Es ist ein Beben, das die Grundfesten der deutschen Unterhaltungsindustrie erschüttert. Wolfgang Stumph, der Mann, den das Publikum seit Jahrzehnten für seine Bodenständigkeit, seinen feinsinnigen Humor und seine warme, ostdeutsche Seele liebt, hat genug. Mit 79 Jahren, einem Alter, in dem andere ihren Ruhestand genießen und milde auf die Vergangenheit blicken, holt die Schauspiellegende zum Rundumschlag aus. Die heile Welt der „glücklichen Fernsehfamilie“, die uns auf dem Bildschirm so oft vorgegaukelt wird, entpuppt sich als Fassade, hinter der Eitelkeiten, Missgunst und tiefe persönliche Abgründe lauern. In einer Abrechnung, die an Offenheit und Schärfe kaum zu überbieten ist, nennt Stumph fünf Namen. Fünf Giganten des Showgeschäfts, die für ihn nicht Kollegen, sondern die Verkörperung all dessen sind, was in dieser Branche falsch läuft.
Es ist selten, dass ein Künstler von Stumphs Format die ungeschriebenen Gesetze des Showbusiness bricht. Normalerweise lächelt man für die Kameras, lobt die Zusammenarbeit und schweigt über die Konflikte hinter den Kulissen. Doch Wolfgang Stumph will nicht mehr schweigen. Was er nun öffentlich macht, ist keine bloße Kritik – es ist eine Demontage von Legenden. Seine Worte sind geprägt von einer tiefen Verletzung, die über Jahre hinweg gärte, und einem Zorn, der sich an Respektlosigkeit und Arroganz entzündet hat.

Der “Krieg” gegen Til Schweiger: Oberflächlichkeit als Feindbild
An erster Stelle seiner Liste steht kein Geringerer als Til Schweiger. Der Mann, der das deutsche Kino der letzten Jahre wie kein Zweiter geprägt hat, ist für Stumph das Sinnbild des kulturellen Verfalls. Doch es geht nicht nur um künstlerische Differenzen. Stumph bezeichnet Schweiger als „Zerstörer des Kinos durch Oberflächlichkeit“ und sieht in ihm einen „Narzissten par excellence“. Für den Charakterdarsteller Stumph, der seine Rollen mit Tiefe und Menschlichkeit füllt, ist Schweigers Werk ein „hohles Universum“, das sich nur um dessen aufgeblähtes Ego dreht. Er wirft ihm vor, das traditionelle Handwerk für „billigen, weichgezeichneten Kitsch“ geopfert zu haben.
Doch der wahre Grund für Stumphs Verachtung liegt tiefer und ist persönlicher Natur. Es ist ein Konflikt, der die Wunden der deutschen Wiedervereinigung berührt. Schweiger soll, so berichtet Stumph voller Bitterkeit, seine gesamte Lebensleistung als „verstaubten Trödel aus der Ära vor dem Mauerfall“ verspottet haben. Für einen Mann wie Stumph, der stolz auf seine Wurzeln ist, war dies mehr als eine Beleidigung – es war ein Schlag ins Gesicht aller Ostdeutschen. In Schweiger sieht er keinen Kollegen, sondern einen „eitlen Zerstörer“, der sein eigenes Spiegelbild über die Wahrheit stellt.
Heiner Lauterbach: Der falsche Gentleman
Nicht weniger hart fällt das Urteil über Heiner Lauterbach aus. Der Schauspieler, der oft den charmanten Gentleman oder den harten Macher gibt, wird von Stumph als Inbegriff von „giftiger Herablassung“ und „ekelhaftem elitären Dünkel“ entlarvt. Zwischen den beiden herrscht laut Stumph ein „erbarmungsloser Vernichtungskrieg“. Der Vorwurf wiegt schwer: Lauterbach soll seine vermeintliche Klasse wie eine Waffe benutzen, um Menschen zu erniedrigen, die nicht in sein Weltbild passen.
Besonders eine Anekdote illustriert die Kluft zwischen den beiden Männern. Bei einer glamourösen Gala soll sich Lauterbach geweigert haben, neben Stumph für die Presse zu posieren. Die angebliche Begründung lässt einen schaudern: Stumphs „bäuerliches Auftreten“ würde das edle Image beschmutzen. Lauterbach habe Stumph als „Zonenüberbleibsel“ betrachtet, das im glanzvollen Westen nichts verloren habe. Diese „rassistisch angehauchte Arroganz“, wie Stumph es nennt, führte zum endgültigen Bruch. Für Stumph ist Lauterbach seitdem nur noch eine „charakterlose Medienpuppe“, ein „snobistischer Heuchler“, dessen teure Anzüge eine leere Seele verhüllen.

