Wenn das „Traumschiff“ an den Feiertagen über die heimischen Bildschirme gleitet, beginnt für Millionen von Zuschauern eine Reise in eine andere Welt. Es ist eine Flucht aus dem Alltag, hinein in das endlose Blau des Ozeans, mit Kurs auf Sonne, Sehnsucht und Happy Ends. Doch während das Publikum vor dem Fernseher in Träumen schwelgt, stellt sich eine Frage, die Fans seit Jahrzehnten beschäftigt: Wie geht es eigentlich wirklich zu, wenn die Kameras ausgeschaltet sind?

Zwei Frauen, die es wissen müssen, haben nun das Schweigen gebrochen. Barbara Wussow (64) und Collien Ulmen-Fernandes (44) sind längst feste Größen an Bord des berühmten Luxusdampfers. Für sie ist das Schiff weit mehr als nur eine Kulisse – es ist ein Lebensgefühl, eine „Halbjahres-WG“ und ein emotionaler Ankerpunkt. In einem überraschend offenen Gespräch gaben die beiden Schauspielerinnen nun Einblicke in ein Biotop, das den Zuschauern normalerweise verborgen bleibt.

Das schwimmende Zuhause: Mehr als nur Arbeit

„Das Traumschiff ist wie eine Klassenfahrt“, beschreibt Collien Ulmen-Fernandes das Leben auf See mit einem Augenzwinkern. Da das Team über viele Wochen und Monate auf engstem Raum zusammenlebt, entsteht eine Dynamik, die man in normalen Berufen kaum findet. Man isst zusammen, man trinkt zusammen – und ja, man feiert zusammen. Aus Kollegen werden in dieser isolierten Welt schnell enge Freunde, und das Filmteam verschmilzt zu einer eingeschworenen Ersatzfamilie.

Barbara Wussow, die als Hoteldirektorin Hanna Liebhold die gute Seele des Schiffes verkörpert, findet noch emotionalere Worte für das Leben an Bord. Für sie ist das Schiff ein „eigenes Biotop“. Es entstehen tiefe Bindungen zu Menschen, die einem wirklich ans Herz wachsen. Nach einem anstrengenden Drehtag ist die Arbeit nicht einfach vorbei; sie verlagert sich an die legendäre Jupiterbar oder an das Heck des Schiffes. Dort, wo die Gischt gegen den Rumpf schlägt und der Sternenhimmel über dem Ozean funkelt, werden Geschichten erzählt, die niemals im Drehbuch stehen würden.

Das Phänomen Florian Silbereisen: Feiern bis zum Morgengrauen

Im Zentrum dieser Gemeinschaft steht ein Mann, der seit seinem Amtsantritt als Kapitän frischen Wind auf das Deck gebracht hat: Florian Silbereisen. Doch wer glaubt, der Entertainer würde sich nach getaner Arbeit in seine Kabine zurückziehen, der irrt gewaltig. Laut den Schilderungen seiner Kolleginnen ist Silbereisen nicht nur vor der Kamera der Kapitän, sondern auch der unangefochtene Anführer, wenn es um die Stimmung an Bord geht.

Besonders Barbara Wussow zeigt sich tief beeindruckt von der Disziplin und der Energie des 44-Jährigen. Sie enthüllte ein Detail, das viele Fans in Staunen versetzen dürfte: Silbereisen ist offenbar ein echtes Feierbiest. „Mit ihm kann man bis 4 Uhr früh feiern“, gesteht Wussow bewundernd. Doch das eigentlich Unglaubliche geschieht danach. Während andere nach einer solchen Nacht vermutlich den restlichen Tag im Bett verbringen würden, zeigt Silbereisen eine eiserne Professionalität.

Pünktlich um 7 Uhr morgens steht er wieder in der Maske. „Text auswendig, Kopf klar“, beschreibt Wussow den Zustand ihres Kollegen. Diese Fähigkeit, die Nacht zum Tag zu machen und dennoch am nächsten Morgen mit voller Präsenz und Professionalität zu glänzen, sorgt am Set für großen Respekt. Es ist diese Mischung aus bayerischer Geselligkeit und absoluter Arbeitsdisziplin, die Florian Silbereisen zum Herzstück der Traumschiff-Familie gemacht hat.

Ein Biotop der Menschlichkeit

Die Erzählungen von Wussow und Ulmen-Fernandes verdeutlichen, warum das „Traumschiff“ auch nach über 40 Jahren noch immer funktioniert. Es ist nicht nur die Sehnsucht der Deutschen nach fernen Ländern, sondern die spürbare Harmonie innerhalb des Ensembles. Wenn die Zuschauer zu Hause die perfekte Illusion einer Kreuzfahrt genießen, wissen sie nun, dass das Lächeln der Crew nicht immer nur gespielt ist.

Hinter den glänzenden Kulissen und den emotionalen Geschichten der Passagiere verbirgt sich eine Welt voller Rituale und echter Verbundenheit. Das Traumschiff ist für seine Stars zu einem schwimmenden Stück Heimat geworden – ein Ort, an dem man gemeinsam lacht, gemeinsam arbeitet und, wenn es der Zeitplan erlaubt, eben auch mal bis in die frühen Morgenstunden das Leben feiert. Kapitän Max Parger alias Florian Silbereisen mag im Fernsehen den Kurs bestimmen, doch hinter den Kulissen sorgt er dafür, dass niemand verloren geht – weder in der Arbeit noch beim Vergnügen.