An einem sonnigen Sonntagmorgen im Advent wenn die Welt eigentlich zur Ruhe kommen sollte setzen sich zwei Männer zusammen um das zu sezieren was viele Bürger als den schleichenden Verfall der deutschen Vernunft empfinden. Matthias Matussek und Helmut Reinhardt blicken in ihrer jüngsten Analyse auf ein Land das sich zwischen festlichen Traditionen und einer politischen Realität bewegt die mancherorts nur noch als grotesk bezeichnet werden kann. Es ist ein Gespräch das tief in die Wunden der Zeit schneidet und dabei den Bogen von der großen Weltbühne bis hin zum heimischen Kartoffelsalat am Heiligabend spannt. Die Atmosphäre ist geladen mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und einer fast schon trotzigen Hoffnung die typisch ist für jene die sich weigern die Augen vor den unbequemen Wahrheiten unserer Tage zu verschließen.

Im Zentrum der Debatte steht zunächst die Figur des deutschen Bundeskanzlers und seine Rolle im Ukraine-Konflikt. Mit einer Schärfe die man in den öffentlich-rechtlichen Medien oft vermisst beschreiben die Diskutanten den Kanzler als einen Mann der sich auf dem internationalen Parkett zunehmend isoliert und dabei die Grundfesten der europäischen Einheit riskiert. Es geht um astronomische Summen von 90 Milliarden Euro die in ein Land fließen dessen Korruptionsanfälligkeit selbst von wohlwollenden Beobachtern kaum mehr geleugnet werden kann. Die Schilderung wie Milliardenbeträge im digitalen Nirgendwo verschwinden während die eigene Wirtschaft unter einer ideologiegetriebenen Last ächzt zeichnet das Bild einer Regierung die den Kontakt zur Lebenswirklichkeit ihrer Bürger verloren zu haben scheint. Es wird die Frage aufgeworfen ob Deutschland nicht nur seine wirtschaftliche Kraft sondern unter einer als unfähig beschriebenen Führung auch seinen letzten Rest an politischem Einfluss verspielt.

Doch die Analyse geht weit über die Außenpolitik hinaus. Ein besonders wunder Punkt ist die personelle Besetzung der Schlüsselressorts in Berlin. Matussek und Reinhardt sparen nicht an Kritik wenn sie auf die Lebensläufe derer blicken die über Billionen-Etats und die Zukunft des Arbeitsmarktes entscheiden. Wenn Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder nennenswerte Erfahrung in der freien Wirtschaft die Geschicke einer Industrienation lenken entstehe zwangsläufig ein Klima der Inkompetenz. Diese Beobachtung wird untermauert durch Beispiele aus dem Arbeits- und Finanzministerium wo Ideologie offenbar wichtiger geworden ist als fachliche Qualifikation. Das Bild eines Autos das nur noch auf drei Rädern fährt und dessen Motor längst ausgebaut wurde dient als kraftvolle Metapher für den Zustand der deutschen Demokratie in diesen Tagen. Es ist eine Demokratie die laut den Protagonisten zwar noch so genannt wird in der aber wesentliche Elemente wie die Meinungsfreiheit und eine unabhängige Rechtsprechung zunehmend unter Druck geraten.

Ein weiteres zentrales Thema ist die schleichende Veränderung des gesellschaftlichen Klimas durch eine überbordende Woke-Kultur und die damit einhergehende Sprachzensur. Die Erwähnung einer ARD-Sendung in der Zuschauer dazu animiert werden kollektiv das Wort Schokokuss zu skandieren um das verpönte N-Wort zu vermeiden wirkt wie eine Szene aus einem dystopischen Roman. Es wird eine Infantilisierung der Gesellschaft beklagt in der erwachsene Menschen wie Kleinkinder angeleitet werden bestimmte Begriffe zu nutzen oder zu meiden. Noch absurder wird es bei der Diskussion über vermeintliche rechtsextreme Codes. Dass mittlerweile sogar Emojis wie eine winkende Person als verdächtig eingestuft werden zeigt laut Matussek wie tief das Misstrauen des Staates gegenüber seinen Bürgern gesunken ist. Wenn harmlose Symbole wie Schafe oder Vampire als antisemitische oder verschwörungsideologische Chiffren gedeutet werden bewege man sich in einem Bereich der Paranoia der einer freien Gesellschaft unwürdig sei.

