In der glitzernden, oft oberflächlichen Welt des Showbusiness sind Ehen, die Jahrzehnte überdauern, so selten wie ein blauer Diamant. Skandale, Affären und der ständige Druck der Öffentlichkeit lassen selbst die glamourösesten Paare oft schon nach wenigen Jahren scheitern. Doch es gibt eine Frau, die diesen ungeschriebenen Gesetzen trotzt, die sich weder von Bankrotten noch von räumlicher Trennung beugen lässt: Verona Pooth. Seit über 20 Jahren steht sie an der Seite ihres Mannes Franjo. Nun gibt die Werbeikone und Unternehmerin einen seltenen, tiefen Einblick in das Herz ihrer Beziehung, der beweist, dass wahre Liebe nicht im Rampenlicht, sondern in den dunkelsten Stunden geschmiedet wird.

Ein Fels in der Brandung: Liebe als unverrückbares Fundament

„Wahre Liebe ist ein Fundament“, sagt Verona Pooth heute mit einer Ruhe, die nur jemand besitzt, der durch das Feuer gegangen ist. Es sind Worte, die einfach klingen, aber eine gewaltige Tiefe bergen. Seit 21 Jahren sind Verona und Franjo verheiratet – eine Ewigkeit in der Medienbranche. Doch wer glaubt, dass diese zwei Jahrzehnte ein einziger Spaziergang auf Wolke sieben waren, der irrt gewaltig.

Verona macht keinen Hehl daraus, dass sich Liebe verändert. Das anfängliche Herzklopfen, die rosarote Brille der ersten Jahre – all das weicht irgendwann der Realität. „Schwebt man in der ersten Zeit auf Wolke 7, können später auch Probleme auftauchen“, gesteht sie offen. Es ist diese brutale Ehrlichkeit, die Verona so nahbar macht. Sie verkauft uns kein Märchenschloss, sondern die Realität einer partnerschaftlichen Arbeit. Liebe, so lernt man aus ihren Worten, ist keine Selbstverständlichkeit, die man einmal geschenkt bekommt und dann für immer besitzt. Sie ist vielmehr wie ein Garten, der ständige Pflege, Aufmerksamkeit und vor allem Schutz benötigt.

Durch die Hölle und zurück: Die Bewährungsprobe

Es gab Zeiten, in denen viele darauf wetteten, dass die Ehe der Pooths am Ende sei. Wir erinnern uns alle an die Schlagzeilen, die dunklen Wolken, die über Franjo aufzogen. Es war die Zeit, als er, wie Verona es drastisch formuliert, „finanziell die Hölle durchlebte“. Für viele Partner wäre dies der Punkt gewesen, die Reißleine zu ziehen, das eigene Image zu schützen und sich in Sicherheit zu bringen. Doch nicht so Verona.

In genau dieser Phase zeigte sich der wahre Charakter der „Powerfrau“. Anstatt sich abzuwenden, rückte sie näher. Sie hielt zu ihm, als die Kritik am lautesten war. Diese Loyalität ist es, die ihre heutige Beziehung definiert. Das Fundament, von dem sie spricht, wurde nicht an sonnigen Tagen in Luxushotels gegossen, sondern in den Momenten der Existenzangst und der öffentlichen Häme gehärtet. Sie wuchs in ihre Rolle als Beschützerin hinein, bot Geborgenheit, als die Welt draußen stürmisch war. Heute kann sie mit Stolz sagen, dass ihre Ehe Krisen überstanden hat, an denen die meisten zerbrochen wären. Es ist ein Triumph der Beständigkeit über die Flüchtigkeit der modernen Wegwerfgesellschaft.

Dubai, Berlin und die Kunst der Nähe trotz Distanz

Doch kaum waren die alten Krisen bewältigt, stellte das Leben die Pooths vor eine neue Herausforderung: die räumliche Trennung. Das Familienleben der Pooths gleicht heute einem logistischen Meisterwerk. Während Sohn Rocco (13) mit Verona oft in Dubai weilt, lebt der älteste Sohn Diego (21) in Berlin, um seine eigenen Wege zu gehen. Franjo pendelt, organisiert, ist präsent.

