Wenn in Deutschland die Lichterketten funkeln und der Duft von gebrannten Mandeln durch die Straßen zieht, stellt sich bei Millionen von Fernsehzuschauern oft eine ganz bestimmte Frage: Wie feiert eigentlich Deutschlands wohl bekannteste Großfamilie, die Wollnys, das Fest der Liebe? Herrscht im Hause Wollny, das durch die RTLZWEI-Doku-Soap Kultstatus erreicht hat, pures Chaos oder besinnliche Stille? Schwelgen sie im Luxus oder bleiben sie bodenständig? Sarah-Jane Wollny, die 27-jährige Tochter von Familienoberhaupt Silvia Wollny, hat nun in einem herzerwärmenden Interview das Schweigen gebrochen und intime Einblicke in die Weihnachtstraditionen des Clans gewährt. Ihre Antworten überraschen, rühren zu Tränen und zeigen einmal mehr, warum diese Familie trotz aller Kritik so viele Fans hat: Sie sind herrlich normal geblieben.

Ein Hauch von Normalität im Rampenlicht

Getroffen haben wir Sarah-Jane Wollny Anfang Dezember auf dem roten Teppich bei „Katy’s X-Mass Wonderland Party“ in Köln. Während um sie herum der Promi-Trubel tobte, wirkte die 27-Jährige gelassen und voller Vorfreude auf die besinnliche Zeit. „Ich bin schon sehr in Weihnachtsstimmung“, verriet sie mit einem strahlenden Lächeln. Zu Hause in Ratheim sei bereits alles festlich geschmückt, ein Zeichen dafür, dass Weihnachten bei den Wollnys einen hohen Stellenwert genießt.

Doch wer glaubt, dass bei einer Familie, die seit über einem Jahrzehnt im Fernsehen zu sehen ist, an Heiligabend der Kaviar löffelweise serviert wird, der irrt gewaltig. Sarah-Jane räumte mit allen Vorurteilen auf und zeichnete das Bild einer Familie, die ihre Wurzeln nicht vergessen hat. Die Traditionen im Hause Wollny sind jene, die Millionen Deutsche kennen und lieben – und genau das macht ihre Erzählung so unglaublich sympathisch.

Das Ritual am Weihnachtsmorgen: Gemeinsamkeit ist alles

„In der Regel ist es immer so, dass wir die Weihnachtszeit zusammen genießen“, erklärte Sarah-Jane. Eine kleine, aber feine Tradition zieht sich dabei durch den gesamten Dezember: das gemeinsame Öffnen des Adventskalenders. Jeden Tag versammeln sich die Familienmitglieder, um mit den zahlreichen Enkelkindern die Türchen zu öffnen. In einer Welt, die immer schneller und hektischer wird, nimmt sich die Großfamilie bewusst diesen Moment der Entschleunigung am Morgen. Es geht nicht um den Inhalt der Kalender, sondern um das Ritual, das Zusammenkommen, das gemeinsame Staunen der Kinderaugen. Es ist der Beweis dafür, dass trotz des oft turbulenten Alltags und der vielen parallel laufenden Leben der erwachsenen Kinder, der Kern der Familie – der Zusammenhalt – unerschütterlich bleibt.

Silvias Küchen-Regiment und der Klassiker auf dem Teller

Der Heiligabend selbst folgt bei den Wollnys einem strikten, aber liebevollen Drehbuch, bei dem Mama Silvia, die unangefochtene Matriarchin der Familie, die Hauptrolle spielt. Sarah-Jane lüftete das Geheimnis um das Festtagsmenü, und es könnte deutscher kaum sein. „Gerade an Heiligabend ist bei Mama dann die Küche zu, weil sie das Essen macht“, schilderte die Tochter lachend. Silvia Wollny duldet dann wohl keine Störungen in ihrem Reich.