Die Migration und ihre Folgen für die innere Sicherheit und das kulturelle Gefüge bilden einen weiteren Schwerpunkt des Gesprächs. Eine besonders eindrückliche Anekdote handelt von einem afghanischen Flüchtling der in einem Hamburger Sportclub davon berichtet dass er vor der Religionspolizei in seiner Heimat geflohen sei nur um nun in deutschen Städten auf genau dieselben Strukturen und denselben Druck der Eiferer zu treffen. Diese Schilderung verdeutlicht das Dilemma einer Integrationspolitik die oft dort scheitert wo sie den Mut zur Durchsetzung eigener Werte vermissen lässt. Die Angst dass sich Deutschland in ein Land verwandelt vor dem die Menschen ursprünglich Schutz gesucht haben ist eine reale Sorge die in diesem Dialog offen ausgesprochen wird. Der Begriff des kulturellen Selbstmordes fällt in diesem Zusammenhang und beschreibt das Gefühl vieler Menschen dass das eigene Brauchtum und die christlichen Wurzeln zugunsten einer falsch verstandenen Toleranz aufgegeben werden.

Gerade in der Vorweihnachtszeit wird diese Spannung besonders deutlich. Während Matussek liebevoll von seinen familiären Traditionen erzählt vom Ministrieren seines Sohnes und dem gemeinsamen Essen von Kartoffelsalat und Würstchen wird die Bedrohung dieses Friedens nicht verschwiegen. Dass Weihnachtsmärkte heute oft wie Hochsicherheitszonen aussehen mit Betonpollern und massiver Polizeipräsenz ist ein trauriges Zeugnis unserer Zeit. Der Kontrast zwischen der Botschaft des Friedensfestes und der Notwendigkeit sich vor gewalttätigen Angriffen zu schützen ist kaum zu übersehen. Es wird eine Zangenbewegung diagnostiziert in der das Christentum von zwei Seiten bedrängt wird: einerseits von einer säkularen Intelligenz die das Heilige verhöhnt und andererseits von einem radikalen Glauben von außen der das westliche Lebensmodell ablehnt.

Trotz der harten Fakten und der bitteren Analysen blitzt immer wieder ein Funken Menschlichkeit und Humor durch das Gespräch. Die Diskussion über die richtige Zubereitung des Kartoffelsalats – ob mit Mayonnaise oder Öl ob in Würfeln oder Scheiben – mag banal erscheinen ist aber in Wahrheit ein Bekenntnis zur Normalität in einer unnormal gewordenen Welt. Es sind diese kleinen Rituale die Identität stiften und den Menschen Halt geben wenn die politische Großwetterlage nur noch Stürme verheißt. Matussek betont die Bedeutung der Familie als Kernzelle der Gesellschaft und als letzten Rückzugsort in dem Werte noch ungefiltert gelebt werden können.

Ein Ausblick auf die kommenden Monate zeigt jedoch dass die Herausforderungen nicht kleiner werden. Die Kritik am Verfassungsschutz der sich zunehmend in den politischen Wahlkampf einmische und dabei seine Neutralität verliere wird am Beispiel von Stefan Kramer deutlich gemacht. Dass Gerichte hier korrigierend eingreifen mussten wird als ein letztes Zeichen funktionierender rechtsstaatlicher Strukturen gewertet. Auch der Umgang mit den sogenannten Reichsbürgern wird kritisch hinterfragt. Während Rentner in Schauprozessen als immense Gefahr für den Staat inszeniert werden scheine die wirkliche Gewalt die oft von links oder aus extremistischen religiösen Kreisen kommt kleingeredet zu werden.

Die Analyse endet mit einem Appell zur Besinnung. In einer Zeit in der die Vernunft zur Mangelware geworden ist und Ideologie die Oberhand gewinnt sei es umso wichtiger sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Sehnsucht nach einem echten Richtungswechsel nach einer Politik die wieder die Interessen der eigenen Bürger in den Mittelpunkt stellt und die Grenzen des Machbaren anerkennt ist das verbindende Element dieses tiefgründigen Dialogs. Es bleibt die Hoffnung dass die stille Zeit des Jahres genug Raum bietet um über die Fehler der Vergangenheit nachzudenken und den Mut zu finden für eine Zukunft einzustehen in der Deutschland wieder mehr ist als nur ein Auto ohne Lenkrad.

Letztlich ist dieser Beitrag ein Plädoyer für den gesunden Menschenverstand und gegen eine Politik der Schamlosigkeit. Er fordert dazu auf Idole kritisch zu hinterfragen Fassaden zu durchschauen und sich nicht von einer manipulativen Sprache in die Enge treiben zu lassen. Ob beim Genuss eines Glases Moonshine-Whisky nach dem Weihnachtsessen oder beim stillen Gebet in der Christmette – die Botschaft bleibt klar: Die Freiheit und die Kultur einer Nation beginnen im Kleinen in den Herzen und Köpfen derer die bereit sind für ihre Überzeugungen einzustehen auch wenn der Wind von vorne weht. Es ist eine Erinnerung daran dass wir es selbst in der Hand haben ob wir uns in einer Welt der Absurdität verlieren oder ob wir den Weg zurück zur Vernunft und zur eigenen Identität finden.