Thomas bewahrte seine Ruhe. “Makus, ich bin hier, weil du mich eingeladen hast”, sagte Thomas freundlich. “Wenn du denkst, ich sei zu alt, warum sitze ich dann hier?” Lans lachte auf eine Art, die überhaupt nicht lustig war. Ach, du weißt schon, manchmal laden wir Leute ein, damit die Zuschauer sehen können, wie das Fernsehen früher war.

Wie ein lebendes Museum. Thomas spürte, wie seine Wangen leicht röteten, aber er blieb ruhig. Ein lebendes Museum. Also wiederholte er langsam. Genau. klatschte Lanz in die Hände, als hätte er einen großartigen Witz gemacht. Du kannst uns erzählen, wie es war, als Fernsehen noch langweilig war, bevor wir moderne Moderatoren hatten, die wirklich interessante Fragen stellen.

Interessante Fragen, murmelte Thomas. Er sah sich um. Die anderen Gäste schauten weg. Niemand wollte sich einmischen. Ja, weißt du, lehnte sich Lansz vor. Früher haben Moderatoren wie du die Gäste nur gefragt, wie das Wetter ist oder ob sie Kinder haben. Heute stellen wir die harten Fragen, die wirklich zählen.

 Ach so, nickte Thomas nachdenklich. Und welche harten Fragen stellst du mir heute? Landsgedinste breit. Z.B. Warum glaubst du, dass die Leute dich immer noch sehen wollen? Ist es nicht egoistisch, dass du einen Platz im Fernsehen einnimmst, den ein jungerer Moderator haben könnte? Thomas atmete tief durch.

 Viele schwierige Situationen hatte er in seiner Karriere erlebt, aber so etwas noch nie. Markus, sagte er ruhig. Ich glaube, du verwechselst da etwas. Ein guter Moderator ehrt seine Gäste. Er behandelt sie mit Respekt. Respekt, lachte Lanzlaut. Respekt muss man sich verdienen. Und was hast du in den letzten Jahren getan, außer dich auf deinen Lorbeären auszurührhen? Die Schauspielerin am Tisch flüsterte leise: “Das ist unnötig.

” Aber Lans hörte sie nicht oder wollte sie nicht hören. “Nein, nein, das ist eine wichtige Frage. Thomas, du warst einmal der König des deutschen Fernsehns, aber Könige werden entrohnont, wenn ihre Zeit vorbei ist.” Thomas sah Lanz lange an. Seine blauen Augen, die sonst so freundlich funkelten, wurden ernst. Weißt du Markus, ich habe viele junge Moderatoren auf ihrem Weg begleitet.

 Ich habe ihnen geholfen. Ich war nie eifersüchtig auf Sie. Ach ja. Lans lehnte sich zurück. Warum machst du dann immer noch Fernsehen? Warum gehst du nicht einfach in Rente? Weil die Leute mich immer noch sehen wollen, antwortete Thomas schlicht. Die Leute, schnaubte Lanz. Welche Leute? Die paar alten Zuschauer, die noch nicht gemerkt haben, dass die Zeit weitergeht.

Jetzt würde es still im Studio, sehr still. Die Kameras liefen weiter, aber jeder spürte, dass gerade etwas Bedeutendes geschah. Thomas legte seine Hände flach auf den Tisch. Markus, ich arbeite seit 50 Jahren im deutschen Fernsehen. In dieser Zeit habe ich mit Respekt, Freude und Liebe zu meinem Beruf moderiert.

 “Ja ja”, winkte Lansz ab. “Die guten alten Zeiten. Aber heute ist heute.” “Da hast du recht”, sagte Thomas. Seine Stimme wurde fester. “Heute ist heute und heute erlebe ich, wie ein junger Kollege einen Gast in seiner eigenen Sendung demütigt.” Lans zuckte mit den Schultern. Ich demütige niemanden. Ich stelle nur Fragen.

 Nein, schüttelte Thomas den Kopf. Du stellst keine Fragen, du greifst an. Na und? Grinste Lansz wieder. So funktioniert modernes Fernsehen. Hart, direkt, ohne Schnörke. Thomas stand langsam auf. Alle Augen im Studio waren auf ihn gerichtet. “Weißt du, was modernes Fernsehen wirklichbedeutet?”, fragte er. “Was denn?”, fragte Lanz immer noch grinsend.

