Er ist das Gesicht des deutschen Selfmade-Luxus: Robert Geiss (61). Mit flotten Sprüchen, teuren Yachten und einem geschätzten Vermögen von 70 bis 100 Millionen Euro hat er sich und seine Familie zur Marke gemacht. Doch wer glaubt, dass im Hause Geiss der Segen immer schief hängt und die Millionen nur so fließen, der sieht sich nun eines Besseren belehrt. In einer überraschenden Offenbarung hat der Patriarch nun Einblick in sein wohl gehütetes Testament gegeben – und das sorgt nicht nur bei seinen Töchtern Davina (22) und Shania (21) für lange Gesichter, sondern auch in der Öffentlichkeit für reichlich Gesprächsstoff. Denn Robert Geiss hat einen Plan, und der beinhaltet deutlich weniger Bargeld, als viele vermutet hätten.

Der Mythos vom einfachen Erbe

Es ist das klassische Bild, das viele von den „Geissens“ haben: Ein Leben auf der Überholspur, Penthouse in Monaco, Shopping-Trips in Dubai und der Champagner fließt in Strömen. Robert Geiss, der Mann, der einst mit dem Verkauf seiner Modefirma „Uncle Sam“ den Grundstein für diesen Reichtum legte, ist bekannt dafür, seinen Wohlstand gerne und oft zu zeigen. Protziger Luxus gehört für den 61-Jährigen zum Alltag wie die Sonnenbrille auf der Nase. Doch hinter der Fassade des spendablen Familienoberhaupts steckt ein knallharter Geschäftsmann, der auch vor dem eigenen Nachwuchs nicht Halt macht, wenn es um finanzielle Prinzipien geht.

Die Tage sind auch für Selfmade-Millionäre gezählt, und die alte Weisheit „Das letzte Hemd hat keine Taschen“ scheint auch Robert Geiss umzutreiben. Doch statt sein Vermögen einfach durch zwei zu teilen und seinen geliebten Töchtern ein sorgenfreies Leben im puren Geldregen zu ermöglichen, zieht er die Zügel straff an. „Die Kinder bekommen jeder einen Betonlutscher“, verkündete Robert kürzlich in seiner gewohnt direkten Art. Ein Begriff, der zunächst für Verwirrung sorgt, aber bei genauerem Hinsehen die ganze pragmatische Härte seiner Erziehung offenbart.

Was sind „Betonlutscher“?

Mit dem liebevollen, aber auch etwas abfälligen Wort „Betonlutscher“ meint Robert Geiss nichts anderes als Immobilien. Mehrstöckige Gebäude, Steine, Beton – festes Kapital. Wer nun denkt, das sei doch ein fantastisches Geschenk, übersieht die Botschaft dahinter: Es gibt kein schnelles Geld. Es gibt keine Millionenüberweisung, mit der man sofort die nächste Luxus-Boutique leerkaufen oder eine Weltreise buchen kann. Immobilien bedeuten Arbeit, Verwaltung und Verantwortung. Sie sind illiquide. Man kann nicht von einem Stück Mauerwerk abbeißen, wenn man Hunger auf Kaviar hat.

Damit macht der Familienpatriarch unmissverständlich klar: Fauler Luxus ohne eigene Leistung? Nicht mit ihm. Er will verhindern, dass das mühsam aufgebaute Vermögen innerhalb einer Generation verprasst wird. Seine Töchter sollen nicht einfach nur „Erbtanten“ sein, die das Geld des Vaters aus dem Fenster werfen. Sie sollen Verwalterinnen werden, die den Wert des Geldes – oder eben des Betons – zu schätzen wissen. Es ist eine Erziehungsmaßnahme, die bis über seinen Tod hinausreichen soll. Eine Lektion in Demut, verpackt in Quadratmetern.

Vom Beschützer zum Kuppler: Die Kehrtwende des Vaters

Doch das Testament ist nicht der einzige Punkt, an dem Robert Geiss derzeit für Kopfschütteln sorgt. Während er beim Thema Geld den strengen Zuchtmeister mimt, scheint er in einem anderen Bereich plötzlich alle Prinzipien über Bord zu werfen: beim Liebesleben seiner Töchter. Jahrelang galt Robert als der typische, überfürsorgliche Vater, der jeden potenziellen Freund seiner Töchter am liebsten mit dem Schrotgewehr vom Hof gejagt hätte. „Früher wollte Papa nicht, dass wir einen Freund haben“, beschwert sich Shania mit spitzer Zunge.

Doch diese Zeiten sind vorbei. Heute wirkt es fast so, als hätte Robert es plötzlich eilig, seine Töchter unter die Haube zu bringen – vorausgesetzt, die Partie stimmt. Zwischen den Zeilen seiner jüngsten Aussagen klingt mehr als deutlich durch: Eine standesgemäße Ehe wäre ganz nach seinem Geschmack. Der Vater mutiert zum Matchmaker, und dabei scheint ihm jedes Mittel recht zu sein.

