In einer Zeit, in der die gesellschaftlichen Gräben tiefer werden und der Ton rauer, zeigt eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen ein Gesicht, das weit entfernt ist vom glänzenden Showbiz-Lächeln früherer Tage. Uschi Glas, die Grande Dame des deutschen Fernsehens, hat die Rolle der reinen Unterhalterin abgelegt. Sie ist zur Mahnerin geworden, zur Kämpferin für Demokratie und Menschlichkeit. Doch dieser Mut hat einen hohen Preis. In einem bewegenden Bekenntnis offenbart die 81-Jährige nun, wie sehr Hass und Bedrohung ihren Alltag bestimmen – und enthüllt zugleich eine schmerzhafte Wahrheit über ihre eigene Familie, die sie jahrzehntelang nicht kannte.

Ein Leben im Fadenkreuz des Hasses
Es sind Sätze, die einen frösteln lassen. „Ich würde nicht allein durch den Wald gehen oder abends allein herumspazieren. Ich bin sehr vorsichtig geworden“, gesteht Uschi Glas. Die unbeschwerte Freiheit, die für viele selbstverständlich scheint, ist für die Münchnerin längst keine Realität mehr. Der Grund ist ihr unermüdliches Engagement gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.
Seit Jahren, und verstärkt seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, stellt sich Glas schützend vor ihre jüdischen Mitbürger. Sie demonstriert, sie schreibt, sie spricht Klartext. Die Reaktion aus den dunklen Ecken des Internets ist erschreckend: Massive Morddrohungen erreichen die Schauspielerin regelmäßig. Die Kommentare sind von einer Brutalität, die sprachlos macht. „Wo ist denn jetzt der Syrer mit dem Messer, wenn man ihn mal braucht?“, lautete nur eine der abscheulichen Nachrichten, die sie erhalten hat. Es sind keine harmlosen Pöbeleien mehr; es sind konkrete Aufrufe zur Gewalt.
Doch wer glaubt, Uschi Glas würde sich davon in ihre Villa zurückziehen und schweigen, der kennt die Bayerin schlecht. „Wenn du aus Angst verharrst, gibst du nach“, sagt sie mit fester Stimme. Für sie ist Angst keine Option, sondern ein Signal zur Gegenwehr. Sie hat rechtliche Schritte eingeleitet, lässt die Täter von der Polizei ermitteln. Ihre Botschaft ist unmissverständlich: Wir dürfen dem Hass nicht das Feld überlassen.
Die Suche nach der Wahrheit: Ein schmerzhafter Fund
Dieser Kampf für die Wahrheit im Außen spiegelt sich dramatisch in ihrem Inneren wider. In ihrem neuen Buch „Du bist unwiderstehlich, Wahrheit“, das sie gemeinsam mit der Holocaust-Überlebenden und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, verfasst hat, geht Glas auf eine Reise in ihre eigene Vergangenheit. Was sie dort fand, war nicht das, was sie erhofft hatte.
Lange Zeit hegte Uschi Glas die Hoffnung, jüdische Wurzeln in ihrer Familiengeschichte zu finden. Sie fühlte sich dem Judentum stets auf unerklärliche Weise nah, spielte sogar mit dem Gedanken einer Konversion. Der Name „Lichtenstern“ in ihrem Stammbaum ließ sie hoffen. Sie engagierte einen Ahnenforscher, um Gewissheit zu bekommen. Doch statt einer Verbindung zum Judentum förderte der Historiker ein dunkles Geheimnis zutage, das ihr Vater Christian Glas mit ins Grab genommen hatte.
Die Akten lügen nicht: Ihr Vater war kein stiller Mitläufer. Bereits 1931, zwei Jahre vor Hitlers Machtergreifung, trat er im Alter von 18 Jahren der NSDAP bei. Doch es kam noch schlimmer. Im August 1944, in der Endphase des Krieges, wechselte er zur Waffen-SS und diente als Funker in der berüchtigten Division „Skanderbeg“. Zwar geht aus den Unterlagen hervor, dass er wohl eine rein technische Funktion innehatte und keine Beweise für eine direkte Beteiligung an Kriegsverbrechen vorliegen, doch der Schock sitzt tief.
„Mein Vater hat mir nie die Wahrheit gesagt“, schreibt Glas in ihrem Buch. Der Mann, der ihr einst predigte, man müsse morgens noch in den Spiegel schauen können, hatte seine eigene Vergangenheit verschwiegen. Für Uschi Glas bricht eine Welt zusammen, doch sie entscheidet sich für die Flucht nach vorn. Anstatt das Kapitel zu vertuschen, macht sie es öffentlich. „Wenn ich das jetzt nicht machen würde, dann mache ich mich mindestens so schuldig wie die Generation vor mir“, erklärt sie ihre Motivation. Es ist ein Akt der radikalen Ehrlichkeit: Nur wer sich der eigenen Geschichte stellt, kann glaubwürdig für eine bessere Zukunft kämpfen.

„Schau, wo wir jetzt sind!“ – Ein Appell an die Gesellschaft
Die persönliche Betroffenheit treibt Uschi Glas an. Wenn sie heute den wieder aufflammenden Antisemitismus auf deutschen Straßen sieht, fühlt sie sich an die Erzählungen über 1933 erinnert. Sie sieht, wie sich ihre jüdischen Freunde wieder fürchten, ihre Identität offen zu zeigen, wie die Davidstern-Kette unter dem Pullover versteckt wird. Für Glas ist das unerträglich.
„Ich sehe diesen Antisemitismus, der leider stark zugenommen hat“, mahnt sie. Sie fordert einen „Aufstand der Anständigen“. Es reicht ihr nicht, im Stillen dagegen zu sein. Sie wünscht sich mehr Initiative von ihren prominenten Kollegen, mehr laute Stimmen aus der bürgerlichen Mitte. Schweigen, so ihre feste Überzeugung, macht zu Mittätern.
Ihre Freundschaft zu Charlotte Knobloch ist dabei mehr als nur symbolisch. Es ist der Schulterschluss zweier Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – die eine Überlebende des Holocausts, die andere Tochter eines NSDAP-Mitglieds – die aber im Kampf für Demokratie und Freiheit vereint sind. In ihren Gesprächen für das Buch geht es um Werte, die heute wieder verteidigt werden müssen: Mut, Haltung und die Unbestechlichkeit der Fakten in einer Welt voller Fake News.

Ein Vorbild an Zivilcourage
Uschi Glas hätte es sich einfach machen können. Sie hätte ihren Lebensabend als gefeierte Legende genießen, auf roten Teppichen lächeln und ihre Familiengeschichte ruhen lassen können. Doch sie hat den schwierigeren Weg gewählt. Sie setzt sich der Gefahr aus, weil sie spürt, dass es notwendig ist.
Ihre Geschichte ist eine Warnung und eine Inspiration zugleich. Sie zeigt, dass Zivilcourage nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst das Richtige zu tun. Sie lehrt uns, dass wir nicht für die Taten unserer Vorfahren verantwortlich sind, wohl aber dafür, wie wir mit der Erinnerung umgehen.
„Du bist unwiderstehlich, Wahrheit“ – der Titel ihres Buches ist Programm. Auch wenn die Wahrheit schmerzt, auch wenn sie gefährlich ist: Uschi Glas weicht ihr nicht aus. Und genau das macht ihre Stimme in der heutigen deutschen Debatte so unverzichtbar. Sie ist der lebende Beweis dafür, dass man Haltung nicht im Drehbuch stehen hat, sondern im Herzen trägt.
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