Es sollte ein glanzvoller Abend voller Magie und weihnachtlicher Tradition werden, doch für Joelina Drews, die Tochter der Schlagerlegende Jürgen Drews, endete der erste Weihnachtsfeiertag mit einem bitteren Beigeschmack und einer hitzigen Diskussion in der Öffentlichkeit. Während in der Manege des weltberühmten Zirkus Krone in München Akrobaten und Dompteure ihr Können zeigten, braute sich nicht nur vor dem Zelt, sondern auch in den sozialen Netzwerken ein Sturm der Entrüstung zusammen.

Glanz, Glamour und ein jähes Erwachen

Wie jedes Jahr zog die Premiere des Winterprogramms im Münchner Zirkusbau zahlreiche Prominente an. Auch die 30-jährige Joelina, deren Eltern mittlerweile ebenfalls in der bayerischen Landeshauptstadt residieren, ließ sich das Spektakel nicht entgehen. Auf Instagram teilte sie Eindrücke des Abends mit ihren Fans, darunter auch Ausschnitte der umstrittenen Löwenshow. Doch was für die einen Unterhaltung ist, ist für andere ein rotes Tuch.

Parallel zur Show sorgte eine Protestaktion für Aufsehen: Aktivisten der Tierschutzgruppe „Animal Rebellion“ stürmten kurz vor Ende der Vorstellung die Manege. Mit Bannern und Parolen wie „Tiere raus aus der Manege“ machten sie auf das Leid von Wildtieren in Gefangenschaft aufmerksam. Die Situation eskalierte kurzzeitig, als das Licht gelöscht wurde und Sicherheitskräfte die Störer nach draußen beförderten, wo später die Polizei wegen Hausfriedensbruchs ermittelte.

Der Shitstorm bricht los

Während Joelina von den Tumulten vor Ort vielleicht nur am Rande Notiz nahm, erreichte sie die Kritik auf digitalem Wege mit voller Wucht. Ein aufmerksamer Follower reagierte entsetzt auf ihre Storys, die tanzende Raubkatzen zeigten. Mit den harschen Worten „Wie kann man Tierquälerei unterstützen? Zum Kotzen“, konfrontierte er die Sängerin direkt auf ihrem Profil. In einer Zeit, in der das Bewusstsein für Tierschutz stetig wächst, ist der Besuch eines Zirkus mit Wildtieren für viele ein absolutes No-Go – und Prominente stehen dabei besonders im Fokus.

Joelina geht in die Offensive

Statt den Kommentar zu ignorieren oder zu löschen, entschied sich Joelina für die Konfrontation. Ihre Antwort ließ tief blicken und zeigte, wie gespalten die Meinungen zu diesem Thema immer noch sind. „Es ist okay, kritisch zu hinterfragen“, begann sie ihre Replik diplomatisch, um dann jedoch ihre persönliche Wahrnehmung dagegenzusetzen: „Ich habe es mir live angeschaut und es wirkte auf mich nicht wie Tierquälerei.“

Eine Aussage, die Öl ins Feuer goss. Der Kritiker ließ nicht locker und argumentierte emotional: „Glaubst du, dass es den Großkatzen gefällt, bei dem Lärm vor so vielen Leuten den Kasperl zu spielen?“ Er verwies auf das, was hinter den glitzernden Kulissen geschieht – ein Argument, das Tierschützer seit Jahren vorbringen.

„Leere Behauptungen“ ohne Beweise?

Der Schlagabtausch ging in die nächste Runde. Joelina versuchte, ihre Position zu erklären, indem sie eine gewisse Ahnungslosigkeit ins Feld führte. Sie sei einer Einladung ihrer Agentur gefolgt, „unvoreingenommen“ und ohne zu wissen, dass Tiere überhaupt Teil des Programms seien. Sie sei keineswegs wegen der Löwen gekommen.

Doch dann wurde ihr Ton schärfer. Sie forderte Fakten statt Gefühle. Solange es keine „handfesten Beweise für aktuelle Quälerei“ gebe, seien die Vorwürfe für sie lediglich „leere Behauptungen“. Sie riet dem Kritiker sogar, sich mit Beweisen an die zuständigen Behörden zu wenden, statt pauschale Urteile auf Instagram zu fällen. „Ich bin die Letzte, die Tierquälerei unterstützt“, beteuerte sie abschließend.

Ein PR-Dilemma mit Nachgeschmack

Der Vorfall zeigt exemplarisch, wie schmal der Grat für Personen des öffentlichen Lebens geworden ist. Die naive Hinnahme von Traditionen stößt zunehmend auf eine sensibilisierte Öffentlichkeit. Joelinas Argumentation – „Ich habe nichts Schlimmes gesehen, also ist es okay“ – wirkt auf Kritiker wie ein Hohn gegenüber den komplexen Bedürfnissen von Wildtieren, deren Leid oft nicht im Scheinwerferlicht, sondern in den engen Käfigen und auf den langen Transportwegen stattfindet.

Ob ihre Verteidigung, sie habe von den Tieren im Programm nichts gewusst, die Wogen glätten kann, bleibt fraglich. Fakt ist: Der Zirkusbesuch hat der Sängerin mehr Aufmerksamkeit beschert, als ihr vielleicht lieb war – allerdings nicht die Art von Applaus, die man sich als Künstler wünscht. Während die Diskussion um Wildtiere im Zirkus weitergeht, bleibt abzuwarten, ob Joelina Drews beim nächsten Mal genauer hinschaut, bevor sie einer Einladung folgt.