Es sind Bilder, auf die ganz Österreich und die deutsche High-Society gewartet haben. Wenn der reichste Mann der Alpenrepublik und die wohl glamouröseste TV-Moderatorin des Landes gemeinsam auftreten, stehen die Uhren für einen Moment still. Doch der jüngste Auftritt von Mark Mateschitz (33) und Victoria Swarovski (32) in Leipzig war weit mehr als nur ein Schaulaufen der Eitelkeiten oder ein klassischer Red-Carpet-Moment. Er war eine Demonstration von Zusammenhalt, tiefer Verbundenheit und vor allem: eine hochemotionale Verbeugung vor einem Mann, der diesen Tag nicht mehr erleben durfte – Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz.

Ein seltener Anblick: Das “Traumpaar” im Rampenlicht

Seit über zweieinhalb Jahren gelten der Red-Bull-Erbe und die Swarovski-Kristall-Erbin als das absolute “Power-Couple” im deutschsprachigen Raum. Doch gemeinsame öffentliche Auftritte sind rar gesät. Mark Mateschitz, der das milliardenschwere Imperium seines Vaters im Hintergrund lenkt, meidet das Blitzlichtgewitter meist wie der Teufel das Weihwasser. Er gilt als bodenständig, zurückhaltend und medienscheu – ganz im Gegensatz zu seiner Victoria, die als Moderatorin von “Let’s Dance” die großen Bühnen liebt und beherrscht.

Dass sie sich nun ausgerechnet bei der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle von RB Leipzig gemeinsam zeigten, war ein klares Statement. Arm in Arm, lässig gekleidet und sichtlich vertraut schritten sie durch den 60 Millionen Euro teuren Neubau am “Arenablick 1”. Die Botschaft war unmissverständlich: Wir gehören zusammen, und wir stehen auch bei den schweren, emotionalen Terminen Seite an Seite.

Das emotionale Vermächtnis: Ein Haus für “Didi”

Der Anlass für die Reise nach Sachsen hätte kaum symbolträchtiger sein können. Die Eröffnung der neuen RB-Zentrale war nicht einfach nur ein Verwaltungsakt. Es war die Vollendung eines der letzten Herzensprojekte von Dietrich “Didi” Mateschitz. Der 2022 verstorbene Red-Bull-Patriarch hatte den Bau persönlich initiiert. Seine Vision war klar: Er wollte dem Verein, den er von der Oberliga in die Champions League geführt hatte, ein “richtiges Zuhause” geben. “Wir müssen was Tolles bauen”, sollen seine Worte gewesen sein, an die sich Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer von Red Bull, in seiner rührenden Eröffnungsrede erinnerte.

Für Mark Mateschitz dürfte dieser Moment ein Wechselbad der Gefühle gewesen sein. Den Stolz auf das vollendete Werk seines Vaters zu spüren, während dieser selbst nicht mehr dabei sein kann, wiegt schwer. In genau diesen Sekunden bewies Victoria Swarovski, warum sie die perfekte Partnerin an seiner Seite ist. Sie wich ihm nicht von der Seite, suchte immer wieder den Blickkontakt und gab ihm sichtlich jenen Halt, den man nur in einer tiefen, vertrauensvollen Partnerschaft findet. Beobachter vor Ort berichteten von einer greifbaren Intimität zwischen den beiden – fernab von inszenierten Posen. Es war der stille Trost einer verständnisvollen Partnerin.

Zwei Dynastien, ein Verständnis

Dass Victoria Swarovski genau weiß, wie sich Mark in solchen Momenten fühlt, ist kein Zufall. Beide stammen aus Familien, deren Namen weltweit bekannt sind. Beide wissen, was es bedeutet, mit dem “goldenen Löffel”, aber auch mit der riesigen Verantwortung eines berühmten Nachnamens aufzuwachsen.

Victoria, Spross der legendären Tiroler Kristall-Dynastie, hat sich zwar bewusst gegen eine Rolle im operativen Geschäft des Familienimperiums entschieden und ihre eigene Karriere im Showbusiness aufgebaut, doch die Mechanismen und den Druck einer Unternehmerfamilie kennt sie von Kindesbeinen an. “Wenn eine weiß, wie es ist, in einer Dynastie groß zu werden und dieses schwere Erbe anzutreten, dann Victoria”, heißt es aus dem Umfeld des Paares. Sie versteht den Spagat zwischen öffentlicher Erwartungshaltung und dem Wunsch nach Privatsphäre, den Mark täglich meistern muss.

Während Mark als Alleinerbe von 49 Prozent der Red Bull GmbH die Last und die Zukunft des Konzerns auf seinen Schultern trägt, hat Victoria ihren eigenen Weg gefunden. Sie moderiert Primetime-Shows, gründete ihr eigenes Beauty-Label “Orimei” und ist als Influencerin erfolgreich. Diese Unabhängigkeit scheint eines der Erfolgsgeheimnisse ihrer Liebe zu sein. Sie braucht ihn nicht für den Ruhm oder das Geld – sie hat beides selbst. Das schafft eine Augenhöhe, die in Kreisen der “Superreichen” selten ist.

Ein Gebäude der Superlative als Denkmal

Die Kulisse für diesen Auftritt war indes atemberaubend. Die neue Geschäftsstelle von RB Leipzig, gelegen direkt am Stadion, ist ein architektonisches Meisterwerk. Auf 14.500 Quadratmetern bietet sie Platz für 300 Mitarbeiter. Nachhaltigkeit war – ganz im Sinne der Mateschitz-Philosophie – ein zentrales Thema: 2.000 Kubikmeter Fichtenholz aus dem Bayerischen Wald wurden verbaut, Photovoltaikanlagen zieren das Dach. Es ist ein Gebäude, das “seinesgleichen sucht”, wie Oliver Mintzlaff betonte.

Dass Mark Mateschitz persönlich zur Eröffnung erschien, unterstreicht die Bedeutung des Standorts Leipzig für den Konzern, aber auch seine Bereitschaft, das Erbe seines Vaters aktiv fortzuführen. Er tut dies jedoch auf seine eigene Art: leiser, jünger, aber nicht weniger entschlossen. Und mit Victoria an seiner Seite wirkt dieser oft so unnahbare Milliardärs-Sohn plötzlich nahbar und menschlich.

Die Zukunft des Paares

Nach diesem Auftritt fragen sich viele: Was kommt als Nächstes? Die Gerüchteküche brodelt natürlich weiter. Hochzeitsglocken? Familiengründung? Bisher schweigen beide dazu eisern. Victoria wird bald wieder für “Let’s Dance” vor der Kamera stehen und Millionen TV-Zuschauer begeistern. Mark wird weiter im Hintergrund die Fäden des weltweiten Energy-Drink- und Sport-Imperiums ziehen.

Doch dieser Tag in Leipzig hat eines gezeigt: Die beiden sind ein eingespieltes Team. Sie ergänzen sich perfekt – der ruhige Stratege und der strahlende Show-Star. Wenn Victoria ihm bei solchen “Pflichtterminen” den Rücken stärkt, wirkt alles leichter. Und vielleicht sieht man den Red-Bull-Chef demnächst ja auch mal im Kölner TV-Studio, um seiner Victoria bei der Arbeit zuzujubeln. Es wäre der nächste Beweis dafür, dass diese Liebe echt ist – und dass sie gekommen ist, um zu bleiben.

Für den Moment bleibt das Bild eines Paares, das inmitten von Millionen-Investitionen und Business-Talk vor allem eines zeigte: Herz. Und das hätte Dietrich Mateschitz sicherlich am meisten gefreut.