Für eine ganze Generation waren Alice und Ellen Kessler weit mehr als nur zwei talentierte Künstlerinnen. Sie verkörperten ein Ideal von Leichtigkeit, Eleganz und einer fast übermenschlichen Perfektion. Wenn sie die Bühne betraten, schien die Welt für einen Moment stillzustehen. Zwei identische Silhouetten, zwei Stimmen, die zu einer verschmolzen, und Tanzschritte, die niemals aus dem Gleichklang fielen. Doch hinter diesem makellosen Bild des Showbusiness verbarg sich eine tiefe, fast schmerzhafte Verbundenheit, die nun in einer Enthüllung gipfelte, die Deutschland erschüttert hat: Mit 89 Jahren haben sich die Kessler-Zwillinge entschieden, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden.
Diese Nachricht ist nicht nur das Ende einer großen Karriere, sondern das Finale einer Geschichte, die von einer unvorstellbaren Loyalität und einer existenziellen Angst geprägt war. Warum wählten sie denselben letzten Weg? Was führte zwei Frauen, die scheinbar alles erreicht hatten, zu diesem ultimativen Entschluss? Die Antwort liegt nicht in einer plötzlichen Verzweiflung, sondern in einem Versprechen, das sie sich bereits vor vielen Jahren gaben – ein Pakt, der in der Stille ihres Hauses in Grünwald Form annahm.

Ein Leben im Takt der Perfektion Die Geschichte von Alice und Ellen beginnt im sächsischen Leipzig. Schon früh wurde ihr Leben durch Disziplin und die Kunst des Balletts geformt. Bereits mit sechs Jahren begannen sie ihr Training, mit elf standen sie zum ersten Mal auf der Bühne der Oper Leipzig . Es war eine Kindheit zwischen Kriegsnachwehen und dem harten Drill der DDR, bis die Familie schließlich in den Westen floh, um in Düsseldorf bei Null anzufangen.
Schon damals kristallisierte sich heraus, was ihr gesamtes Leben bestimmen sollte: Die eine war ohne die andere nicht denkbar. Während Alice oft als die introvertiertere, vorsichtigere galt und Ellen als die direktere, waren sie in der Wahrnehmung der Welt ein einziges Wesen. Sie arbeiteten, aßen, reisten und träumten gemeinsam. Partner außerhalb dieses geschlossenen Systems hatten es schwer; nur selten fand jemand Platz in diesem engmaschigen Geflecht aus Nähe und Pflichtgefühl .
Vom Lido nach Italien: Der Preis des Ruhms Ihr internationaler Durchbruch am Pariser Lido und später in der italienischen Kult-Show „Studio Uno“ machte sie zu Weltstars. In Italien nannte man sie ein „Wunder“, in Deutschland wurden sie zu den glamourösen Botschafterinnen eines neuen, hoffnungsvollen Zeitalters. Doch der Ruhm forderte seinen Tribut. Der Druck, immer perfekt synchron zu sein und niemals zu altern, wurde zur unsichtbaren Last.
Schon früh keimte in ihnen ein Gedanke, der zur lebenslangen Belastung wurde: Nur solange sie zu zweit blieben, behielten sie ihren Zauber. Jede Veränderung, jede Krankheit der einen hätte das Ende des Mythos bedeutet. Diese Abhängigkeit isolierte sie zunehmend. Während die Kameras liefen, wuchs im Inneren ein Schatten – die Angst vor dem Zurückbleiben. Was würde passieren, wenn eine von ihnen zuerst gehen müsste? Dieser Gedanke legte sich wie ein Schleier über ihre letzten aktiven Jahre .
Der schleichende Rückzug in die Stille Nach ihrem 80. Geburtstag wurde es ruhig um die Zwillinge. Ihr Haus in Grünwald wurde zu einer Festung der Stille. Was die Öffentlichkeit für einen wohlverdienten Ruhestand hielt, war in Wahrheit ein Kampf gegen den körperlichen Verfall. Ellen litt unter den Folgen eines leichten Schlaganfalls, während Alice mit Gleichgewichtsstörungen und chronischer Müdigkeit kämpfte . Für Frauen, deren gesamtes Selbstverständnis auf körperlicher Kontrolle und Perfektion basierte, war dieser Zustand unerträglich.

Hinter verschlossenen Türen wurde der alte Schwur immer wieder erneuert: „Wenn eine von uns nicht mehr kann, geht die andere mit.“ Es war kein dramatisches Gelübde, sondern die logische Konsequenz eines Lebens, das nie für die Einsamkeit vorgesehen war. Berichten zufolge suchten sie schließlich Kontakt zu einer Organisation, die Menschen am Ende ihres Lebens begleitet. Der Prozess war langwierig und von strengen psychologischen Prüfungen begleitet, doch Alice und Ellen blieben entschlossen .
Der letzte Akt: Ein Abschied in Würde In den letzten Wochen vor dem gewählten Termin ordneten sie ihre Angelegenheiten mit einer fast unheimlichen Ruhe. Sie sortierten Dokumente, schrieben letzte Nachrichten und verbrachten ihre Abende damit, alten Aufnahmen aus ihrer großen Zeit in Italien zu lauschen – ein zärtliches Ritual der Erinnerung .
Am Tag des Entschlusses wirkten sie gefasst. Zeugen berichten, dass keine Spur von Panik oder Zögern zu spüren war. Ihre Blicke ruhten aufeinander, als wollten sie sich gegenseitig versichern, dass dies der richtige Weg sei. Es heißt, sie hielten sich an den Händen, als die Medikamente wirkten . Ein gemeinsames Schicksal wurde in letzter Konsequenz vollendet.
Ein Erbe, das bleibt Die Nachricht von ihrem gemeinsamen Tod löste eine Welle der Diskussion aus. War es Mut oder Tragik? Für viele ist es jedoch vor allem eines: die konsequenteste Form von Loyalität, die man sich vorstellen kann. Alice und Ellen Kessler haben beschlossen, auch den letzten Vorhang gemeinsam fallen zu lassen. Ihre Asche ruht nun gemeinsam in einer Urne, so wie sie es sich gewünscht hatten – vereint mit ihrer Mutter und dem geliebten Hund .
Am Ende bleibt das Bild zweier Frauen, die ein Leben lang die Bühne teilten und sich weigerten, in einer Welt zu bleiben, in der sie nicht mehr gemeinsam existieren konnten. Ihr Abgang war leise, aber er hallt als kraftvolles Statement über Freiheit, Nähe und die Unzertrennlichkeit zweier Seelen nach. Deutschland verliert mit ihnen nicht nur zwei Ikonen, sondern auch ein Symbol für eine Form der Treue, die in unserer heutigen Zeit kaum noch zu finden ist.

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