Es ist ein Bild, das Symbolkraft besitzt und gleichzeitig eine seltene, verletzliche Seite des sonst so stoischen Machtmenschen zeigt. Markus Söder, der 58-jährige Ministerpräsident des Freistaats Bayern, steht in seinem Büro in der Staatskanzlei. Hinter ihm prangt das bayerische Staatswappen, das Zeichen seiner Autorität. Doch was den Blick des Betrachters unweigerlich fesselt, ist nicht die staatstragende Kulisse, sondern das, was Söder stützt: zwei Unterarmgehstützen. Kurz nach Weihnachten, in einer Zeit, in der das politische Berlin und München eigentlich den Atem anhalten, hat sich der CSU-Chef einer schweren und längst überfälligen Operation unterzogen.
Es war eine Nachricht, die wie ein Paukenschlag in die ruhigen Tage “zwischen den Jahren” platzte. Während die meisten Bürger die Reste des Weihnachtsbratens verspeisten und sich auf den Jahreswechsel vorbereiteten, lag einer der mächtigsten Politiker Deutschlands auf dem Operationstisch. Markus Söder hat sich eine neue Hüfte einsetzen lassen. Ein Eingriff, den er, wie er nun selbst offen zugibt, viel zu lange vor sich hergeschoben hat.

Das Ende eines offenen Geheimnisses
Wer Markus Söder in den letzten zwei, drei Jahren aufmerksam beobachtet hat, dem konnte es nicht entgangen sein. Bei Parteitagen, bei den zahlreichen Bierzeltauftritten oder beim Schreiten über den roten Teppich bei den Bayreuther Festspielen – der Gang des Franken war unrund geworden. Es war ein leichtes, aber stetiges Hinken, das sich in seine Körpersprache eingeschlichen hatte.
Lange Zeit wurde in politischen Kreisen hinter vorgehaltener Hand getuschelt. War es eine alte Sportverletzung? Der Rücken? Oder einfach der Verschleiß, den ein Leben auf der Überholspur der Macht mit sich bringt? Söder selbst, bekannt für seine Disziplin und sein Image als “Macher”, thematisierte diese offensichtliche körperliche Einschränkung nie öffentlich. Schmerzen passen nicht ins Bild eines Mannes, der Bayern durch Krisen steuern will. Schwäche zu zeigen, ist in der harten Währung der Politik oft ein Risiko.
Doch nun, Ende 2025, bricht Söder sein Schweigen. “Lange habe ich es vor mir hergeschoben”, gesteht er in einem seltenen Moment der öffentlichen Introspektion. Dieser Satz wiegt schwer. Er macht den Politiker nahbar, fast schon greifbar für die Millionen Menschen, die ebenfalls Arztbesuche aufschieben, weil “gerade keine Zeit ist” oder die Angst vor dem Eingriff zu groß erscheint. Dass nun ausgerechnet der Mann, der sonst für jede Lösung eine schnelle Antwort parat hat, beim eigenen Körper zögerte, ist eine Ironie des Schicksals, die ihn menschlich erscheinen lässt.
Die Strategie hinter dem “Weihnachts-Eingriff”
Dass die Operation genau jetzt stattfand, ist natürlich kein Zufall. In der Welt der Spitzenpolitik gibt es keinen “guten” Zeitpunkt für einen Ausfall, aber es gibt “weniger schlechte”. Die Tage nach Weihnachten bis hin zum Dreikönigstag sind traditionell die ruhigste Zeit im politischen Kalender. Die Parlamente tagen nicht, die Talkshows machen Pause, die Redaktionen fahren auf Sparflamme.
Söder nutzte dieses kurze Zeitfenster der nationalen Stille strategisch. Es ist der klassische Schachzug eines Vollblutpolitikers: Die eigene Schwäche (die Operation und die damit verbundene Unfähigkeit, Termine wahrzunehmen) in einen Zeitraum zu legen, in dem ohnehin wenig passiert, minimiert den politischen Schaden. Es verhindert Spekulationen über eine Amtsunfähigkeit und nimmt politischen Gegnern den Wind aus den Segeln, die eine längere Abwesenheit während der Sitzungswochen vielleicht instrumentalisiert hätten.
Dennoch ist ein Hüftgelenksersatz kein kleiner Eingriff, den man mal eben zwischen Gänsebraten und Silvesterraketen erledigt. Es ist eine große orthopädische Operation, bei der beschädigte Knochen- und Knorpelteile entfernt und durch künstliche Komponenten aus Titan, Keramik oder Spezialkunststoff ersetzt werden. Dass Söder sich diesem Eingriff nun stellte, zeigt, wie groß der Leidensdruck zuletzt gewesen sein muss. Das Hinken war nicht mehr nur ein ästhetisches Problem, es war zweifellos mit erheblichen Schmerzen verbunden.

“Reha läuft, Arbeit geht weiter” – Die Botschaft des Fotos
Kaum aus der Narkose erwacht, scheint der “Söder-Motor” jedoch schon wieder zu laufen. Das veröffentlichte Foto aus der Staatskanzlei ist eine sorgfältig inszenierte Botschaft an Freund und Feind. Es signalisiert: “Ich bin vielleicht angeschlagen, aber ich bin nicht raus.”
