In der Berliner Polit-Szene herrscht helle Aufregung. Was sich in den letzten Wochen als schwelende Unzufriedenheit andeutete, ist nun in einer medialen Eruption eskaliert. Der renommierte Journalist und Kommentator Hans-Ulrich Jörges hat in einer Reihe von Auftritten und Analysen das getan, was viele seiner Kollegen sich bisher nur hinter vorgehaltener Hand trauten: Er hat die Amtsführung von Bundeskanzler Friedrich Merz in ihre Einzelteile zerlegt. Es ist eine Abrechnung, die an Deutlichkeit und Härte kaum zu übertreffen ist und den Kanzler in seiner bisher schwersten Krise zeigt.

Jörges, bekannt für seine präzise Klinge, spart nicht mit drastischen Vergleichen. Er spricht von einem „Absturz mit brennenden Flügeln“ und zeichnet das Bild eines Mannes, der zwar als außenpolitischer Hoffnungsträger startete, in der harten innenpolitischen Realität jedoch kläglich scheitert. Besonders die erste Regierungserklärung von Merz sowie seine jüngsten Auftritte im Bundestag dienen Jörges als Beleg für eine „unglaubliche Enttäuschung“. Er beschreibt den Kanzler als „kraftlos, ideenlos und leidenschaftslos“ – Attribute, die für einen Regierungschef in Zeiten multipler Krisen tödlich sein können.

Ein zentraler Punkt der Kritik ist die Diskrepanz zwischen den vollmundigen Wahlversprechen und der tatsächlichen Regierungspolitik. Jörges erinnert unerbittlich an die Kertwende von Merz bei der Schuldenbremse und die ausgebliebene Strompreisentlastung. Solche Wortbrüche seien es, die den „Faden zum Bürger“ endgültig reißen ließen. Während Merz im Wahlkampf noch als Garant solider Finanzen und wirtschaftlicher Vernunft auftrat, wirkt er nun laut Jörges wie ein Getriebener seiner eigenen Koalition, der seine Richtlinienkompetenz nicht zu nutzen weiß.

Die wirtschaftliche Lage Deutschlands verschärft die Situation zusätzlich. Mit dem Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie und einem drohenden Exodus des industriellen Kerns steht das Land am Abgrund. Jörges wirft Merz vor, hierauf keine Antworten zu haben. Statt die Menschen „aufzurütteln und mitzunehmen“, präsentiere der Kanzler bürokratische Jahrespläne, die eher an einen Sportclub als an die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt erinnerten. Die „tröge und langweilige“ Art, mit der Merz die Innenpolitik behandle, lasse jeden Optimismus im Keim ersticken.

Doch es geht nicht nur um politische Inhalte. Jörges zielt auch auf die Person Friedrich Merz ab. Er diagnostiziert eine „persönliche Erschöpfung“ beim Kanzler. Wenn man in das Gesicht von Merz blicke, sehe man einen „ausgepowerten“ Mann, der seine Energie verloren habe und nicht mehr wisse, wohin er wolle. Diese Analyse wiegt schwer, da sie die Handlungsfähigkeit der gesamten Bundesregierung infrage stellt. Wenn der Kopf der Regierung keine Impulse mehr gibt – weder für Deutschland noch für Europa –, droht das gesamte Gebilde auseinanderzufallen.

Besonders brisant ist die Warnung von Jörges vor den politischen Folgen dieser Führungsschwäche. Er sieht die Gefahr, dass die Union unter Merz den Rang an die AfD verliert, die in Umfragen bereits massiv zulegt. Jörges erinnert daran, dass es eigentlich die Aufgabe von Merz gewesen wäre, die AfD zu halbieren – stattdessen habe er sie „in Wahrheit verdoppelt“. Das Versagen der Regierung bei Themen wie der Migrationskrise und der Rentenreform spielt der Opposition direkt in die Karten. Die „ideellose“ Politik im Kanzleramt wirke wie ein Brandbeschleuniger für den Erfolg der politischen Ränder.

Die Abrechnung endet mit einer fast schon prophetischen Warnung: Wenn Merz nicht schleunigst den Kurs korrigiert oder den Platz für frische Kräfte räumt, drohen Neuwahlen unter katastrophalen Vorzeichen. Jörges sieht das Vertrauen der Bürger in die Berliner Politik am Tiefpunkt. Die Kommunikation der Regierung sei so schlecht, dass „es niemand mehr versteht“. Es ist ein vernichtendes Urteil über einen Kanzler, der angetreten war, um Deutschland wieder zu erwecken, nun aber laut Jörges selbst im Tiefschlaf der Bürokratie versinkt.

Möchten Sie, dass ich Ihnen eine Zusammenfassung der wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen erstelle, die Jörges in seiner Kritik an der Regierung Merz als Beleg für den Niedergang anführt?