Die politische Landschaft in Deutschland im Dezember 2025 gleicht einem Trümmerfeld der Ambitionen, und mittendrin steht ein Mann, der einst als großer Hoffnungsträger angetreten war: Friedrich Merz. Doch die jüngsten Ereignisse in Brüssel und die darauf folgende, beispiellos scharfe Abrechnung des renommierten Journalisten Hans-Ulrich Jörges haben das Bild des souveränen Staatsmannes nachhaltig zerstört. Merz wirkt, wie es in politischen Kreisen nun hinter vorgehaltener Hand heißt, wie vom Blitz getroffen. Es ist eine Situation, die an Dramatik kaum zu überbieten ist, da sie nicht nur das Ende eines politischen Höhenflugs markieren könnte, sondern auch die tiefe Verunsicherung einer ganzen Nation widerspiegelt, die sich nach Stabilität sehnt und stattdessen im diplomatischen Chaos versinkt.

Man muss sich die Szenerie des jüngsten EU-Gipfels vor Augen führen, um die Tragweite des Scheiterns zu begreifen. Friedrich Merz, der seit seinem Amtsantritt im Mai 2025 versprochen hatte, Deutschland wieder zur gestaltenden Kraft in Europa zu machen, kehrte mit leeren Händen zurück. Seine zentralen Forderungen – die Nutzung eingefrorener russischer Staatsvermögen für ein Reparationsdarlehen an die Ukraine und der sofortige Abschluss des Mercosur-Handelsabkommens – wurden von den europäischen Partnern schlichtweg beiseite gewischt. Stattdessen musste er zusehen, wie eine Einigung über neue EU-Schulden in Milliardenhöhe erzielt wurde – genau das Instrument, das er im Wahlkampf noch als Teufelszeug gebrandmarkt hatte. Es ist diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die Hans-Ulrich Jörges nun zum Anlass für eine verbale Vernichtungsschlacht nimmt, die in der deutschen Medienlandschaft ihresgleichen sucht.

Jörges, bekannt für sein feines Gespür für Machtverschiebungen und seine gnadenlose Direktheit, legt den Finger tief in die Wunden einer Kanzlerschaft, die offensichtlich ihre Orientierung verloren hat. Er beschreibt einen Friedrich Merz, der bei seiner Rückkehr aus Brüssel nicht mehr wie der kämpferische Oppositionsführer von einst wirkte, sondern wie ein Mann, dessen politische Autorität auf der internationalen Bühne innerhalb weniger Stunden pulverisiert wurde. Die Metapher vom Blitzschlag ist dabei nicht zufällig gewählt; sie beschreibt den Zustand einer Schockstarre, in der sich nicht nur der Kanzler selbst, sondern auch sein gesamter Regierungsapparat zu befinden scheint. Jörges wirft Merz vor, die Komplexität europäischer Verhandlungen völlig unterschätzt und sich stattdessen auf eine Rhetorik verlassen zu haben, die zwar im heimischen Bierzelt funktioniert, aber in den Hinterzimmern von Brüssel kläglich versagt.

Besonders schwer wiegt der Vorwurf der “Fehlbesetzung”. Für einen Mann wie Merz, der sein gesamtes politisches Leben auf das Ziel des Kanzleramtes ausgerichtet hat, muss diese Einschätzung eines so erfahrenen Beobachters wie Jörges wie ein physischer Schlag wirken. Doch Jörges bleibt nicht bei persönlichen Angriffen stehen. Er analysiert messerscharf, warum die Kommunikation der Bundesregierung derzeit so katastrophal scheitert. Es gebe keine erkennbaren Pfade mehr, denen die Politik folgt, so das bittere Urteil. Die Bürger verstünden schlichtweg nicht mehr, wofür dieser Kanzler eigentlich stehe. Gestern noch der Verteidiger der schwäbischen Hausfrau und der Schuldenbremse, heute der Unterzeichner von Verträgen, die neue Belastungen in Milliardenhöhe für kommende Generationen bedeuten. Diese Wankelmütigkeit ist es, die laut Jörges den Nährboden für den Aufstieg der Ränder bereitet.

Der Blick in den Bundestag nach diesem Gipfel-Debakel war bezeichnend. Merz, der sonst so schlagfertige Rhetoriker, saß auf seinem Stuhl, als hätte man ihm den Stecker gezogen. Er suchte kaum das Gespräch mit seinen Ministern, geschweige denn mit den Delegierten seiner eigenen Partei. Es war das Bild eines einsamen Kämpfers, der feststellen muss, dass seine Armee ihm nicht mehr bedingungslos folgt. Jörges weist darauf hin, dass sogar innerhalb der Union der Unmut wächst. Die Junge Union und konservative Kreise, die Merz einst ins Amt getragen haben, fühlen sich verraten. Dass Merz beim EU-Gipfel Ultimaten stellte, die von Macron und anderen Staatschefs einfach ignoriert wurden, offenbart eine gefährliche Schwäche. Deutschland wird in Europa nicht mehr gefürchtet, es wird belächelt – eine Situation, die für die größte Volkswirtschaft des Kontinents brandgefährlich ist.

