Es sollte der krönende, glitzernde Abschluss eines turbulenten Musikjahres werden. Am Samstagabend, den 20. Dezember 2025, lud Schlager-Liebling Beatrice Egli zur großen Sause in die ARD ein. Das Versprechen: Ein Abend voller „Liebe, Freude und Emotionen“, ein musikalisches Wohnzimmer, in dem sich Stars und Zuschauer gleichermaßen wohlfühlen. Doch kaum waren die ersten Takte verklungen und das strahlende Lächeln der Schweizerin über die Bildschirme geflimmert, braute sich in den sozialen Netzwerken ein gewaltiges Unwetter zusammen. Statt besinnlicher Adventsstimmung herrschte auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) blankes Entsetzen. Was war passiert?

Der „Cringe“-Faktor: Weihnachten im Spätsommer
Der wohl größte Stein des Anstoßes, der die Lawine der Kritik ins Rollen brachte, war die fehlende Authentizität der Sendung. Während Beatrice Egli auf dem Bildschirm von weihnachtlichem Zauber, Kerzenschein und der besinnlichsten Zeit des Jahres schwärmte, wussten informierte Zuschauer längst Bescheid: Die Show war gar nicht live. Sie war nicht einmal zeitnah produziert worden.
Bereits Ende September, als draußen vielleicht noch die letzten warmen Sonnenstrahlen den Altweibersommer einläuteten, wurde die Sendung aufgezeichnet. Für viele Fans vor den heimischen Bildschirmen war diese Diskrepanz schlichtweg unerträglich. „Ach, noch nicht mal live“, bemerkte ein enttäuschter User trocken. Ein anderer wurde deutlicher und beschrieb das Gefühl, das viele teilten: „Irgendwie komisch. Ich mag Beatrice Egli und ihre Show, aber diese Show heute ist eine Aufzeichnung von Ende September und sie redet von Weihnachten.“ Das vernichtende Urteil folgte auf dem Fuß: „Cringe“.
In einer Zeit, in der Authentizität und Echtheit in den Medien immer höher gehandelt werden, wirkte die perfekt inszenierte Weihnachtsstimmung aus der Konserve für viele wie ein schlechter Scherz. Das Publikum im Studio, das im September auf Kommando Weihnachtsstimmung simulieren musste, wirkte auf die TV-Zuschauer im Dezember befremdlich. Die künstliche Harmonie prallte hart auf die Realität der Zuschauer, die echte Emotionen erwarteten und stattdessen eine perfekt polierte, aber seelenlose Produktion serviert bekamen.
„Sind wir jetzt in der Sportschau?“ – Verwirrung pur
Doch nicht nur der Zeitversatz sorgte für Kopfschütteln. Auch die inhaltliche Ausrichtung und die generelle Anmutung der Show stießen auf Unverständnis, das sich in teils bizarren Vergleichen entlud. „Schwachsinn diese Egli Fußballshow“, wetterte ein Kommentator, während ein anderer sich ernsthaft fragte: „Sind wir jetzt in der Sportschau?“
Woher dieser Vergleich rührt, bleibt Raum für Spekulationen – vielleicht lag es an der stadionartigen Atmosphäre, die mancherorts künstlich erzeugt wirkte, oder an einer Diskrepanz zwischen der erwarteten gemütlichen Wohnzimmer-Atmosphäre und der tatsächlichen, eventuell zu kühlen Studio-Optik. Fakt ist: Die Zuschauer fühlten sich nicht abgeholt. Der rote Faden, der durch den Abend führen sollte – der emotionale Jahresrückblick – schien für viele im Wirrwarr der Inszenierung verloren gegangen zu sein.

