In der aktuellen politischen Landschaft Deutschlands scheint die Grenze zwischen Realität und Absurdität immer mehr zu verschwimmen. Was früher als selbstverständlich galt, wird heute zum Politikum, während die eigentlichen Sorgen der Bürger hinter ideologischen Nebelkerzen verschwinden. Besonders deutlich wurde dies in einer jüngst geführten Debatte, in der der bekannte Publizist Henryk M. Broder die aktuelle Strategie der CDU und die allgemeine Hysterie im Land schonungslos analysierte. Es geht um einen „Tag gegen Islamophobie“, die angebliche Gefahr durch Weihnachtsbäume und eine Politik, die sich lieber mit Fantasieproblemen beschäftigt, als der Realität ins Auge zu blicken.

Der Begriff „Islamophobie“ steht dabei im Zentrum der Kritik. Broder weist darauf hin, dass es sich hierbei um einen reinen Kunstbegriff handelt, der ursprünglich vom iranischen Ayatollah Khomeini in die Debatte eingeführt wurde. Das Ziel war von Anfang an klar: Kritik am politisch praktizierten Islam sollte im Keim erstickt werden. Wer Fragen zur Verschleierung von Frauen stellt oder sich gegen die Vorstellung eines Kalifats auf deutschem Boden ausspricht, wird heute schnell mit dem Stempel der Islamophobie versehen. Es ist ein politisches Maulkorbinstrument, das Kritik als Krankheit umdeutet.

Erschreckend ist dabei vor allem die Rolle der CDU. Die Partei, die einst für konservative Werte und eine klare Kante stand, scheint nun im Kampf um muslimische Wählerstimmen jeden Unsinn mitzumachen. Während in Berlin fast täglich jüdische Mitbürger angegriffen werden und weltweit Christen die am stärksten verfolgte religiöse Minderheit sind, fokussiert sich die Politik auf eine vermeintliche Diskriminierung von Muslimen. Broder fragt zurecht, warum die CDU ein Interesse an einem Begriff haben sollte, der letztlich demokratiefeindliche Bestrebungen schützen kann. Die Antwort scheint in einer tiefen Verzweiflung der Landesregierungen zu liegen, die sich zunehmend von der Lebensrealität der Menschen entfernen.

Die Absurdität erreicht ihren Höhepunkt im Düsseldorfer Landtag. Dort wurde vor einer Veranstaltung der AfD ein Weihnachtsbaum aus dem Plenarsaal entfernt. Die offizielle Begründung der Verwaltung: Man wollte das Parkett schonen. Eine Erklärung, die Broder als „alberne Hexenjagd“ entlarvt. Er vergleicht dies mit Schonbezügen, die über Schonbezüge gelegt werden, um am Ende jegliches Leben aus den staatlichen Institutionen zu verbannen. Wenn ein traditionelles Symbol wie der Weihnachtsbaum zum politischen Instrument instrumentalisiert wird, zeigt das den Grad der Hysterie, der das Land ergriffen hat. Es scheint, als dürfe eine Aussage der AfD – und sei es nur die korrekte Uhrzeit oder der Sonnenaufgang im Osten – nicht wahr sein, einfach weil sie von der falschen Seite kommt.

Diese Verwechslung von Ursache und Wirkung zieht sich wie ein roter Faden durch die aktuelle Politik. Anstatt einen Tag zur Erinnerung an die Opfer islamistischer Gewalt einzuführen, was angesichts realer Tragödien angemessen wäre, flüchtet man sich in die Bekämpfung von Fiktionen. Broder betont, dass die Opfer dieser Gewalt nicht etwa von „australischen Austauschstudenten“ angegriffen wurden, sondern dass hier ein reales Problem existiert, das durch Begriffe wie Islamophobie verschleiert wird.

Auch in Sachsen-Anhalt zeigt sich ein ähnliches Bild der Verzweiflung. Dort werden radikale Christen plötzlich als Gefahr für Weihnachtsmärkte dargestellt – ein Framing, das laut Kritikern wie Ulrich Siegmund vor allem durch die öffentlich-rechtlichen Medien vorangetrieben wird. Es ist eine verkehrte Welt, in der die Bürger mit immer neuen Schreckensszenarien konfrontiert werden, während die tatsächlichen Gefahren kleingeredet werden. Siegmund setzt sich daher massiv für die Abschaffung der GEZ-Gebühren ein, um die Finanzierung dieser einseitigen Berichterstattung zu beenden.

Am Ende bleibt das Bild einer Politik, die sich im Kleinklein verliert und dabei den Blick für das Große und Ganze verloren hat. Wenn Weihnachtsbäume als Gefahr gelten und Kritik an religiösem Extremismus als Krankheit deklariert wird, ist die Grenze zur Lächerlichkeit längst überschritten. Die Menschen im Land spüren diesen Widerspruch zwischen den offiziellen Narrativen und ihrem täglichen Erleben. Es bleibt abzuwarten, wie lange diese „Fata Morgana“ der Politik noch aufrechterhalten werden kann, bevor die Realität sie endgültig einholt.