Es ist der 31. Dezember, der Sekt steht kalt, die Raketen sind bereitgelegt, und Millionen Deutsche versammeln sich vor den Fernsehgeräten, um das alte Jahr gebührend zu verabschieden. In der Welt des deutschen Schlagers gibt es dafür seit Kurzem eine Adresse, die alle anderen in den Schatten stellt: den “Silvester-Schlagerbooom”. Doch was auf dem Bildschirm wie eine glitzernde, perfekt inszenierte Party der Superlative wirkt, war hinter den Kulissen bis vor Kurzem noch eine echte Zitterpartie. Florian Silbereisen, der Kapitän des deutschen Unterhaltungsfernsehens, hat nun in einem offenen Gespräch mit der Münchner Abendzeitung (AZ) enthüllt, wie knapp das Event in München eigentlich vor dem Aus stand – und warum wir es am Ende doch einem ganz bestimmten Fußballverein und einer durchsetzungsstarken Frau zu verdanken haben.

Ein Event auf Messers Schneide: Die dramatische Suche nach der Location
Wenn Florian Silbereisen ruft, kommen sie alle. Stars wie Roland Kaiser, Maite Kelly, Howard Carpendale und Andy Borg lassen sich nicht zweimal bitten. Doch selbst die größte Stardichte nützt nichts, wenn man kein Dach über dem Kopf hat. Genau das war das Problem, das den Verantwortlichen des Bayerischen Rundfunks (BR) und dem Produktionsteam von Jürgens TV in den letzten Monaten den Schlaf raubte.
“Das war gar nicht so einfach, weil natürlich rund um Silvester alles belegt war”, gestand Silbereisen im Interview. München, die Weltstadt mit Herz, ist zum Jahreswechsel ein heißes Pflaster. Jede Halle, jeder Saal, jede noch so kleine Eventlocation ist oft Jahre im Voraus ausgebucht. Hinzu kam ein Anspruch, der die Suche massiv erschwerte: Es musste live sein.
Während viele andere TV-Sender ihre Silvesterprogramme schon Wochen, manchmal sogar Monate im Voraus aufzeichnen, um den Produktionsstress zu entzerren, wollte Silbereisen das pure, unverfälschte Live-Erlebnis. “Wir wollten den Silvester-Schlagerbooom auf gar keinen Fall schon Wochen vorher aufzeichnen”, betonte der 44-Jährige. Diese Entscheidung für Authentizität und gegen die bequeme Konserve brachte das Team jedoch in eine logistische Bredouille. Eine Halle zu finden, die nicht nur frei ist, sondern auch die technischen Voraussetzungen für eine mehrstündige Live-Übertragung im Ersten bietet, glich der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Der unerwartete Retter: FC Bayern München
Die Lösung kam schließlich aus einer Richtung, mit der wohl kaum ein Schlagerfan gerechnet hätte. Nicht ein Kulturzentrum oder eine klassische Konzerthalle öffnete ihre Tore, sondern der Sport. Genauer gesagt: der FC Bayern München.
Florian Silbereisen lüftete das Geheimnis um die ungewöhnliche Location: “Dass der Silvester-Schlagerbooom dennoch in München stattfinden kann, ist dem FC Bayern München zu verdanken.” Bereits im vergangenen Jahr zeigte sich der Rekordmeister von seiner flexiblen Seite. Um Platz für die Schlager-Elite zu machen, war der Verein bereit, ein Basketballspiel seiner Mannschaft in eine andere Halle zu verlegen. Damit wurde der BMW Park, die Heimspielstätte der Bayern-Basketballer, frei für die große Bühne.
Diese Kooperation erwies sich als so fruchtbar, dass man auch in diesem Jahr wieder auf die Arena im Westpark setzt. “In diesem Jahr sind wir wieder dort”, freut sich Silbereisen. Es ist eine Synergie aus Sport und Showbusiness, die beweist, dass in München manchmal ungewöhnliche Wege gegangen werden müssen, um Großes zu ermöglichen. Wenn am Silvesterabend um 20:15 Uhr die Lichter angehen, dann tanzen die Stars dort, wo sonst Körbe geworfen werden.

