Es sollte eine Zeit der Ruhe, der Besinnung und des Friedens sein. Doch für Konstantin Schreiber, den bekannten Journalisten und ehemaligen Sprecher der „Tagesschau“, verwandelte sich das diesjährige Weihnachtsfest in ein beklemmendes Szenario aus Angst und Bedrohung. Während Millionen Deutsche die Feiertage im Kreis ihrer Liebsten verbrachten, wurde der 46-Jährige erneut zur Zielscheibe eines Hasses, der tief blicken lässt – in die Abgründe der sozialen Netzwerke und die Ohnmacht des deutschen Rechtsstaats.

Ein Weihnachtsgruß mit fatalen Folgen
Konstantin Schreiber, der sich in der Vergangenheit intensiv und kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt hat, wollte an Heiligabend lediglich positive Schwingungen verbreiten. Aus dem sonnigen Süden sendete er via Instagram Weihnachtsgrüße an seine Community. Seine Worte waren bedacht, fast schon philosophisch: „Ich wünsche euch allen ein Weihnachtsfest mit Ruhe, mit Menschen, die gut tun und mit dem Gefühl, dass Verbindung möglich bleibt – gerade in unruhigen Zeiten.“
Es war eine Botschaft der Versöhnung. Doch das Echo, das ihn am zweiten Weihnachtsfeiertag erreichte, war alles andere als versöhnlich. In seinem Posteingang landete eine Nachricht, die nicht nur beleidigend, sondern zutiefst bedrohlich war. Ein User, dessen Profilbild und Name in der veröffentlichten Story geschwärzt waren, schrieb in aggressivem Tonfall: „Pass mal bisschen auf, was du postest und was für einen Müll du von dir gibst.“
Doch es blieb nicht bei Pöbeleien. Der Verfasser wurde konkret und bezog sich eindeutig auf Schreibers journalistische Vergangenheit: „Weil sehe ich noch einmal nur einen Post von dir gegen den Islam, dann werde ich dich dafür zur Rechenschaft ziehen, du Heuchler.“ Der wohl beängstigendste Satz folgte am Schluss: „Und diese Rechenschaft wird nicht im Rahmen deutscher Gesetze sein.“
Die Ohnmacht des Rechtsstaats
Diese Worte wiegen schwer. Sie implizieren eine Art der Bestrafung, die sich außerhalb unserer zivilisierten Ordnung bewegt – Selbstjustiz, Gewalt, religiöser Fanatismus. Für Schreiber ist dies kein Einzelfall, sondern traurige Routine. Doch seine Reaktion auf diese spezifische Drohung offenbart ein noch viel größeres, gesellschaftliches Problem: Die Resignation vor der Justiz.
Schreiber veröffentlichte die Nachricht mit dem sarkastischen Kommentar: „Ein Weihnachtsgruß der anderen Art.“ In einer weiteren Erläuterung legte er dar, warum er den Weg zur Polizei mittlerweile oft für sinnlos hält. „Das Schlimme sei, dass eine Anzeige wahrscheinlich noch nicht einmal etwas bringen würde“, erklärte der Autor resigniert. Die Täter im Netz seien mittlerweile so geschult, dass sie genau wüssten, wie sie ihre Drohungen formulieren müssten.
Die Formulierung „zur Rechenschaft ziehen“ bewege sich in einer juristischen Grauzone. Ein Verteidiger könnte dies vor Gericht als harmlose Ankündigung einer verbalen Auseinandersetzung oder einer zivilrechtlichen Klage deuten. Dass der Kontext – „nicht im Rahmen deutscher Gesetze“ – eine physische Bedrohung suggeriert, reicht oft nicht für eine strafrechtliche Verurteilung wegen Bedrohung nach § 241 StGB, solange kein explizites Verbrechen (wie Mord oder Körperverletzung) konkret angekündigt wird. „So können sich leider viele Hater sehr sicher sein und wissen offenbar auch genau, wie sie Zuschriften formulieren müssen, damit sie mit ihrem Müll durchkommen“, so Schreiber.