Für Außenstehende mag dieses Konstrukt befremdlich wirken. Kann eine Ehe funktionieren, wenn tausende Kilometer zwischen den Partnern liegen? Verona beweist: Ja, sie kann – wenn das Vertrauen stimmt. Die Distanz scheint für die Pooths kein Trennungsgrund, sondern lediglich eine geografische Variable zu sein. „Meine Kinder sind einzigartig, weil sie respektvoll und großzügig sind“, schwärmt Verona. Der Zusammenhalt der Familie leidet nicht unter den Flugmeilen, er scheint dadurch sogar noch bewusster gelebt zu werden.

Wenn sich die Familie trifft, dann ist das keine Pflichtübung, sondern ein Fest. Regelmäßige Treffen sorgen dafür, dass das Band nicht reißt. Franjo ist dabei immer die Konstante an ihrer Seite. Die Entscheidung, das Leben international aufzustellen, zeugt von einem tiefen Urvertrauen. Man muss sich nicht jeden Tag sehen, um sich nah zu sein, wenn man weiß, dass der andere loyal und ehrlich ist. „Ehrlichkeit ist in der Beziehung sehr wichtig“, betont Verona. Es ist der Kitt, der die Familie zusammenhält, egal ob in der Wüste von Dubai oder im urbanen Dschungel von Berlin.

Die Löwenmutter: „Für meine Familie würde ich mein Leben geben“

Vielleicht ist es gerade ihre Rolle als Mutter, die Verona die größte Kraft verleiht. Wenn sie über Diego und Rocco spricht, verändert sich ihre Stimme, wird weicher und gleichzeitig bestimmter. „Für meine Familie würde ich mein Leben geben – in einer Sekunde“, sagt sie. Dieser Satz ist keine Floskel. Er ist das Mantra einer Frau, die ihre Familie als ihr größtes Gut betrachtet.

Diego, der mittlerweile erwachsene Sohn, und der Teenager Rocco sind das Ergebnis dieser Erziehung, die auf Respekt und Großzügigkeit basiert. Dass die Kinder trotz des Ruhms und des Reichtums der Eltern bodenständig und respektvoll wirken, rechnet Verona auch dem harmonischen Zusammenhalt mit Franjo an. Gemeinsame Kinder, so ihre Philosophie, können ein Paar noch enger zusammenschweißen, wenn man die Herausforderung der Erziehung als gemeinsames Projekt begreift.

Von Trennung kann bei diesen emotionalen Bekenntnissen also absolut keine Rede sein. Im Gegenteil: Die räumliche Entzerrung scheint der Familie Luft zum Atmen gegeben zu haben, ohne dass sie sich aus den Augen verliert. Verona Pooth hat es geschafft, ihre Ehe von den traditionellen Fesseln zu befreien und ein modernes, auf Vertrauen basierendes Modell zu leben.

Fazit: Ein Vorbild für moderne Liebe

Was können wir von Verona und Franjo lernen? Vielleicht, dass das perfekte Bild einer Ehe, das wir oft im Kopf haben – das ständige Beisammensein, die Harmonie ohne Konflikte – eine Illusion ist. Wahre Liebe zeigt sich in der Resilienz. Sie zeigt sich darin, wie man miteinander umgeht, wenn das Konto gesperrt ist, wenn die Presse vor der Tür steht oder wenn der Partner in einem anderen Land ist.

Verona Pooth ist mehr als nur eine Werbeikone. Sie ist eine Kämpferin für ihre Familie. Sie hat bewiesen, dass man gestärkt aus Krisen hervorgehen kann, wenn man nicht aufgibt. Ihr „Geheimnis“ ist eigentlich keines: Es ist harte Arbeit, bedingungslose Ehrlichkeit und die Entscheidung, jeden Tag aufs Neue „Ja“ zueinander zu sagen.

Franjo und Verona sind wieder vereint – nicht unbedingt immer am selben Ort, aber immer im Herzen. Und vielleicht ist das die stärkste Form der Vereinigung, die es gibt. In einer Welt, die sich so schnell dreht, sind sie füreinander der Anker geblieben. Und solange dieses Fundament hält, können weder Wüstenstürme noch Berliner Winter dieser Liebe etwas anhaben. Verona Pooth hat ihr Glück nicht gefunden, sie hat es sich erkämpft und bewahrt – und das ist die schönste Liebesgeschichte von allen.