Von der “Eintagsfliege” zur Tradition?
Interessanterweise war der “Silvester-Schlagerbooom” ursprünglich gar nicht als dauerhafte Institution geplant. Die Show zum Jahreswechsel 2024/2025 war eigentlich als einmaliges Event angedacht. Florian Silbereisen gab offen zu, dass er dem Thema Silvester-Shows jahrelang skeptisch gegenüberstand.
“Wir haben tatsächlich jahrelang alle Silvesteranfragen immer wieder abgesagt. Es gab viele gute Gründe dafür”, erklärte der Showmaster. Man kann nur spekulieren, was diese Gründe waren – vielleicht der Wunsch, den Jahreswechsel einmal privat zu feiern, im Kreis der Familie, fernab von Scheinwerfern und Regieanweisungen. Denn wer das ganze Jahr über auf Tournee ist und eine Samstagabendshow nach der anderen moderiert, sehnt sich an solchen Tagen vielleicht einfach nur nach Ruhe.
Doch dann trat Iris Mayerhofer auf den Plan. Die Unterhaltungschefin des Bayerischen Rundfunks hatte eine Vision und ließ sich von den bisherigen Absagen nicht beirren. “Sie wollte den Silvester-Schlagerbooom und sie hat sich einfach durchgesetzt”, erzählte Silbereisen mit einem Schmunzeln. Es scheint, als habe Mayerhofer genau den richtigen Nerv getroffen und die Überzeugungskraft besessen, die nötig war, um den Entertainer umzustimmen.
Und das Ergebnis gibt ihr recht. “Wir haben es nicht bereut”, resümiert Silbereisen heute. Der Erfolg der vergangenen Ausgabe und die massive positive Resonanz des Publikums haben aus dem “einmaligen Event” nun doch eine heiß ersehnte Zugabe gemacht.
Keine “Stade Zeit” für den Showmaster
Während für die meisten Menschen die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr – die sogenannten “Jahren” – eine Phase der Entspannung und Besinnung ist, bedeutet sie für Florian Silbereisen Hochleistungssport. Von “Stader Zeit”, der bayerischen Bezeichnung für die ruhige Zeit, kann bei ihm keine Rede sein.
“Während andere die Tage zwischen Weihnachten und Silvester nutzen, um sich vom vorangegangenen Stress zu erholen, gibt es für mich keine Stade Zeit”, so der Moderator. Die Vorbereitungen für eine Live-Show dieser Größenordnung sind immens. Proben, Soundchecks, Besprechungen mit den Künstlern, Maske, Kostüme – der Terminkalender platzt aus allen Nähten.
Silbereisen wirkt dabei jedoch nicht gehetzt, sondern fokussiert. Er ist ein Profi durch und durch, der weiß, was er seinem Publikum schuldig ist. Dennoch gibt es auch bei ihm Momente, in denen er sich wünscht, die Uhr anhalten zu können. “Aktuell wünsche ich mir gerade nur, dass der Dezember im nächsten Jahr mehr Tage hat”, scherzte er gegenüber der AZ. “Irgendwie ist die Zeit zwischen dem ersten Advent, Weihnachten und Silvester für alles das, was in diesen Wochen ansteht, viel zu kurz.” Ein Gefühl, das sicherlich viele seiner Zuschauer teilen können, auch wenn sie keine Millionen-Show moderieren müssen.

Ein Line-up der Extraklasse und der Blick nach Berlin
Trotz des Stresses und der logistischen Hürden überwiegt am Ende die Vorfreude. Und die Gästeliste liest sich wie das “Who is Who” der deutschen Musikszene. Dass Legenden wie Roland Kaiser und Howard Carpendale dabei sind, adelt die Veranstaltung. Auch Maite Kelly, Unheilig, Andy Borg und DJ Ötzi garantieren Stimmung, die den BMW Park zum Kochen bringen wird.
Besonders emotional dürfte der Moment um Mitternacht werden. Die Show beschränkt sich nämlich nicht nur auf die Halle in München. Pünktlich zum Jahreswechsel schaltet die ARD live nach Berlin zum Brandenburger Tor, um das große Feuerwerk zu übertragen. Es ist dieser Mix aus intimer Party-Atmosphäre in der Halle und dem großen nationalen Moment in der Hauptstadt, der das Konzept so einzigartig macht.
Für Florian Silbereisen ist klar: Der Aufwand hat sich gelohnt. “Deshalb kann ich mich wirklich uneingeschränkt auf Silvester freuen”, sagt er. Wenn er am 31. Dezember auf die Bühne tritt, werden die Sorgen um die Hallensuche und der Stress der Vorbereitung vergessen sein. Dann zählt nur noch die Musik, das Publikum und der gemeinsame Start in ein hoffentlich glückliches neues Jahr. Und wer weiß, vielleicht wird dank der Hartnäckigkeit von Iris Mayerhofer und der Gastfreundschaft des FC Bayern aus der “Ausnahme” ja doch eine langjährige Münchner Tradition. Die Fans würden es sich wünschen.
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