Es sind Worte, die treffen, die verletzen und die einen selbst nach über 50 Jahren im harten Showgeschäft sprachlos zurücklassen. Uschi Glas (81), die Grand Dame des deutschen Fernsehens, ist bekannt für ihr strahlendes Lächeln, ihre unverwüstliche Professionalität und ihre bayerische Herzlichkeit. Doch hinter den Kulissen der glitzernden Filmwelt geht es oft alles andere als herzlich zu. Jetzt hat die Schauspiel-Ikone ihr Schweigen gebrochen und in einem bemerkenswert offenen Interview über einen Vorfall berichtet, der sie bis ins Mark erschüttert hat. Uschi Glas wurde von einer Kollegin am Set wüst beleidigt – als „verlogen“ beschimpft, nur weil sie sich für ein Mindestmaß an menschlichem Anstand einsetzte.

Der Eklat bei Barbara Stöckl: Uschi Glas redet Klartext
Als Gast in der renommierten österreichischen Talkshow „Stöckl“ bei Barbara Stöckl zeigte sich Uschi Glas von einer ungewohnt ernsten und nachdenklichen Seite. Eigentlich sollte es ein Gespräch über ihr Lebenswerk, ihre ungebrochene Energie mit 81 Jahren und das bevorstehende Weihnachtsfest werden. Doch das Thema Respekt – oder besser gesagt, der Mangel daran – brannte der Münchnerin auf der Seele.
„Ich habe die Feststellung gemacht in den letzten Jahren, dass der Ton unter den Menschen rauer geworden ist“, leitete Glas ihre Beobachtungen ein. Eine Entwicklung, die sie nicht nur in der Gesellschaft allgemein, sondern auch ganz speziell in ihrer eigenen Branche, der Film- und Fernsehwelt, mit großer Sorge beobachtet. Vor allem unter jungen Menschen und Kollegen scheint der gute Ton, das klassische Benehmen, immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Doch was Uschi Glas dann erzählte, ließ selbst die erfahrenen Gäste der Runde den Atem anhalten.
Der Vorfall: Tränen und Kälte am Set
Es geschah während einer Filmproduktion. Uschi Glas, die stets darauf bedacht ist, dass am Set eine Atmosphäre des Miteinanders herrscht, beobachtete eine Szene, die ihr das Herz zusammenschnürte. Eine Schauspielkollegin – deren Namen Glas diskret für sich behält, um keinen öffentlichen Rosenkrieg vom Zaun zu brechen – behandelte eine Maskenbildnerin wie Luft, schlimmer noch, wie eine Dienstmagd ohne Gefühle.
Die Maskenbildnerin hatte ihre Arbeit getan, die Kollegin verschönert, doch von Dankbarkeit oder Anerkennung keine Spur. Der Umgangston war herablassend, kalt und von einer Arroganz geprägt, die Uschi Glas nicht hinnehmen wollte. Für die Schauspiellegende, die selbst aus einfachen Verhältnissen stammt und sich ihren Erfolg hart erarbeitet hat, ist jeder Mensch am Set gleich viel wert – vom Regisseur bis zum Kabelträger, von der Maske bis zum Catering.

Die Konfrontation: Höflichkeit als Schwäche ausgelegt?
Nicht bereit, dieses Verhalten unkommentiert zu lassen, suchte Uschi Glas das Gespräch mit der betreffenden Kollegin. In ihrer typisch mütterlichen, aber bestimmten Art wollte sie der Dame ins Gewissen reden. Sie legte ihr ans Herz, vielleicht doch ab und zu mal ein „Bitte“ oder ein „Danke“ über die Lippen zu bringen. „Das macht man doch so“, versuchte Glas zu vermitteln, in der Hoffnung, Verständnis für die Gefühle der Crew-Mitarbeiter zu wecken. Ein kleines Wort mit großer Wirkung, das die Arbeitsatmosphäre sofort hätte verbessern können.
Doch die Reaktion, die Uschi Glas erhielt, war keine Einsicht, keine Entschuldigung und kein Moment der Reflexion. Stattdessen schlug ihr pure Aggression entgegen. Die Kollegin fühlte sich durch den gut gemeinten Rat offenbar massiv auf den Schlips getreten und ging sofort zum Gegenangriff über.
Der Satz, der schockierte: „Ich bin nicht so verlogen wie du!“
Was dann folgte, hallt bis heute in Uschi Glas nach. Die Kollegin blaffte sie an: „Ich bin halt nicht so verlogen wie du!“ Ein Satz wie ein Peitschenhieb. Uschi Glas, die Ikone der Freundlichkeit, wurde plötzlich als Heuchlerin dargestellt. Die krude Logik der Kollegin: Wenn die Arbeit der Maskenbildnerin ihrer Meinung nach nicht „gut“ war oder sie sich nicht danach fühlte, warum sollte sie dann „Danke“ sagen? Das wäre ja gelogen.
„Da war ich von den Socken“, gestand Uschi Glas im TV-Gespräch sichtlich bewegt. Diese Haltung, dass Höflichkeit gleichbedeutend mit Verlogenheit sei, ist für die 81-Jährige vollkommen unverständlich. Für die Angreiferin war ihre eigene Rücksichtslosigkeit offenbar ein Ausdruck von „Ehrlichkeit“ und „Authentizität“. Eine gefährliche Verdrehung von Werten, die Uschi Glas fassungslos machte. „Sie sagt, wenn es nicht gut war, muss ich doch nicht Danke sagen“, rekapitulierte Glas die Situation kopfschüttelnd.