Gästeliste in der Kritik: Von „Ohrenkrebs“ und Dauergästen
Eine Musikshow steht und fällt mit ihren Gästen. Beatrice Egli hatte durchaus große Namen geladen: Rocklegende Chris Norman, den energiegeladenen Ben Zucker, die tiefgründige Kerstin Ott und den kultigen Dick Brave. Doch selbst dieses Staraufgebot konnte die Stimmung nicht retten. Im Gegenteil, einzelne Auftritte wurden zur Zielscheibe hämischer Spott-Attacken.
Besonders hart traf es die Darbietungen von Julia Lindholm und Linda Hesse. In einer Ära, in der Live-Gesang oft als Qualitätsmerkmal gilt, fiel den Zuschauern der massive Einsatz technischer Hilfsmittel negativ auf. „Autotune des Todes“, lautete ein gnadenloses Urteil auf X. Ein anderer User ging noch weiter und kommentierte sarkastisch: „Aber selbst Autotune kann bei diesen beiden mir unbekannten Damen nichts mehr retten: Ohrenkrebsgefahr.“ Solche Kommentare sind hart, zeigen aber deutlich, dass das Schlagerpublikum anspruchsvoll ist und technische Überkorrekturen gnadenlos abstraft.
Auch die Auswahl der etablierten Stars blieb nicht verschont. Die Anwesenheit von Maite Kelly, die gefühlt in fast jeder großen Schlagershow präsent ist, sorgte für Ermüdungserscheinungen beim Publikum. „So, den obligatorischen Kelly hätten wir“, seufzte ein Nutzer virtuell. Es scheint, als hätten sich die Zuschauer an den immer gleichen Gesichtern sattgesehen („Schlag den Star“ oder „Beatrice Egli Show“ – die Austauschbarkeit der Formate wurde offen bemängelt). Der Wunsch nach frischem Wind, nach echten Überraschungen, blieb an diesem Abend für viele unerfüllt.
Beatrice Egli: Herzblut gegen Shitstorm
Muss man Mitleid mit Beatrice Egli haben? Die sympathische Schweizerin hatte im Vorfeld der Show betont, wie viel ihr dieses Format bedeutet. „Ich freue mich sehr auf diese Show. Sie ist etwas ganz Besonderes, denn wir wollen den Menschen einen Samstagabend voller Liebe, Freude und Emotionen schenken“, wurde sie zitiert. Man nimmt ihr dieses Anliegen ab. Beatrice Egli ist bekannt für ihre herzliche Art, ihr strahlendes Lächeln und ihren unermüdlichen Einsatz für den Schlager.
Dass ihre Bemühungen nun derart zerrissen werden, ist tragisch. Sie ist das Gesicht der Show, diejenige, die die Kritik abbekommt, auch wenn sie für die redaktionellen Entscheidungen – wie den frühen Aufzeichnungszeitpunkt oder den Soundmix der Gäste – oft gar nichts kann. Sie wollte ein Fest der Freude, doch die Mechanismen der modernen TV-Produktion und die Unbarmherzigkeit der sozialen Medien machten ihr einen Strich durch die Rechnung.

Ein Symptom der TV-Landschaft?
Die vernichtende Kritik an der „Beatrice Egli Show“ ist vielleicht weniger ein Angriff auf die Person Beatrice Egli, als vielmehr ein Symptom für eine wachsende Unzufriedenheit mit dem linearen Fernsehen. Die Zuschauer durchschauen die Mechanismen. Sie merken, wenn ihnen Konserve als frisch verkauft wird. Sie hören, wenn Stimmen digital glattgebügelt werden. Und sie haben dank Social Media eine Stimme, um diesen Unmut sofort und ungefiltert in die Welt zu schreien.
Der Vergleich mit der „Sportschau“ oder die Frage, ob man „Schlag den Star“ oder diese Show schlimmer finden soll, zeigt eine gewisse Resignation. Der Samstagabendunterhaltung fehlt es anscheinend an Innovation und echter Nähe. Wenn eine Show, die „Voller Liebe“ sein will, als „cringe“ empfunden wird, ist die Verbindung zwischen Sender und Empfänger gestört.
Fazit: Quote hui, Stimmung pfui?
Ob sich der Shitstorm auf X auch in den Einschaltquoten niederschlägt, bleibt abzuwarten. Oftmals sind die lautesten Kritiker im Netz nicht repräsentativ für das Millionenpublikum vor den Fernsehern. Doch das Signal ist eindeutig: Die Fans wollen nicht für dumm verkauft werden. Sie wollen Echtheit. Eine Weihnachtsshow im September aufzuzeichnen, mag logistisch und finanziell sinnvoll sein – emotional ist es ein Eigentor.
Für Beatrice Egli bleibt zu hoffen, dass sie sich ihre positive Energie nicht nehmen lässt. Sie ist ein Profi und wird auch diesen Sturm überstehen. Aber vielleicht sollten die Macher der Show für das nächste Jahr eines auf den Wunschzettel schreiben: Mehr Mut zur Spontanität, mehr Live-Momente und weniger Autotune. Denn nur so kommt die „Liebe“, von der Beatrice so gerne spricht, auch wirklich in den Wohnzimmern an. Bis dahin bleibt diese Ausgabe der „Beatrice Egli Show“ wohl als das missverstandene Weihnachtsfest von 2025 in Erinnerung – gut gemeint, aber leider am Herzen der Fans vorbei produziert.
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