Es gibt Momente im deutschen Fernsehen, die weit über den Glanz der Scheinwerfer hinausgehen und das Publikum mitten ins Herz treffen. Ein solcher Augenblick ereignete sich am Samstagabend kurz vor Heiligabend in Köln. Diego Pooth, der 22-jährige Sohn von TV-Ikone Verona Pooth, hat geschafft, was vor ihm nur einer Handvoll Ausnahmetalenten gelang: Er sicherte sich innerhalb eines einzigen Kalenderjahres gleich zwei Titel bei der beliebtesten Tanzshow Deutschlands. Nach seinem triumphalen Sieg in der regulären Staffel von „Let’s Dance“ setzte er nun in der großen Weihnachtsshow noch einen drauf und darf sich offiziell „Christmas Dancing Star 2025“ nennen.

Dieser Doppelsieg katapultiert den jungen Pooth in einen extrem exklusiven Kreis von Legenden. Namen wie Magdalena Brzeska, Rúrik Gíslason, Anna Ermakova und René Casselly fallen in diesem Zusammenhang – allesamt Persönlichkeiten, die die Show über Jahre geprägt haben. Dass Diego Pooth nun in einem Atemzug mit diesen Stars genannt wird, unterstreicht die enorme Entwicklung, die er in den vergangenen Monaten auf dem Parkett vollzogen hat.

Doch der Weg zu diesem historischen Triumph war alles andere als ein Spaziergang. Die Erwartungen waren gigantisch, der Druck auf den amtierenden Champion fast greifbar. Gemeinsam mit seiner Tanzpartnerin Ekaterina Leonova – die in Fankreisen längst als „Erfolgsgarantin“ gilt – trat er an, um die Jury und das Publikum erneut zu verzaubern. Doch schon der erste Auftritt des Abends, ein eleganter langsamer Walzer, zeigte, wie sehr die Nerven blank lagen. In einem entscheidenden Moment wackelte eine Hebefigur gefährlich. Ein kurzes Raunen ging durch das Studio. Die Unsicherheit war beiden anzusehen, und die Wertung von 27 Punkten ließ das Rennen um den Titel völlig offen. Zu diesem Zeitpunkt war noch völlig unklar, ob es für den ganz großen Wurf reichen würde.

Was dann folgte, war jedoch eine Demonstration von purer Leidenschaft und eisernem Willen. Für den zweiten Tanz schaltete Diego Pooth sprichwörtlich den Turbo ein. Mit einer Explosivität und Präzision, die selbst die kritischste Jury verstummen ließ, lieferten er und Ekaterina eine Performance ab, die das Studio zum Kochen brachte. Die Belohnung folgte prompt: Die magische Höchstpunktzahl von 30 Punkten. Ab diesem Moment lag das Schicksal des Duos in den Händen der Zuschauer – und diese entschieden eindeutig.

Der Moment der Verkündung war an Emotionalität kaum zu übertreffen. Als Diego den stilvollen Pokal, der passend zum Anlass mit einer roten Weihnachtsmütze verziert war, in die Höhe stemmte, gab es für die Fans kein Halten mehr. RTL sprach im Anschluss von einem „riesigen Vorweihnachtsgeschenk“, das sich Diego und Ekaterina selbst und ihren Fans gemacht haben.

Besonders bemerkenswert ist dabei die Art und Weise, wie Diego Pooth mit seinem kometenhaften Aufstieg umgeht. Trotz des Medienrummels und der prestigeträchtigen Titel bleibt er auffallend bodenständig. Hinter den Kulissen der Show nahm er sich ausgiebig Zeit für Selfies mit seinen Anhängern und betonte immer wieder die Dankbarkeit gegenüber seinem Team und den Fans. Es sind diese menschlichen Züge, die ihn für viele Zuschauer zum sympathischen Vorbild machen.

Auch privat scheint bei Diego derzeit alles in geregelten Bahnen zu verlaufen. Erst im Oktober ist er mit seiner Freundin und der gemeinsamen Bulldogge Desi in die erste eigene Wohnung gezogen. Der Sieg bei der Weihnachtsshow ist nun das sprichwörtliche Sahnehäubchen auf einem Jahr, das für den 22-Jährigen wohl als das bisher erfolgreichste seines Lebens in die Geschichte eingehen wird.

Ein großer Teil dieses Erfolges wird auch Ekaterina Leonova zugeschrieben. Die Profitänzerin, die für ihren gnadenlosen Fokus im Training und ihre Ruhe auf der Tanzfläche bekannt ist, hat einmal mehr bewiesen, dass sie das Beste aus ihren Partnern herausholen kann. Ehemalige Tanzpartner berichten immer wieder von den harten Proben und den kleinen Ritualen, die den Zusammenhalt innerhalb des Teams stärken. In Diego hat sie offenbar einen Schüler gefunden, der bereit war, über seine Grenzen hinauszugehen.

Während sich die Aufregung um das Finale langsam legt, bleibt die Frage offen, wie es für den zweifachen Champion nun weitergeht. Eines ist jedoch sicher: Mit diesem Doppelsieg hat Diego Pooth endgültig bewiesen, dass er nicht mehr nur „der Sohn von“ ist, sondern ein eigenständiger Entertainer, der durch Disziplin und Charisma überzeugt. Wer die emotionale Zitterpartie verpasst hat, kann das gesamte Spektakel noch einmal auf RTL Plus nachverfolgen und miterleben, wie aus einem jungen Talent ein echter „Let’s Dance“-Gigant wurde.

Für die Fans war es ein Finale, das genau die richtige Mischung aus Spannung, weihnachtlicher Magie und sportlicher Höchstleistung bot. Diego Pooth hat sich dieses Geschenk kurz vor Heiligabend redlich verdient.