Ein gesellschaftliches Symptom?
Für Uschi Glas ist dieser Vorfall mehr als nur eine Anekdote über eine zickige Kollegin. Er ist symptomatisch für einen Wandel, den sie mit großer Sorge betrachtet. Der Respekt voreinander gehe in diesen Zeiten verloren, klagte sie an. Höflichkeit wird als altmodisch oder eben als „verlogen“ abgetan, während rücksichtsloser Egoismus als Charakterstärke verkauft wird.
Glas fordert vehement mehr Höflichkeit von ihren Mitbürgern und TV-Kollegen. Ein gewisser Grundrespekt gegenüber seinen Mitmenschen sollte selbstverständlich sein, unabhängig von der Situation oder der Hierarchie. Dass sie selbst als „verlogen“ beleidigt wurde, nur weil sie diese Werte hochhält, zeigt, wie tief die Gräben mittlerweile sind. Doch Uschi Glas wäre nicht Uschi Glas, wenn sie sich davon unterkriegen ließe. Sie steht zu ihrer Haltung: Freundlichkeit ist keine Lüge, sondern der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält.
Kontrastprogramm: Besinnliche Weihnachten im Hause Glas
Nach so viel menschlicher Kälte am Arbeitsplatz sehnt sich die Schauspielerin nun umso mehr nach Wärme und Harmonie im Privaten. Das Weihnachtsfest steht vor der Tür, und hier kann Uschi Glas zum Glück aufatmen. Von ihrer Familie, so betont sie, kann sie einen höflichen und liebevollen Umgang immer erwarten.
„Für mich ist Weihnachten schon ein besinnliches Fest. Man versucht, miteinander zu sein“, schwärmte sie im Gespräch mit Barbara Stöckl. Seit 2005 ist sie glücklich mit dem Unternehmer Dieter Hermann verheiratet, der ihr Fels in der Brandung ist. Gemeinsam freuen sie sich darauf, wenn die Liebsten zusammenkommen. Uschi Glas hat drei eigene Kinder, darunter Ben Tewaag (49), der in der Vergangenheit selbst für viele Schlagzeilen sorgte, heute aber ein gefestigteres Verhältnis zu seiner Mutter pflegt. Auch ihre Stieftochter Sophie Hermann (38), die als Influencerin und Reality-Star in Großbritannien Erfolge feiert, gehört zum engen Kreis.
Ob sich in wenigen Tagen wirklich der gesamte Clan bei Uschi Glas und Dieter Hermann in München versammeln wird, ließ sie noch offen – „Das wird sich schon in wenigen Tagen zeigen“. Doch eines ist sicher: Bei Uschi Glas zu Hause wird niemand beschimpft, wenn er „Danke“ sagt. Dort herrschen die Werte, die sie in der Welt da draußen so schmerzlich vermisst.
Fazit: Eine Grand Dame lässt sich nicht beirren
Uschi Glas hat in ihrer Karriere viel erlebt – von großen Erfolgen bis zu privaten Tiefschlägen. Doch dieser Angriff auf ihre Integrität hat sie besonders getroffen. Indem sie ihn öffentlich macht, setzt sie ein Zeichen. Ein Zeichen gegen die Verrohung der Sitten und für mehr Menschlichkeit – auch wenn man dafür als „verlogen“ beschimpft wird. Uschi Glas bleibt sich treu, und genau das macht sie zu der Legende, die sie ist. Man darf gespannt sein, ob die namenlose Kollegin diese Botschaft hört und vielleicht doch noch einmal über die Bedeutung des Wortes „Respekt“ nachdenkt.
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