Die Geister, die er rief?
Konstantin Schreiber ist kein Unbekannter in der Debatte um den Islam in Deutschland. Mit seiner Buchreihe „Inside Islam“ und dem TV-Format „Moscheereport“ wagte er sich vor Jahren an ein Thema, das in Deutschland wie kaum ein zweites polarisiert. Er übersetzte Predigten aus deutschen Moscheen, zeigte auf, wo gegen westliche Werte gehetzt wurde, und wollte Transparenz schaffen.
Doch der Preis für diese journalistische Arbeit war hoch. Schreiber wurde nicht nur von Islamisten bedroht, sondern auch von linken Aktivisten massiv angefeindet, die ihm Rassismus und Einseitigkeit vorwarfen. Der Tiefpunkt dieser Kampagne war ein Vorfall im August 2023 an der Universität Jena, als er während einer Lesung Opfer eines Tortenwurfs wurde. Kurz darauf zog Schreiber die Reißleine. In einem viel beachteten Interview verkündete er damals, sich nicht mehr öffentlich zum Islam äußern zu wollen. Er wolle keine Bücher mehr dazu schreiben und keine Talkshow-Einladungen zu diesem Thema annehmen – um sich und seine Familie zu schützen.
Dass er nun, Jahre später und trotz seines selbsterlegten Schweigens, an Weihnachten wegen eines harmlosen Grußes erneut ins Visier gerät, zeigt die Unbarmherzigkeit seiner Gegner. Es geht ihnen nicht um eine sachliche Auseinandersetzung. Es geht um Dominanz, um Einschüchterung und darum, eine ehemals kritische Stimme dauerhaft zum Verstummen zu bringen – selbst wenn diese nur „Frohe Weihnachten“ wünscht.
Ein Signal der Angst
Der Fall Schreiber ist symptomatisch für eine Entwicklung, die Experten seit Jahren mit Sorge beobachten. Wenn Journalisten, die Missstände aufdecken, so massiv unter Druck gesetzt werden, dass sie verstummen, leidet die Demokratie. Die sogenannte „Schere im Kopf“ ist längst Realität geworden. Schreibers Rückzug war bereits ein Warnsignal; die aktuellen Drohungen sind der Beweis dafür, dass das Zurückweichen die Täter nur noch mehr ermutigt.
Es ist eine bittere Ironie, dass Schreiber, der fließend Arabisch spricht und lange in der arabischen Welt lebte, als Brückenbauer gestartet war. Seine Sendung „Marhaba“, die Flüchtlingen Deutschland erklärte, wurde einst mit Preisen überhäuft. Doch sobald der Blick kritisch wurde, kippte die Stimmung.

„Frohe Weihnachten zurück!“
Trotz der beklemmenden Situation versucht Konstantin Schreiber, sich seinen Humor und seine Würde nicht nehmen zu lassen. Auf die hasserfüllte Nachricht antwortete er dem unbekannten Absender lediglich mit drei Worten: „Frohe Weihnachten zurück!“
Es ist eine Geste des Trotzes. Ein Versuch, dem Hass mit Freundlichkeit zu begegnen, auch wenn es innerlich brodeln mag. Doch hinter diesem kurzen Satz verbirgt sich die tragische Erkenntnis, dass ihm kaum andere Mittel bleiben. Der Staat kann ihn in den Weiten des Internets oft nicht schützen, und die gesellschaftliche Solidarität ist in solchen Fällen oft leiser als der Lärm der Hater.
Für Konstantin Schreiber mag dieses Weihnachtsfest durch die Drohung überschattet gewesen sein. Für die Öffentlichkeit sollte es jedoch ein Weckruf sein. Wenn „Rechenschaft nicht nach deutschen Gesetzen“ zur gängigen Drohkulisse gegen Journalisten wird und diese sich machtlos fühlen, dann haben wir als Gesellschaft ein Problem, das weit über einen Instagram-Post hinausgeht. Es ist ein Angriff auf die Freiheit des Wortes – und dieser findet nicht irgendwo in der Ferne statt, sondern mitten unter uns.
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