Es ist ein politischer Tsunami, der am Sonntagmorgen über Deutschland hinwegrollte und die Machtverhältnisse in der Bundesrepublik mit einem Schlag zertrümmerte. Die neueste Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und n-tv liefert Zahlen, die selbst erfahrenste Politikbeobachter sprachlos machen: Die AfD klettert auf unglaubliche 34 Prozent und ist damit unangefochten stärkste Kraft. Die CDU unter Friedrich Merz erlebt hingegen ihr persönliches Waterloo und stürzt auf katastrophale 18 Prozent ab. Das ist mehr als eine Wahlschlappe – es ist der Zusammenbruch einer Ära.

Während in der AfD-Zentrale die Sektkorken knallen und Alice Weidel sich bereits als kommende Kanzlerin in Stellung bringt, herrscht im Konrad-Adenauer-Haus Totenstimmung. Friedrich Merz, der angetreten war, die AfD zu halbieren, hat genau das Gegenteil erreicht: Er hat die Union halbiert.

Der Absturz der Altparteien: Ein Bild des Jammers

Die nackten Zahlen lesen sich wie die Bilanz einer Insolvenz. Die CDU/CSU fällt auf 18,4 Prozent – der schlechteste Wert in ihrer Geschichte, tiefer als zu den dunkelsten Zeiten der Spendenaffäre. Die SPD kämpft mit 12,8 Prozent gegen die Bedeutungslosigkeit, die Grünen rutschen mit 9,2 Prozent fast in den einstelligen Bereich. Die FDP wäre mit 3,8 Prozent nicht einmal mehr im Bundestag vertreten.

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Einzig das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kann mit 11,6 Prozent noch punkten und etabliert sich als drittstärkste Kraft. Doch der eigentliche Gewinner ist die Alternative für Deutschland. Sie hat es geschafft, alle anderen Parteien weit hinter sich zu lassen.

Der Osten ist blau – der Westen kippt

Besonders dramatisch ist der Blick auf die Bundesländer. Im Osten Deutschlands scheinen die Messen gesungen: In Sachsen liegt die AfD bei unfassbaren 46 Prozent, in Thüringen bei 44 Prozent. Die Union spielt dort praktisch keine Rolle mehr. Doch wer glaubt, dies sei ein rein ostdeutsches Phänomen, der irrt gewaltig.

Auch im Westen bröckelt die Brandmauer nicht nur, sie stürzt ein. In Nordrhein-Westfalen, dem Stammland der CDU, kommt die AfD auf 31 Prozent, während die Union auf 19 Prozent abrutscht. Selbst im CSU-Kernland Bayern liegt die AfD mit 28 Prozent nur noch hauchdünn hinter der Söder-Partei. Die politische Landkarte färbt sich unaufhaltsam blau.

Jugend und Arbeiter: Die neue Basis der AfD

Entgegen allen Klischees ist die AfD längst keine Partei der “alten wütenden Männer” mehr. Die Umfrage zeigt: Bei den 18- bis 29-Jährigen ist sie mit 38 Prozent die beliebteste Partei. Die Jugend, die einst Freitags für das Klima demonstrierte, wählt heute rechts. Warum? Weil sie Angst um ihre Zukunft hat, weil sie sich Job, Wohnung und Leben nicht mehr leisten kann.

Auch bei den Arbeitern (52 Prozent) und sogar bei den Akademikern (24 Prozent) punktet die Weidel-Partei massiv. Sie hat sich von einer Milieu-Partei zu einer echten Volkspartei gewandelt, die quer durch alle Gesellschaftsschichten Zuspruch findet.

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Die Gründe: Frust, Wut und Existenzangst

Die Ursachen für diesen Erdrutsch sind vielfältig, doch sie lassen sich auf einen Nenner bringen: Das totale Versagen der Ampel und der Union. Die Migrationskrise, befeuert durch Skandale wie die “Geheimflüge”, hat das Vertrauen in den Rechtsstaat erodiert. Die Menschen fühlen sich von der Politik nicht mehr beschützt, sondern verraten.

Dazu kommt die wirtschaftliche Talfahrt. Sechs Jahre Rezession, Massenentlassungen bei VW, BASF und ThyssenKrupp, dazu Energiepreise, die weltweit Spitze sind. “Wer 70.000 Euro brutto verdient, dem bleiben netto kaum 34.000 Euro”, rechnet ein Politik-Analyst vor. Die Steuerlast erdrückt die Mittelschicht, während die Inflation die Ersparnisse auffrisst. Die AfD verspricht hier radikale Lösungen: Steuersenkungen, Bürokratieabbau und billige Energie durch Kernkraft. Versprechen, die in der Not wie Musik in den Ohren vieler Wähler klingen.

Merz am Ende – Weidel bereit

Für Friedrich Merz dürfte diese Umfrage das politische Todesurteil sein. Insider berichten, er habe sich nach Bekanntgabe der Zahlen in seinem Büro eingeschlossen. Seine Strategie, die AfD durch Übernahme ihrer Themen kleinzuhalten, ist grandios gescheitert. Die Wähler entscheiden sich lieber für das Original als für die Kopie.

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Alice Weidel hingegen nutzt die Stunde ihres Triumphs. Selbstbewusst und staatsmännisch trat sie vor die Presse: “Wir sind noch nicht am Ziel. Wir werden weiter wachsen und Deutschland zurückholen.” Ihr Anspruch auf das Kanzleramt ist keine Utopie mehr, sondern ein realistisches Szenario.

Fazit: Ein Land vor dem Umbruch

Deutschland steht vor einer Zäsur. Die alte Parteienlandschaft, wie wir sie seit 1949 kannten, existiert faktisch nicht mehr. Die Bürger haben den etablierten Kräften das Mandat entzogen. Ob man das nun als Gefahr für die Demokratie sieht oder als deren notwendige Erneuerung, hängt vom Standpunkt ab. Fakt ist: Die Uhren in Berlin ticken ab heute anders. Und sie ticken blau.