Es war ein Auftritt, der Stärke demonstrieren sollte. Friedrich Merz stand vor den Kameras der Weltpresse, das Blitzlichtgewitter spiegelte sich in seiner Brille, als er mit fester Stimme verkündete: „90 Milliarden Euro für die Ukraine. Ein klares Signal an Putin.“ Die Schlagzeilen am nächsten Morgen waren ihm sicher. Die großen Medienhäuser jubelten, sprachen von europäischer Entschlossenheit und einem Durchbruch in der Ukraine-Hilfe. Doch wer sich die Mühe macht, das Kleingedruckte dieses historischen Deals zu lesen, dem gefriert das Lächeln schnell. Was uns als genialer Schachzug verkauft wird, ist bei näherer Betrachtung eine der größten politischen Niederlagen des Jahres 2025 – und eine finanzielle Zeitbombe für jeden einzelnen Steuerzahler in Deutschland.
Die Geschichte hinter dieser Schlagzeile ist eine Geschichte über gescheiterte Ambitionen, politische Erpressung und einen faulen Kompromiss, der als Sieg verpackt wurde. Um zu verstehen, was gerade wirklich passiert ist, müssen wir nur einen Monat zurückblicken.

Der ursprüngliche Plan: Gerechtigkeit, die scheiterte
Im November 2025 hatte Friedrich Merz noch eine ganz andere, radikalere und – man muss es so sagen – gerechtere Vision. Die Ausgangslage war klar: In den Tresoren und auf den digitalen Konten der belgischen Verwahrstelle Euroclear liegen unglaubliche 185 Milliarden Euro an russischem Staatsvermögen. Es ist das Geld des Aggressors. Es ist Putins Kriegskasse, die seit Beginn des Konflikts eingefroren ist.
Merz‘ Plan war so simpel wie brillant: Wir nehmen dieses Geld. Nicht als Leihgabe, nicht als Pfand, sondern als direkte Reparationszahlung. Putin zerstört die Ukraine, also zahlt Putin auch für ihren Wiederaufbau und ihre Verteidigung. Es wäre ein Akt historischer Gerechtigkeit gewesen. Der Aggressor zahlt für den Schaden, den er anrichtet. Keine neuen Schulden für Europa, keine Belastung für die Bürger in München, Paris oder Rom. Es schien die perfekte Lösung zu sein.
Doch dieser Plan hatte einen fatalen Webfehler, den die Architekten in Brüssel unterschätzt hatten: die Einstimmigkeit der EU-Sanktionen.
Die Erpressung: Wie Orban und Fico das Blatt wendeten
Alle sechs Monate müssen die Sanktionen gegen Russland von allen EU-Mitgliedstaaten einstimmig verlängert werden. Das ist die Achillesferse der europäischen Außenpolitik. Und genau hier setzten die „Freunde Putins“ innerhalb der EU den Hebel an. Viktor Orban aus Ungarn und Robert Fico aus der Slowakei mussten nicht einmal laut werden. Ein leises „Njet“, ein diplomatisches Kopfschütteln hinter verschlossenen Türen reichte aus.
Die Drohung stand wie ein Elefant im Raum: Wenn ihr Putins Geld bei Euroclear anrührt, blockieren wir die Verlängerung der Sanktionen. Das wäre der atomare GAU für die EU-Politik gewesen. Der gesamte Sanktionsmechanismus wäre kollabiert. Merz sah sich einer Wand gegenüber. Ohne die Zustimmung von Budapest und Bratislava konnte kein Cent der russischen Milliarden bewegt werden. Der Plan war tot, noch bevor er richtig geboren war.
Was dann im Dezember 2025 folgte, war kein strategischer Meisterzug mehr, sondern Schadensbegrenzung, die nun als Erfolg verkauft wird.