Und was kommt auf den Tisch? Keine Gans, kein aufwendiges 5-Gänge-Menü, sondern der absolute Klassiker der deutschen Weihnachtsküche: „Es gibt immer Kartoffelsalat mit Brühwürstchen.“ Diese kulinarische Bescheidenheit ist ein starkes Statement. Sie signalisiert: Wir brauchen keinen Schnickschnack, um glücklich zu sein. Es geht um das Beisammensein, nicht um das Beeindrucken. Nach dem Essen, so die Tradition, folgt dann die Bescherung. Ein Ablauf, der Geborgenheit und Beständigkeit vermittelt – Werte, die in der heutigen Zeit oft zu kurz kommen.

„No-Go-Geschenke“? Nicht bei Sarah-Jane!

Doch der vielleicht bewegendste Moment des Gesprächs entstand, als es um das Thema Geschenke ging. In Zeiten von Konsumwahn und immer teureren Wunschzetteln wurde Sarah-Jane gefragt, was für sie ein absolutes „No-Go-Geschenk“ sei. Ihre Antwort war so entwaffnend ehrlich, dass man kurz innehalten musste. „Nee, gibt es bei mir tatsächlich nicht“, stellte sie klar.

Was folgte, war ein Plädoyer für Dankbarkeit und Demut, das man sich einrahmen möchte. „Weißt du, was das Problem ist? Jedes Geschenk, das von Herzen kommt, selbst wenn es nur 50 Cent gekostet hat, sollte man so annehmen, wie es ist“, erklärte Sarah-Jane mit ernster Miene. Für sie ist der materielle Wert völlig irrelevant. Diese Einstellung zeugt von einer Reife und Bodenständigkeit, die manchen Influencern und Reality-Stars oft fehlt.

Sie führte ihren Gedankengang weiter aus und betonte: „Man sollte nicht undankbar sein, weil viele Menschen haben einfach nicht die Möglichkeit, große Geschenke zu schenken. Und dann kommt es eben auf die Geste an.“ In diesem Moment sprach nicht der TV-Star, sondern die junge Frau, die weiß, dass das Leben nicht nur aus Glanz und Gloria besteht. Sie erinnerte uns daran, dass das Privileg des Schenkens und Beschenktwerdens keine Selbstverständlichkeit ist.

Das wertvollste Geschenk von allen: Zeit

Sarah-Janes Definition von wahrem Reichtum gipfelte in einer Aussage, die den wahren Geist von Weihnachten einfängt. Selbst eine einfache Weihnachtskarte mit einem personalisierten Text sei für sie Grund genug für tiefe Dankbarkeit. Warum? „Weil derjenige hat Zeit investiert. Und das größte Geschenk, was man einer Person schenken kann, ist eben Zeit.“

In einer Großfamilie wie den Wollnys, wo Aufmerksamkeit aufgrund der schieren Anzahl an Personen ein rares Gut sein kann, wiegt Zeit besonders schwer. Zeit zum Zuhören, Zeit zum gemeinsamen Lachen, Zeit zum bloßen Dasein. Sarah-Janes Worte sind eine sanfte Mahnung an uns alle, das Smartphone wegzulegen, den Stresspegel zu senken und uns auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: die Menschen um uns herum.

Ein Fazit, das berührt

Das Interview mit Sarah-Jane Wollny hinterlässt ein warmes Gefühl im Bauch. Es zeigt, dass hinter den Kulissen der lauten und manchmal chaotischen TV-Familie ein Herz aus Gold schlägt. Die Wollnys mögen polarisieren, sie mögen laut sein, aber an Weihnachten sind sie vor allem eins: eine Familie, die Kartoffelsalat isst, sich über kleine Gesten freut und die gemeinsame Zeit als das höchste Gut betrachtet.

In einer Welt, die oft von Oberflächlichkeiten dominiert wird, ist diese Botschaft erfrischend und wichtig. Vielleicht sollten wir uns alle eine Scheibe von dieser Wollny-Weihnacht abschneiden: Weniger Perfektionismus, mehr Kartoffelsalat und vor allem – mehr Zeit füreinander. Denn am Ende des Tages sind es nicht die teuren Pakete unter dem Baum, an die wir uns erinnern werden, sondern die Momente, in denen wir uns wirklich gesehen und geliebt gefühlt haben. Frohe Weihnachten!