Der Vorfall vor der Spielberg-Yacht

Eine Szene illustriert diesen Sinneswandel besonders drastisch und sorgt derzeit für viel Amüsement, aber auch Kritik in den sozialen Netzwerken. Als die Familie Geiss kürzlich in ihrer gewohnten Manier an der Mega-Yacht von Regie-Legende Steven Spielberg (78) vorbeischipperte, brach es aus Robert heraus. Statt die filmischen Werke des Meisters zu würdigen, galt sein Interesse einzig und allein dem Stammbaum des Hollywood-Giganten.

„Wie alt sind die Kinder? Ist da einer dabei, den wir gebrauchen können?“, polterte Robert, halb im Scherz, halb mit jenem geschäftsmännischen Ernst, den man von ihm kennt. Ein Satz, der tief blicken lässt. Er reduziert die Partnerwahl auf den Nutzen für das Familienimperium. Ein Spielberg-Spross als Schwiegersohn? Das würde ins Konzept passen. Das wäre die Fusion von deutschem Reality-Geld und Hollywood-Einfluss.

Die Reaktion seiner Töchter sprach Bände. Wenig begeistert, eher peinlich berührt, ließen sie die Kuppel-Versuche ihres Vaters über sich ergehen. Dass Schneier und Davina mittlerweile erwachsene Frauen sind, die ihre eigenen Entscheidungen treffen wollen, scheint Robert in seinem Eifer gerne zu übersehen. Für ihn ist das Projekt „Zukunftssicherung“ offenbar ein Familienunternehmen, bei dem der CEO die strategischen Fusionen plant.

Kontrolle als Liebesbeweis?

Hinter den flapsigen Sprüchen und der zur Schau gestellten Härte steckt jedoch ein komplexes psychologisches Muster. Robert Geiss liebt seine Töchter, das steht außer Frage. Doch seine Art der Fürsorge ist untrennbar mit Kontrolle verbunden. Er ist ein Mann, der sein Leben lang die Zügel in der Hand hielt. Der Gedanke, dass seine Töchter an einen „Nichtsnutz“ geraten könnten, der es nur auf das Geiss-Vermögen abgesehen hat, dürfte sein größter Albtraum sein.

Indem er das Barvermögen im Testament begrenzt und gleichzeitig nach „reichen“ Schwiegersöhnen Ausschau hält, versucht er, genau dieses Szenario zu verhindern. Wenn der Schwiegersohn selbst Geld hat, so die Logik, muss er nicht das Geld der Geissens ausgeben. Dass es für ihn dabei scheinbar kein Problem wäre, wenn der Wohlstand „angeheiratet“ wird, offenbart eine gewisse Doppelmoral, die jedoch in Kreisen der High Society nicht unüblich ist. Geld heiratet Geld – so bleibt das Vermögen sicher.

Eine Warnung an alle Anwärter

Roberts öffentliches Nachdenken über sein Testament und die Partnerwahl seiner Töchter ist auch als eine klare Warnung zu verstehen. Eine Warnung an jeden jungen Mann, der davon träumt, Teil des Geiss-Clans zu werden. Wer ins Herz von Davina oder Shania will, muss erst an Papa Robert vorbei. Und der prüft nicht nur den Charakter, sondern offenbar auch die Bonität und den gesellschaftlichen Status.

Für Davina und Shania bedeutet das eine Zwickmühle. Einerseits genießen sie die Privilegien, die ihnen ihr Vater ermöglicht. Andererseits wächst der Druck, den Erwartungen des Patriarchen gerecht zu werden. Die „Betonlutscher“ sind ein Symbol für diese Last: Ein großes, schweres Erbe, das man nicht einfach genießen kann, sondern das Arbeit erfordert.

Fazit: Das letzte Wort hat immer Robert

Die Diskussion um das Testament von Robert Geiss zeigt, dass Reichtum allein nicht vor familiären Konflikten schützt. Im Gegenteil, er macht sie oft komplizierter. Robert versucht, mit seinem Testament aus dem Grab heraus zu regieren und sicherzustellen, dass sein Lebenswerk nicht zerfällt. Ob seine Töchter diesen Weg mitgehen oder ob sie sich am Ende doch gegen die „Betonlutscher“-Politik und die Verkupplungsversuche auflehnen, wird die Zukunft zeigen.

Eines jedoch ist sicher: Langweilig wird es bei den Geissens nie. Und jeder potenzielle Schwiegersohn sollte sich warm anziehen – oder zumindest eine eigene Yacht vorweisen können, bevor er bei Robert um die Hand der Tochter anhält. Denn wie Robert Geiss eindrucksvoll beweist: Vertrauen ist gut, Kontrolle (und Beton) ist besser.