Der Etikettenschwindel: Aus russischem Geld werden europäische Schulden
Vergessen Sie alles, was Sie über „russische Reparationen“ gehört haben. Das Paket, das Merz nun präsentiert hat, ist fundamental anders konstruiert. Die 90 Milliarden Euro, die nun an die Ukraine fließen sollen, stammen nicht von den Konten bei Euroclear. Putin behält sein Geld. Es liegt weiterhin sicher und unangetastet in Belgien.
Stattdessen leiht sich die Europäische Union dieses Geld selbst an den internationalen Finanzmärkten. Die EU verschuldet sich. Sie nimmt Kredite auf, für die sie Zinsen zahlen muss. Und wer bürgt für diese Kredite? Wer haftet am Ende, wenn etwas schiefgeht? Richtig: Deutschland, Frankreich, Italien. Wir alle.
Der Mechanismus ist perfide: Die Ukraine erhält das Geld als Darlehen. Aber – und hier wird es wirklich interessant – dieses Darlehen ist mit einer Klausel versehen, die man nur als politischen Hohn bezeichnen kann. Die Ukraine muss dieses Geld nur dann zurückzahlen, wenn Russland Reparationen leistet.
Lassen Sie uns das kurz durchdenken. Wie wahrscheinlich ist es, dass Wladimir Putin freiwillig Reparationen zahlt? Die Wahrscheinlichkeit geht gegen Null. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wenn Russland nicht zahlt (was passieren wird), muss auch die Ukraine nicht zurückzahlen. Und wer bleibt dann auf den 90 Milliarden Euro Schulden sitzen? Die Europäische Union. Also wir.
Es ist keine Hilfe zur Selbsthilfe mehr. Es ist eine versteckte Schuldenvergemeinschaftung durch die Hintertür, getarnt als Außenpolitik. Aus den ursprünglich visierten 210 Milliarden Euro (inklusive Zinsen) sind nun 90 Milliarden geworden – und selbst die zahlen wir am Ende selbst. Das ist kein Kompromiss, das ist eine Bankrotterklärung.
Der Trump-Faktor: Warum der Plan schon im Januar explodieren könnte
Als wäre die finanzielle Mogelpackung nicht schon schlimm genug, ignoriert dieser Plan völlig die geopolitische Realität, die sich jenseits des Atlantiks zusammenbraut. Donald Trump wartet in den Startlöchern. Seine Rhetorik ist bekannt: Er will einen schnellen Deal, einen schnellen Frieden – vermutlich auf Kosten der Ukraine.
Merz plant langfristig, er denkt in einem Zeitrahmen von zwei Jahren für dieses Hilfspaket. Trump hingegen denkt in Wochen. Wenn Trump im Januar 2026 ins Weiße Haus zurückkehrt und tatsächlich einen schnellen Deal mit Putin aushandelt – etwa „Land gegen Frieden“ –, dann fällt das Kartenhaus der EU zusammen.
Sollte der Krieg offiziell enden, müsste die Ukraine theoretisch sofort mit der Rückzahlung beginnen. Doch ein zerstörtes, verkleinertes Land wird dazu kaum in der Lage sein. Gleichzeitig hätte Europa 90 Milliarden Euro in einen Krieg investiert, der durch einen Trump-Putin-Deal längst beendet wurde. Die EU hat Geld für einen zweijährigen Abnutzungskampf bereitgestellt, während in Washington vielleicht schon die Sektkorken für einen schmutzigen Frieden knallen.
Die Strategien passen nicht zusammen. Merz fährt auf der Autobahn in die eine Richtung, während Trump uns als Geisterfahrer entgegenkommt.

Fazit: Ein Sieg, über den man im Kreml lacht
Wenn Friedrich Merz heute sagt, dies sei ein „klares Signal an Putin“, dann hat er recht – aber anders, als er meint. Das Signal lautet: „Dein Geld ist bei uns sicher, Wladimir. Wir trauen uns nicht, es zu nehmen. Stattdessen lassen wir unsere eigenen Bürger zahlen.“
Es ist bitter. Der moralische Anspruch, den Aggressor zahlen zu lassen, ist an der Realpolitik der EU-Einstimmigkeit zerschellt. Was bleibt, ist ein riesiger Schuldenberg, eine geschwächte Position gegenüber Russland und eine ukrainische Regierung, die deutlich weniger bekommt als versprochen (90 statt über 200 Milliarden).
Die Öffentlichkeit wird mit großen Zahlen geblendet, während die Details im Verborgenen bleiben. Es ist wichtig, dass wir verstehen: Das hier ist nicht das Ende der Fahnenstange. Es ist der Beginn eines immensen finanziellen Risikos für Europa. Putin muss nicht zittern. Er muss nur abwarten und zusehen, wie wir uns selbst zur Kasse bitten. Und irgendwo im Kreml, da kann man sich sicher sein, wird heute Abend herzlich gelacht.
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