Daß die Menschen vergessen haben, was gutes Fernsehen ausmacht, nämlich den Menschen zu dienen, nicht dem eigenen Ego. Lans lachte laut. Oh, jetzt wird der alte Mann philosophisch. Thomas blieb stehen. Er sah auf Landz hinab. Ich bin alt. Ja, aber in meiner langen Karriere habe ich keinen Gast so behandelt, wie du mich heute behandelst.

Na ja, zugte Lanz wieder mit den Schultern. Vielleicht hättest du das tun sollen, dann wären deine Shows nicht so langweilig gewesen. Du hast recht, Markus. Meine Shows waren anders. Sie waren respektvoll. Er machte eine Pause und sah in die Kamera. Liebe Zuschauer, sie sehen heute Abend, wie sich das Fernsehen verändert hat.

 Nicht unbedingt zum Besseren. Ach komm, Thomas, setz dich wieder hin. Sei nicht zu empfindlich. Empfindlich? Thomas blieb stehen. Ich bin nicht empfindlich, ich bin enttäuscht. Worüber? Über dich, sagte Thomas leise, aber so, daß es jeder hören konnte. Du hättest ein guter Moderator werden können. Lansz lachte wieder, aber diesmal klang er nicht mehr so sicher. Ich bin ein guter Moderator.

Nein! Schüttelte Thomas den Kopf. Ein guter Moderator holt das Beste aus seinen Gästen heraus. Du versuchst die klein zu machen. Das ist Unsinn”, sagte Lanz. Doch seine Stimme klang weniger überzeugt. Thomas sah ihn lange an, dann sagte er etwas, womit niemand gerechnet hatte. “Makus, ich gehe jetzt.

” Lansz blinzelte überrascht. “Was? Ich gehe”, wiederholte Thomas. “Ich sitze nicht länger in einer Sendung, in der Gastgeber seine Gäste nicht respektiert.” “Du kannst nicht einfach gehen,” sagte Lanz. “Wir sind live auf Sendung.” Thomas lächelte zum ersten Mal seit Beginn der Show aufrichtig. Genau deshalb kann ich gehen.

 Er drehte sich zur Kamera. Liebe Zuschauer, ich bitte um Entschuldigung, aber ich kann nicht in einer Sendung bleiben, in der Respekt keine Rolle spielt. Lans sprang auf. Thomas, bleib hier. Das ist meine Show. Thomas wandte sich ihm zu. Ja, das ist sie und genau das ist das Problem. Die anderen Gäste blickten zwischen Thomas und Lansz hin und her.

 Die Kameras liefen weiter. Niemand wußte, was als nächstes geschehen würde. Thomas ging langsam zur Seite der Bühne. Lans rannte ihm hinterher. “Du kannst nicht einfach gehen”, rief er. “Was soll ich den Zuschauern sagen?” Thomas blieb stehen und drehte sich um. “Sag ihnen die Wahrheit, Markus.” Welche Wahrheit? Dass du einen Fehler gemacht hast, dass du vergessen hast, was gutes Fernsehen ausmacht.

 Landstimme wurde nun wirklich laut. Ich mache kein Fernsehen für alte Leute, Thomas. Ich mache Fernsehen für die Zukunft. Thomas blieb stehen. Er sah Lanzen. Die Zukunft des Fernsehns ohne Respekt. Die Zukunft des Fernsehns ohne Langeweile, antwortete Landcharf. Aha, nickte Thomas. Und dafür musst du deine Gäste demütigen. Ich demütige niemanden.

Ich stelle harte Fragen. Nein, Markus, schüttelte Thomas den Kopf. Du versteckst deine schlechten Manieren hinter dem Wort hart. Lanz wurre rot im Gesicht. Meine Manieren und deine. Du verläßt einfach meine Show. Ja, das tue ich. Er ging einen Schritt in Richtung Tür. Die Kameras folgten ihm. Millionen Zuschauer sahen, wie eine Fernsehlegende eine Livehow verließ.