In seiner Abrechnung geht Jörges auch hart mit der wirtschaftlichen Bilanz der ersten Monate der Ära Merz ins Gericht. Während der Kanzler sich im Glanz der internationalen Bühne sonnen wollte, brennt es im eigenen Land an allen Ecken und Enden. Die Automobilindustrie, das Herzstück der deutschen Wirtschaft, befindet sich im freien Fall. Jörges kritisiert, dass Merz zwar viel über Bürokratieabbau redet, aber bisher nur neue Berichtspflichten und Belastungen geliefert hat. Das geplante Lieferkettengesetz und andere Regulierungen aus Brüssel legen sich wie Mehltau über die Betriebe, während der Kanzler in Brüssel nicht die Kraft aufbrachte, ein Machtwort zu sprechen. Die versprochene Wirtschaftswende findet nicht statt; stattdessen sehen wir eine Fortsetzung der Politik des Durchwurstelns, die Merz eigentlich beenden wollte.

Die emotionale Wucht von Jörges’ Worten rührt auch daher, dass er die moralische Integrität der politischen Führung in Frage stellt. Er spricht von “Haushaltstrickereien” und gebrochenen Versprechen gegenüber dem Wähler. Wenn ein Kanzler mit dem Versprechen antritt, alles anders und besser zu machen, und dann bei der ersten großen Belastungsprobe einknickt, dann ist der Schaden für die Demokratie immens. Jörges warnt davor, dass dieses Unverständnis der Berliner Politik gegenüber den Sorgen der Menschen dazu führt, dass nicht nur die AfD, sondern auch Figuren wie Herbert Kickl in Österreich oder Alice Weidel in Deutschland massiv an Boden gewinnen. Sie nutzen das Vakuum, das Merz durch seine Unentschlossenheit hinterlässt. Die Drohungen von Kickl, die Merz zusätzlich unter Druck setzen, sind dabei nur ein weiteres Puzzleteil in einem Bild des totalen Autoritätsverlusts.

Ein weiterer Aspekt, den Jörges in seiner Analyse hervorhebt, ist die Isolation Deutschlands innerhalb der Nato und im Verhältnis zu den USA unter Donald Trump. Während Merz versucht, den starken Mann zu spielen und Forderungen nach Moskau schickt, zeigt die Realität, dass die Amerikaner das Interesse an einem zerstrittenen Europa verlieren. Jörges’ Forderung, man müsse Trump fast schon aus der Nato drängen, um ein eigenständiges europäisches Bündnis zu schaffen, zeigt, wie radikal die Gedankenwelt erfahrener Journalisten mittlerweile geworden ist, weil sie in der aktuellen Regierung keine Lösungen mehr sehen. Dass Merz in dieser weltpolitischen Gemengelage wie ein Statist wirkt, ist für Jörges der endgültige Beweis für dessen Scheitern.

Was bleibt nach dieser Woche der Blamage? Friedrich Merz wird versuchen, die Ergebnisse von Brüssel als “pragmatischen Erfolg” zu verkaufen, doch die Öffentlichkeit ist längst weiter. Die Worte von Jörges hallen nach, weil sie eine Wahrheit aussprechen, die viele spüren: Der Kanzler hat seinen Kompass verloren. Die “schwarzen Tage” von Brüssel werden als Wendepunkt in seine Biografie eingehen. Es war der Moment, in dem die Maske des Machers fiel und ein zutiefst verunsicherter Politiker zum Vorschein kam, der den komplexen Anforderungen des 21. Jahrhunderts offensichtlich nicht gewachsen ist. Das Unbehagen im Land wächst, und die Schonfrist, die man jedem neuen Kanzler gewährt, ist mit einem lauten Knall abgelaufen.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Friedrich Merz die Kraft findet, sich aus dieser Schockstarre zu befreien. Doch wenn man Hans-Ulrich Jörges Glauben schenkt, dann ist der Zug bereits abgefahren. Die Kritik ist zu fundamental, die Enttäuschung bei den Unterstützern zu groß. In einer Zeit, in der Deutschland Führung braucht, wirkt das Kanzleramt verwaist. Die Abrechnung von Jörges ist mehr als nur ein journalistischer Kommentar; sie ist ein historisches Zeugnis über den Zerfall einer politischen Hoffnung. Merz mag noch im Amt sein, doch politisch wirkt er tatsächlich wie vom Blitz getroffen – gezeichnet von einer Realität, die er sich so nie vorgestellt hat.

Möchten Sie, dass ich die spezifischen wirtschaftlichen Kennzahlen analysiere, die Jörges als Beleg für das Scheitern der Merz-Regierung anführt?