In der glitzernden Welt des Showbusiness gibt es Begegnungen, die rein professioneller Natur sind – kurzes Händeschütteln, ein höfliches Lächeln, fertig. Und dann gibt es diese seltenen, elektrisierenden Momente, in denen die glatte Fassade bricht und selbst gestandene Medienprofis zu ganz normalen Menschen werden, die einfach nur den Augenblick genießen wollen. Genau einen solchen Moment teilte die beliebte Moderatorin und ehemalige „Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers nun mit der Öffentlichkeit. In einer besonders ausgelassenen Spezialausgabe ihres Erfolgspodcasts „Baborie & Rakers“ ließ die 49-Jährige die Hüllen der journalistischen Distanz fallen und berichtete von einer knisternden Begegnung mit keinem Geringeren als dem britischen Superstar Robbie Williams.

Ein Jahresrückblick mit Überraschungseffekt

Zum Ausklang des Jahres hatten sich Judith Rakers und ihre Podcast-Partnerin Ariana Baborie (37) etwas Besonderes einfallen lassen. In der gemütlichen Atmosphäre ihres Studios ließen sie nicht nur das vergangene Jahr Revue passieren, sondern hatten sich auch Verstärkung geholt: David Martin, bekannt aus dem Podcast „Allein ist auch keine Lösung“ und ein langjähriger Freund von Baborie, saß mit am Mikrofon. Die Stimmung war gelöst, freundschaftlich und offen – der perfekte Nährboden für Anekdoten, die man sonst vielleicht nicht im Fernsehen hört.

Der Stein des Anstoßes war dabei David Martin selbst. Er erzählte von seinem persönlichen Vorsatz, mehr kulturelle Live-Events zu besuchen, und schwärmte von einem Konzertbesuch im Januar in Kapstadt. Der Künstler auf der Bühne war Robbie Williams. Kaum war der Name des britischen Entertainers gefallen, schien es bei Judith Rakers „Klick“ zu machen. Die Erinnerung an den charismatischen Sänger weckte bei ihr sofort Assoziationen an eigene Erlebnisse, die weit über das bloße Zuhören bei einem Konzert hinausgingen.

„Chancen muss man nutzen“: Der Kuss auf der Bühne

Judith Rakers, die für ihre Professionalität und Souveränität bekannt ist, überraschte ihre Gesprächspartner und die Zuhörer mit einer Geschichte, die eine herrlich spontane Seite von ihr zeigte. Sie verriet, dass sie Robbie Williams bereits mehrfach persönlich getroffen habe. Doch während eine Begegnung jüngeren Datums – bei der Taufe des Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff Relax“ in Málaga, wo Rakers moderierte und Williams als Star-Act auftrat – eher formell und geschäftsmäßig blieb, gab es in der Vergangenheit einen Moment, der deutlich persönlicher war.

Es geschah vor einigen Jahren im Rahmen der Verleihung der „1Live Krone“, einem der wichtigsten Musikpreise Deutschlands. Rakers hatte die Ehre, dem Weltstar die Trophäe zu überreichen. In diesem Moment, mitten im Rampenlicht, entschied sie sich, das Protokoll Protokoll sein zu lassen. „Dann habe ich ihm auch einen Kuss auf die Wange gegeben“, gestand sie im Podcast.

Doch Rakers wäre nicht Rakers, wenn sie dabei nicht trotzdem höflich geblieben wäre. Bevor sie zur Tat schritt, fragte sie den Sänger ganz direkt auf Englisch um Erlaubnis. Als dieser sein „Okay“ gab, zögerte sie nicht. Ihre Begründung für diesen mutigen Schritt ist so simpel wie sympathisch: „Weil ich damals gedacht habe: Chancen muss man nutzen.“ Ein Satz, der vielen aus der Seele sprechen dürfte. Wer würde nicht die Gelegenheit ergreifen, einem Idol für einen kurzen Moment ganz nah zu sein?

Sinnliche Details: Bartstoppeln und „leckerer“ Duft

Natürlich ließ es sich Ariana Baborie nicht nehmen, an dieser Stelle genauer nachzuhaken. Wie es unter guten Freundinnen üblich ist, wenn es um Männergeschichten geht, interessierten sie vor allem die physischen Details. „Hat er Bartstoppeln oder wonach riecht er?“, wollte Baborie wissen und sprach damit wohl unzähligen weiblichen Fans aus der Seele.

Judith Rakers enttäuschte nicht und lieferte die Antworten prompt. „Ja, er hatte ein bisschen Bartstoppeln“, bestätigte sie das Bild des markanten Briten. Und auch olfaktorisch hatte der Sänger offenbar einiges zu bieten. „Er hat auch lecker gerochen“, schwärmte Rakers, musste aber bei der genauen Marke passen: „Welches Parfüm das war, das weiß ich nicht.“ Es sind genau diese kleinen, fast banalen Beobachtungen, die solche Anekdoten so greifbar und menschlich machen. Der unerreichbare Weltstar wird plötzlich zu einer realen Person mit Drei-Tage-Bart und gutem Parfum.

Die Realität hinter dem Glanz: Welten dazwischen

Trotz des Kusses und der Schwärmerei für den „coolen Typen“ und „echten Künstler“ Robbie Williams, bewahrte Judith Rakers einen klaren Kopf. Im Gespräch mit ihren Podcast-Kollegen reflektierte sie auch über die Distanz, die trotz solcher Begegnungen bestehen bleibt. „Ich glaube, da liegen – das muss man ganz ehrlich sagen – Welten dazwischen“, gab sie offen zu.

Es ist eine bemerkenswert bodenständige Einschätzung. Oft neigen Menschen dazu, kurze Begegnungen mit Prominenten zu überhöhen, sich einzureden, es gäbe eine besondere Verbindung. Rakers hingegen genießt den Moment, weiß ihn aber auch richtig einzuordnen. Der Kontakt blieb begrenzt, eine tiefe Freundschaft entstand daraus nicht – und das ist für sie auch völlig in Ordnung.

Warum die Ferne manchmal besser ist

Zum Abschluss ihrer Erzählung teilte die Moderatorin noch eine kleine Weisheit über den Umgang mit Berühmtheiten. „Mir reicht das so“, erklärte sie zufrieden. „Ich finde, bei so manchen Stars ist es besser, man kann die aus der Ferne anhimmeln und gut finden.“

Diese Aussage zeugt von einer gesunden Reife. Das „Anhimmeln“ aus der Distanz bewahrt den Zauber, das Mysterium, das einen Star erst zum Star macht. Zu viel Nähe entzaubert oft, holt die Idole auf den harten Boden der Realität zurück. Judith Rakers hat für sich den perfekten Mittelweg gefunden: Sie genießt die Musik, respektiert den Künstler und freut sich über die kleinen, gestohlenen Momente, wie jenen Kuss auf der Bühne, die das Leben als Medienfrau so aufregend machen.

Ein Fazit voller Sympathie

Mit dieser Anekdote hat Judith Rakers einmal mehr bewiesen, warum sie zu den beliebtesten Fernsehgesichtern Deutschlands gehört. Sie ist professionell, wenn es darauf ankommt, aber sie hat sich auch eine mädchenhafte Freude und Spontanität bewahrt, die sie nahbar macht. Dass sie im Podcast so offen über ihre kleine Schwärmerei und den genutzten Moment mit Robbie Williams plauderte, zeigt, dass auch hinter der perfekten Moderatorin ein Mensch steckt, der bei einem Weltstar mal schwach werden kann. Und mal ehrlich: Wer von uns hätte diese Chance nicht auch genutzt?