 Thomas, warte! Rief er. Seine Stimme klang jetzt panisch. Du machst einen Fehler. Diesen Fehler habe ich schon gemacht, Markus. Welchen Fehler? Ich bin in deine Show gekommen. Ich dachte, du wärst ein Kollege. Aber Kollegen gehen anders miteinander um. Lanz rannte zu ihm. Die anderen Gäste saßen noch wie gelähmt am Tisch.

 Thomas, bitte lass uns das wie Erwachsene klären. Thomas lächelte traurig. Erwachsene? Du hast mich die ganze Zeit wie einen nervigen Opa behandelt. Das stimmt nicht, protestierte Lanz. Doch, das stimmt, sagte Thomas. Und weißt du, was das Schlimmste daran ist? Du merkst es nicht einmal. Lanz sah nervös zu den Kameras. Der Regisseur wußte nicht, was er tun sollte.

 So etwas hatte es noch nie gegeben. Thomas, ich wollte doch nur eine lebhafte Diskussion, sagte Lanz. Eine lebhafte Diskussion, zog der Thomas die Augenbrauen hoch. Du hast mich gefragt, ob ich zu alt fürs Fernsehen bin. Du hast mich ein lebendes Museum genannt. Das war nur ein Scherz, versuchte Lanz erklären.

 Ein Scherz, schüttelte der Thomas den Kopf. Markus, wenn das dein Humor ist, verstehe ich, warum so viele Gäste nach deiner Show unzufrieden sind. Lanz wurde wieder rot. Welche Gäste? Alle meine Gäste sind zufrieden. Wirklich? Fragte Thomas direkt. Fragst du sie nach der Sendung oder redest du nur mit deinen Redakteuren, wie dir sagen, wie großartig du warst? Ich brauche niemanden, der mir sagt, wie großartig ich bin, sagte Lanzlaut.

 Nein, das stimmt, erwiderte Thomas. Das sagst du dir selbst. Die Schauspielerin am Tisch kicherte leise. Lans hörte es und wurde noch röter. Das ist nicht fair, Thomas. Fair? blieb Thomas stehen. Was ist fair daran, einen Gast zu demütigen? Ich demütige niemanden, wiederholteLanz. Ich stelle kritische Fragen. Kritische Fragen? Wiederholte Thomas langsam.

 Markus, eine kritische Frage wäre gewesen. Thomas, wie siehst du die Entwicklung des deutschen Fernsehs? Oder was können junge Moderatoren von erfahrenen Kollegen lernen? Lanz verschränkte trotzig die Arme. Das sind langweilige Fragen. Für wen sind sie langweilig? Fragte Thomas. Für die Zuschauer. Thomas sah in die Kamera. Liebe Zuschauer, langweilen Sie sich bei respektvollen Gesprächen.

 Lansz kam näher. Lass die Zuschauer daraus. Warum? Du sagst doch, du machst die Sendung für sie. Tue ich auch. Nein, du machst die Sendung für dich, um dich wichtig zu fühlen. Lans blieb abrupt stehen. Das ist eine Unverschämtheit. Eine Unverschämtheit? Thomas lachte, aber es klang nicht fröhlich. Ich sage dir, was eine Unverschämtheit ist, einen Gast einzuladen und den dann vor laufenden Kameras zu demütigen.

Ich habe dich nicht gedemütigt, schrie Lanz. Dann erklär mir, was es war”, sagte Thomas ruhig. Lanz öffnete den Mund, aber kein Wort kam heraus. Er sah zu seinen Redakteuren hinter den Kameras: “Alle schauten weg.” “Siehst du”, sagte Thomas. “Soar deine eigenen Leute wissen, dass du einen Fehler gemacht hast.

” “Das stimmt nicht.”, protestierte Lanz schwach. Thomas ging einen weiteren Schritt Richtung Tür. Markus, ich sage dir etwas, was dir wahrscheinlich noch niemand gesagt hat. Was? Du bist kein schlechter Moderator, weil du schlecht aussiehst oder schlecht sprichst, sagte Thomas. Du bist ein schlechter Moderator, weil dir Empathie fehlt.

Lans starrte ihn an. Was? Empathie. Empathie? Wiederholte Thomas. Die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen, das ist das Wichtigste für einen Moderator. “Ich habe Empathie”, sagte Lanz, aber seine Stimme klang unsicher. “Nein, hast du nicht”, sagte Thomas sanft. Sonst hättest du gemerkt, wie unwohl ich mich gefühlt habe, wie unwohl sich alle am Tisch gefühlt haben.