Die Bildsprache ist eindeutig. Söder trägt kein Krankenhaushemd, sondern Hemd und Sakko (wenn auch vielleicht etwas legerer als sonst). Er liegt nicht im Bett, er steht. Und vor allem: Er ist an seinem Arbeitsplatz. Die Krücken sind dabei fast wie Waffen oder Werkzeuge drapiert, die ihm helfen, seinen Dienst zu tun. “Alles gut verlaufen. Bin bereits in der Reha und trainiere fleißig”, lässt er verlauten.
Diese pragmatische Haltung ist typisch für ihn. Es ist der Versuch, Normalität zu demonstrieren, wo eigentlich Ausnahmezustand herrscht. Die Botschaft “Arbeit geht weiter” soll Sicherheit vermitteln. In einer Zeit globaler Unsicherheiten und innenpolitischer Herausforderungen will Bayerns Landesvater keine Führungslücke entstehen lassen. Er will zeigen, dass der Kopf funktioniert, auch wenn das Bein noch streikt.
Doch Mediziner und Reha-Experten, die solche Bilder sehen, dürften wohl auch mahnend den Zeigefinger heben. Eine Hüft-OP erfordert Geduld. Der Körper muss heilen, die Muskeln müssen sich an das neue Gelenk gewöhnen. Zu früher Stress, zu frühe Belastung – und sei es nur die mentale Belastung durch Regierungsgeschäfte – kann den Heilungsprozess verlangsamen. Söders “Fleiß” in der Reha in allen Ehren, aber die Gratwanderung zwischen vorbildlicher Genesungsmoral und unvernünftigem Übereifer ist schmal.
Ein Politiker ist auch nur ein Mensch
Der Fall Söder wirft ein Schlaglicht auf ein Thema, das in unserer Leistungsgesellschaft oft tabuisiert wird: Krankheit und Führung. Wir erwarten von unseren Spitzenpolitikern, dass sie rund um die Uhr funktionieren, dass sie physisch und psychisch unverwüstlich sind. Wenn sie dann doch einmal “ausfallen”, wird das oft als Störung im System wahrgenommen.
Indem Markus Söder seine Operation öffentlich macht – wenn auch erst, nachdem sie vollzogen ist –, bricht er ein Stück weit mit diesem Tabu. Sein Geständnis des “Vor-sich-her-Schiebens” ist ein Eingeständnis, das viele Wähler nachempfinden können. Wer hat nicht schon einmal den Zahnarzttermin verschoben oder die Vorsorgeuntersuchung ignoriert? Dass selbst ein Mann mit Zugang zur besten medizinischen Versorgung solche Ängste oder solches Zögern kennt, schafft eine unerwartete Ebene der Identifikation.
Gleichzeitig zeigt die schnelle Rückkehr an den Schreibtisch, wie schwer es für Menschen in Machtpositionen ist, loszulassen. Die Angst, “nicht gebraucht zu werden” oder in der Abwesenheit an Einfluss zu verlieren, ist ein ständiger Begleiter in der Politik. Söders sofortige Präsenz, selbst auf Krücken, ist auch ein Zeichen an seine Partei, die CSU, und an die politische Konkurrenz: “Macht euch keine Hoffnungen, ich bin noch da.”
Was bedeutet das für das Jahr 2026?
Mit dem Jahr 2026 vor der Tür steht Markus Söder nun vor einer doppelten Herausforderung. Politisch muss er Bayern durch ein weiteres Jahr führen, Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen und seine Rolle im bundespolitischen Gefüge behaupten. Körperlich muss er lernen, wieder richtig zu gehen. Das “Hinken”, das ihn so lange begleitete, soll der Vergangenheit angehören.
Wenn die Heilung gut verläuft, könnte Söder im Frühjahr physisch präsenter und dynamischer auftreten als in den letzten Jahren. Schmerzfreiheit ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Leistungsfähigkeit und auch für die Laune eines Menschen. Ein Söder ohne ständigen Schmerz im Hüftgelenk könnte politisch noch angriffslustiger, noch energischer werden. Die Operation könnte sich also nicht nur als medizinische Notwendigkeit, sondern auch als politischer Jungbrunnen erweisen.
Fazit: Respekt vor der Ehrlichkeit
Unabhängig von der politischen Couleur muss man Markus Söder Respekt zollen. Zum einen für die Entscheidung, einen solch schweren Eingriff endlich durchzuziehen. Zum anderen für die Art und Weise, wie er damit umgeht. Er versteckt sich nicht, er inszeniert sich nicht als leidendes Opfer, sondern als kämpferischer Rekonvaleszent.
Das Bild mit den Krücken in der Staatskanzlei wird in Erinnerung bleiben. Es steht für das Ende eines jahrelangen Leidensweges und den Beginn einer neuen Phase. Ob Söder nun, wie er sagt, “fleißig trainiert”, werden wir in den nächsten Wochen sehen. Wenn er demnächst wieder ohne Krücken und vor allem ohne das charakteristische Hinken auf die Bühne tritt, hat sich der weihnachtliche Gang ins Krankenhaus gelohnt.
Bis dahin bleibt Bayerns Ministerpräsident ein “Stehaufmännchen” im wahrsten Sinne des Wortes – momentan eben noch mit etwas Unterstützung aus Aluminium, aber mit dem unverwechselbaren Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Gute Besserung, Markus Söder!
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