Es gibt Leben, die sind so prall gefüllt mit Glanz und Elend, dass sie für drei Dasein reichen würden. Romina Power hat ein solches Leben geführt. Sie war die Tochter eines Hollywood-Giganten, das Sexsymbol einer ganzen Nation, die strahlende Hälfte des erfolgreichsten Pop-Duos Europas. Doch sie war auch das Kind, das viel zu früh erwachsen werden musste, die Mutter, die das Schlimmste durchlitt, was man sich vorstellen kann, und die Ehefrau, deren große Liebe an der Trauer zerbrach.
Nun, mit 73 Jahren, im Jahr 2026, tritt Romina Power aus dem Schatten ihrer eigenen Legende. Sie hat ein Buch geschrieben (“Tiefgründig einfache Gedanken”), aber viel wichtiger: Sie hat ihre Stimme wiedergefunden. “Jahrelang haben sie mich unterbrochen und ich bin immer still geblieben. Jetzt nicht mehr”, sagt sie. Und was sie zu erzählen hat, ist keine polierte PR-Story, sondern die raue, schmerzhafte Wahrheit einer Überlebenden.
Die Lolita wider Willen
Romina Powers Geschichte beginnt nicht in Rom, sondern im goldenen Käfig von Hollywood. Als Tochter von Tyrone Power und Linda Christian wurde ihr der Ruhm in die Wiege gelegt, doch er war vergiftet. Nach dem frühen Tod ihres Vaters und der Scheidung der Eltern wurde sie zum Spielball mütterlicher Ambitionen. Mit gerade einmal 14 Jahren stand sie vor der Kamera. Doch sie wurde nicht als Schauspielerin aufgebaut, sondern als Objekt.

Heute gesteht Romina offen ihre Reue. Filme wie “How I Learned to Love Women” oder die Sade-Verfilmung “Justine” machten sie zum Skandal. Der Vatikan tobte, Politiker forderten Zensur. Für den Teenager Romina war dies ein Trauma. “Ich wünschte, ich hätte meiner Mutter nicht erlaubt, diese Rollen für mich auszusuchen”, sagt sie heute. Es ist ein spätes Eingeständnis einer Frau, die damals keine Wahl hatte. Sie war die “italienische Lolita”, eine Rolle, die sie hasste und von der sie erst durch die Liebe zu einem Mann erlöst wurde.
Al Bano: Der Anker im Sturm
Als Romina 1967 am Set von “Nel Sole” auf Al Bano Carrisi traf, prallten Welten aufeinander. Sie, die amerikanische Boheme-Tochter; er, der Bauernsohn aus Apulien. Doch in ihm fand sie das, was sie ihr Leben lang gesucht hatte: Stabilität. Al Bano sah nicht das Sexsymbol, sondern die verletzte Seele. Er bat sie, die skandalösen Filmrollen aufzugeben – für Romina kein Opfer, sondern eine Befreiung.
Ihre Hochzeit 1970 war ein Märchen, ihre Musikkarriere ein Triumphzug. “Felicità”, “Sharazan” – ihre Lieder waren Hymnen an ein Glück, das echt schien. Vier Kinder krönten ihre Liebe. Doch das Schicksal wartete bereits mit einer grausamen Wendung.

Der Schatten von New Orleans
Der 31. Dezember 1993 markiert den Bruch in Romina Powers Leben. Ihre älteste Tochter Ylenia, damals 23, verschwand spurlos in New Orleans. Bis heute gibt es keine Leiche, nur Theorien. Ein Sicherheitsbeamter will gesehen haben, wie eine Frau in den Mississippi sprang mit den Worten “I belong to the water”. Al Bano glaubte dieser Version irgendwann und ließ Ylenia 2014 für tot erklären.
Romina tat das nie. “Ich habe die Sensations in mir, dass sie irgendwo lebt”, sagt sie bis heute. Diese unterschiedliche Art zu trauern – er wollte abschließen, sie wollte hoffen – zerriss ihre Ehe. 1999 folgte die Trennung. Romina flüchtete in die Spiritualität, in den Buddhismus, nach Arizona. Sie suchte Frieden in der Stille, während Al Bano eine neue Familie gründete.
Die Rückkehr ins Leben
Doch Romina Power ist nicht verbittert. Der Weg zurück war lang, führte über die Pflege ihrer sterbenden Mutter – jener Frau, die sie einst ins Rampenlicht zwang – und über die Versöhnung mit der Vergangenheit. 2011 stand sie erstmals wieder mit Al Bano auf der Bühne. Die Chemie war noch da, die Liebe hatte sich gewandelt.
Heute verbindet sie eine tiefe, fast geschwisterliche Vertrautheit. Die aktuellen Gerüchte um eine erneute Hochzeit, die durch die Presse geistern, kommentiert sie mit einem wissenden Lächeln. Vielleicht ist ihre Verbindung stärker als jede Ehe. Sie sind Eltern, Großeltern, und sie sind die Bewahrer der Erinnerung an Ylenia.

Ein Vermächtnis der Hoffnung
In ihrem neuen Buch und ihren Interviews wirkt Romina Power so klar wie nie zuvor. Sie hat verstanden, dass Schmerz nicht das Ende ist. “Alles, was wir besitzen, werden wir zurücklassen. Nur der Geist zählt.”
Romina Power ist heute keine tragische Figur mehr. Sie ist eine Frau, die gelernt hat, mit ihren Narben zu leben. Sie hat dem Schicksal nicht erlaubt, sie zu zerbrechen. Ihre Geschichte lehrt uns, dass man auch nach dem größten Verlust weiteratmen, weiterlieben und weitersingen kann. Und irgendwo, so hofft sie still, hört vielleicht auch Ylenia ihre Lieder. Die Suche nach der Tochter mag ergebnislos geblieben sein, aber die Suche nach sich selbst hat Romina Power erfolgreich beendet. Sie ist endlich bei sich angekommen.
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