Er zeigte auf die anderen Gäste. Sieh sie die an, Markus. Sehen Sie glücklich aus. Lans drehte sich um. Die Schauspielerin sah auf ihre Hände, der Politiker an die Decke. Niemand lächelte. Sie sind nervös, weil sie Angst haben. Angst, dass du sie als nächstes angreifst. Ich greife niemanden an, murmelte Lanz.

Doch, das tust du. Und weißt du warum? Lans schwieg. Weil du denkst, das macht gutes Fernsehen. Lanz wurde blass. Das ist gemein. Gemein? Thomas schüttelte den Kopf. Weißt du was gemein ist? Einen 70-jährigen Mann vor Millionen Zuschauern zu fragen, ob er zu alt für seinen Job ist. Das war eine legitime Frage, versuchte Landz sich zu rechtfertigen.

Eine legitime Frage, wiederholte Thomas. Markus, würdest du einen Chiruren fragen, ob er zu alt zum Operieren ist? Einen Lehrer, ob er zu alt zum Unterrichten ist? Das ist etwas anderses. Nein, ist es nicht, sagte Thomas fest. Es ist genau dasselbe. Du stellst die Frage nur, weil du denkst, das macht gutes Fernsehen.

Lans sah zu Boden. Vielleicht war es keine gute Frage. Keine gute? Thomas hob eine Augenbraue. Es war eine respektlose Frage. Okay, okay, sagte Lanz hastig. Es war respektlos. Es tut mir leid. Thomas blieb stehen. Es tut dir leid. Ja, warum? Lanz verwirrt aus. “Wie meinst du das? Warum?” “Warum tut es dir leid?”, fragte Thomas.

 “Weil du merkst, dass es falsch war oder weil ich gehe?” Lans schwieg lange. “Zu lange?” “Siehst du”, sagte Thomas. “Es tut dir nur leid, weil deine Show nicht so läuft, wie du wolltest.” “Das stimmt nicht”, sagte Lanz, aber leise. “Doch, das stimmt”, sagte Thomas. Du bist nicht traurig, weil du mich verletzt hast.

 Du bist wütend, weil ich nicht so reagiere, wie du es erwartet hast.” Land sah auf. “Wie hätte ich reagieren sollen?” “Gar nicht”, sagte Thomas. “Du hättest mich gar nicht so behandeln sollen.” Er ging weiter Richtung Tür. Lanz lief ihm erneut nach. “Thomas, bitte vergiss das. Wir fangen noch einmal von vorn an.” Thomas blieb stehen von vorn.

Ja, ich stelle dir normale Fragen zu deiner Karriere, deinen Plänen. Thomas sah ihn lange an. Markus, du verstehst es nicht. Es geht nicht um die Fragen. Worum dann? Um Respekt, sagte Thomas. Und Respekt kann man nicht einfach an und ausschalten. Lanz sah hilflos aus. Aber ich respektiere dich. Nein, tust du nicht, sagte Thomas ruhig.

 Du siehst in mir nur den alten Mann, der dir im Weg steht. Das stimmt nicht. Doch, das stimmt, sagte Thomas. Und weißt du was daran so traurig ist? Lz schwieg. Ich hätte dir gerne geholfen sagte Thomas. Ich hätte dir gerne gezeigt, wie man mit Gästen umgeht, wie man sie zum Reden bringt, wie man interessante Gespräche führt.

Lansz sah auf. Das könntest du immer noch tun. Thomas schüttelte den Kopf. Nein, dafür ist es zu spät. Warum? Weil du nicht lernen willst, sagte Thomas. Du willst nur gewinnen. Er drehte sich zur Tür. Und in einem Gespräch gibt es keine Gewinner oder Verlierer. Es gibt nur Menschen, die miteinander reden. Lanz lief ihm wieder hinterher.

 Thomas, bitte denk an das Publikum.Thomas blieb stehen. Das Publikum? Ja, sie wollen dich sehen. Thomas drehte sich um. Markus, das Publikum will sehen, daß man mich respektvoll behandelt, nicht daß man mich erniedrigt. Lanzstimme wurde wieder lauter.