Für Millionen war sie das Gesicht der Zuverlässigkeit. Judith Rakers, die Frau, die uns fast zwei Jahrzehnte lang die Welt erklärte, ohne dabei auch nur eine Miene zu verziehen. Perfekt, kühl, unnahbar. Doch nun, im Alter von 49 Jahren, lässt sie die Fassade fallen. An einem stillen Frühsommertag 2025 spricht sie fünf Worte aus, die wie ein Paukenschlag durch die Medienlandschaft hallen: “Ich werde wieder heiraten.” Es ist das Ende einer achtjährigen Stille und der Beginn eines Kapitels, das schöner und echter nicht sein könnte.
Acht Jahre lang hatte Judith Rakers ihr Privatleben wie einen Staatsgeheimnis gehütet. Nach der nüchternen Pressemitteilung zu ihrer Scheidung von Andreas Pfaff im Jahr 2017 verschwand die Frau hinter der Nachrichtensprecherin. Keine Homestories, keine Fotos mit neuen Partnern, nur professionelle Distanz. Viele glaubten, sie habe sich in ihre Arbeit vergraben. Doch die Wahrheit sah anders aus. Während sie im Studio über Krisen berichtete, kämpfte sie auf einem alten Bauernhof in der Lüneburger Heide um ihr eigenes Seelenheil – und fand dabei etwas, womit sie nicht mehr gerechnet hatte.
Vom “Tagesschau”-Studio in den Hühnerstall
Der Bruch war radikal. Judith tauschte High Heels gegen Gummistiefel, das grelle Studiolicht gegen die sanfte Sonne über ihren Gemüsebeeten. “Ich musste weg, um mich wieder zu hören”, gesteht sie heute. Auf ihrem verwilderten Hof fand sie zwischen Hühnern, Pferden und selbstgezogenen Tomaten zu einer neuen inneren Ruhe. Das “Home Farming” wurde für sie zur Therapie, der Dreck an den Händen zum Beweis, dass sie noch spürt, noch lebt.

“Ich habe aufgehört, perfekt zu sein. Jetzt will ich nur noch echt sein”, schrieb sie in ihrem Bestseller. Die Frau, die früher keine Fehler machte, lernte, dass das Leben gerade in seinen Unvollkommenheiten schön ist. Und genau in diesem neuen, ungeschminkten Leben trat ein Mann auf den Plan, der so gar nicht in die Glitzerwelt des Fernsehens passte – und gerade deshalb perfekt für die neue Judith war.
Ein Helikopterflug und die Frage aller Fragen
Er ist Landschaftsarchitekt, liebt alte Apfelsorten und liest Rilke. Kennengelernt haben sie sich nicht auf einem roten Teppich, sondern bei einer Podiumsdiskussion über grüne Zukunft. Er sah in ihr nicht den TV-Star, sondern die Gärtnerin, die Frau mit den Fragen. Aus Gesprächen über Bodenbeschaffenheit und Regenwürmer wurde eine stille Vertrautheit, aus Freundschaft langsam Liebe.
Der Antrag war so filmreif wie bodenständig. Bei einem Helikopterflug über Mallorca, als die Sonne das Meer in flüssiges Gold tauchte, fragte er sie durch die Kopfhörer: “Judith, ich will mit dir fliegen, aber auch fallen. Willst du meine Frau werden?” Sie dachte nicht an das “Ja”, sondern an das Gewicht dieses Wortes – und nickte.

Eine Hochzeit ohne Glamour, aber mit viel Herz
Die geplante Hochzeit im Herbst 2025 wird das genaue Gegenteil eines Promi-Events. Keine Schlösser, kein Champagner-Empfang, keine Presse. Stattdessen eine alte Scheune am Stadtrand von Hamburg, geschmückt mit Kerzenlicht und Apfelzweigen. Judith Rakers will keine Show mehr, sie will Echtheit.
Eine besonders rührende Rolle soll dabei ihr Vater spielen. Trotz gesundheitlicher Probleme ist er fest entschlossen, seine Tochter zum Altar zu führen. “Er hat gesagt, er will mich sehen, bevor der Winter kommt”, erzählt Judith mit einem Lächeln, das mehr Melancholie als Freude trägt. Es wird ein Fest der leisen Töne, ein Versprechen an die Liebe und an das Leben, das sie sich hart erkämpft hat.
Das Glück liegt im Verborgenen
Judith Rakers hat uns gezeigt, dass ein Rücktritt vom Rampenlicht kein Scheitern sein muss, sondern eine Befreiung sein kann. Sie ist heute Autorin, Unternehmerin und vor allem: glücklich. Ihr Zukünftiger, den sie so lange vor der Öffentlichkeit schützte, teilt ihre Werte. Er steht nicht gerne im Mittelpunkt, aber er steht fest an ihrer Seite.
“Ich habe gelernt, dass Liebe leiser sein darf”, sagt sie heute. Und wenn man sie barfuß in ihrem Garten sieht, lachend und ohne Maske, dann glaubt man ihr aufs Wort. Judith Rakers musste alles verlieren – die Ehe, die Perfektion, die Rolle der Nachrichtensprecherin – um sich selbst und die wahre Liebe zu finden. Ihre Geschichte macht Mut, dass es für einen Neuanfang nie zu spät ist. Egal ob mit 30, 40 oder 49 Jahren. Am Ende zählt nur, dass man den Mut hat, den eigenen Samen in die Erde zu legen und darauf zu vertrauen, dass etwas Wunderbares daraus wächst.
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