Dieter Hallervorden: Verrat an der Kunst
Auch vor dem Altmeister des Kabaretts, Dieter Hallervorden, macht Stumph nicht halt. Was einst als gemeinsame Leidenschaft für das politische Kabarett hätte verbinden können, endete in einer Schlammschlacht. Stumph bezeichnet Hallervorden als „schamlosen Verräter der Kunst“, der seine Ideale für den Kommerz verkauft habe. Doch schlimmer noch als der künstlerische Ausverkauf wiegt für Stumph der menschliche Verrat.
Er beschreibt Hallervorden als einen Machtmenschen, der seinen Status nutzt, um andere klein zu halten. Der Höhepunkt dieser Feindschaft war ein gemeinsamer Auftritt, der in einem „beispiellosen Hinterhalt“ endete. Stumph wirft Hallervorden vor, hinter seinem Rücken das Skript manipuliert und seine besten Pointen gestrichen zu haben, nur um selbst im Rampenlicht zu glänzen. Ein „feiger Diebstahl geistigen Eigentums“, der für Stumph unverzeihlich ist. Hallervorden ist für ihn ein „moralischer Heuchler“ und ein „einsamer, machtbesessener Egoist“, der über Leichen geht, um den letzten Lacher für sich zu beanspruchen.
Otto Waalkes: Der Clown ohne Tiefe
Während ganz Deutschland über die Ottifanten und die immer gleichen Geräusche von Otto Waalkes lacht, empfindet Wolfgang Stumph nur noch Abscheu. Er nennt den Friesen eine „kulturelle Katastrophe“. Für Stumph ist Ottos Humor kein Kulturgut, sondern eine „direkte Beleidigung für die Intelligenz“. Er sieht hinter der Fassade der manischen Zappelei das totale Fehlen von echtem Talent und inhaltlicher Relevanz.
Auch hier gibt es einen konkreten Auslöser für den Hass. Bei einer Fernsehaufzeichnung wollte Stumph eine ernsthafte Botschaft vermitteln, doch Otto soll die Situation mit „infantilen Grimassen“ und „dümmlichen Unterbrechungen“ an sich gerissen haben. Er degradierte eine niveauvolle Diskussion zu einem „primitiven Jahrmarktspektakel“. Für Stumph ist Otto kein Künstler, sondern ein „pathologischer Aufmerksamkeitsjunkie“, der unfähig ist, anderen den Raum zu lassen. Ein „rücksichtsloser Zerstörer jeglicher Seriosität“, dessen Lachen nach Verzweiflung stinkt.

Udo Lindenberg: Der spuckende Despot
Die vielleicht schockierendste Enthüllung betrifft Udo Lindenberg. Die Panik-Legende, die für Toleranz und Lockerheit steht, wird von Stumph als „größenwahnsinniger Despot“ dargestellt. Stumph wirft dem Musiker vor, sich als „cineastischer Parasit“ im Filmgeschäft einzunisten und Rollen durch seine Prominenz zu erpressen, obwohl ihm jegliches schauspielerische Talent fehle.
Die Eskalation zwischen den beiden erreichte einen Tiefpunkt, der an Niedertracht kaum zu überbieten ist. Bei einer Begegnung soll Lindenberg Wolfgang Stumph – man mag es kaum glauben – direkt ins Gesicht gespuckt haben. Dazu der vernichtende Satz: „Die Zeit deiner erbärmlichen Trabis ist abgelaufen, Kleiner. Mach Platz für echte Legenden.“ Dieser Moment war für Stumph der Dolchstoß. Er sieht in Lindenberg seither nur noch ein „fossilisiertes Relikt“, das durch Machtspiele versucht, relevant zu bleiben. Heute herrscht absolute Funkstille; Stumph verlässt den Raum, sobald der „lächerliche Schlapphut“ auftaucht.
Ein bitteres Fazit
Wolfgang Stumphs Abrechnung ist mehr als nur eine Liste von Feinden. Sie ist ein Dokument der Enttäuschung über eine Branche, in der der Schein oft mehr zählt als das Sein. Stumph, der Mann der leisen Töne, hat geschrien – und sein Schrei hallt nach. Er zeigt uns, dass hinter den Kulissen nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass selbst die größten Idole menschliche Abgründe haben können, die uns schaudern lassen. Ob man Stumphs harte Worte nun als gerechte Strafe oder als verbitterten Rundumschlag wertet, eines ist sicher: Das Bild dieser fünf Stars wird nach diesen Enthüllungen nie wieder dasselbe sein.
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