Es ist das Ende einer Ära, das die deutsche Fernsehlandschaft bis ins Mark erschüttert hat. Wenn man an die “Rosenheim-Cops” denkt, hat man sofort diesen einen Satz im Ohr: “Es gabat a Leich!” Doch die Stimme, die diesen Satz zum Kult machte, ist verstummt. Marisa Burger, die über ein Vierteljahrhundert lang die Seele der Serie als Miriam Stockl verkörperte, hat den Dienst quittiert. Mit 52 Jahren zog sie einen Schlussstrich, der viele Fragen offenließ. Nun, im Jahr 2026, bricht sie ihr Schweigen und gewährt einen tiefen Einblick in ihr Herz, ihre wahren Beweggründe und die Beziehung zu einem Mann, der ihr näherstand als jeder andere Kollege: Igor Jeftić.

Der Tag, an dem die Tränen echt waren

Der 17. Oktober 2025 wird als ein Tag in die Geschichte eingehen, an dem im idyllischen Rosenheim die Realität die Fiktion überholte. Es war der letzte Drehtag für Marisa Burger. Als die Kameras ausgingen, trat nicht der Regisseur, sondern ihr langjähriger Schauspielpartner Igor Jeftić (Kommissar Sven Hansen) vor die versammelte Crew. Was folgte, war keine gewöhnliche Abschiedsrede. Es war eine Laudatio, so persönlich und emotional, dass Marisa Burger von ihren Gefühlen übermannt wurde. Vor den Augen des gesamten Teams flossen Tränen – keine gespielten, sondern echte Tränen des Abschieds.

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Jeftić bezeichnete ihren Weggang als “absoluten Schocker” und gestand, dass er nicht nur eine Kollegin verliere, sondern seinen “Anker”. Diese Worte befeuerten erneut die Gerüchteküche, die seit Jahren brodelte. Was verband diese beiden Menschen wirklich? War es nur professioneller Respekt oder doch die große, verheimlichte Liebe, auf die die Fans so sehr hofften?

Igor und Marisa: Eine Verbindung jenseits von Romantik

Um die Chemie zwischen “Stockl” und “Hansen” zu verstehen, muss man weit zurückblicken. Lange bevor sie gemeinsam vor der Kamera standen, kreuzten sich ihre Wege bereits Mitte der 90er Jahre in der Schauspielschule. Sie teilten Träume, Unsicherheiten und den Hunger auf die Bühne. Als Jeftić 2009 zum Cast der “Rosenheim-Cops” stieß, trafen sich keine Fremden, sondern Seelenverwandte wieder.

Dieses blinde Vertrauen war das Fundament ihrer Zusammenarbeit. Doch Marisa Burger stellt nun ein für alle Mal klar: Die romantischen Fantasien der Fans waren genau das – Fantasien. Während die Welt in jedem Blick auf dem roten Teppich ein Liebesgeständnis sehen wollte, kämpften die beiden Schauspieler hinter den Kulissen gegen Fake News und manipulierte Berichte an. Marisa Burger ist seit 2015 glücklich mit dem Kunstrestaurator Werner Müller verheiratet. Ihre Liebe zu Igor ist eine der tiefsten Loyalität und Freundschaft, gewachsen über drei Jahrzehnte, aber völlig frei von romantischen Ansprüchen. Es ist eine seltene Form der platonischen Liebe, die vielleicht stärker ist als manche Ehe, aber eben keine Affäre.

Die Rosenheim-Cops"-Publikumsliebling steigt für längere Zeit aus |  Abendzeitung München

Der Ausbruch aus dem goldenen Käfig

Warum also geht man, wenn man am Gipfel des Erfolgs steht? Warum verlässt man eine Rolle, die einem Kultstatus und Sicherheit garantiert? Für Marisa Burger war es die Angst vor dem Stillstand. Die Rolle der Miriam Stockl war ihr Leben, aber sie drohte, ihre ganze Identität zu verschlingen. “Ein goldener Käfig”, so könnte man es nennen.

Der Ausstieg war ein Akt der Selbstbefreiung. Marisa wollte nicht warten, bis der Glanz verblasst, sondern selbst bestimmen, wann der Vorhang fällt. Und sie wollte zurück zu ihrer Urleidenschaft: dem Theater. Kaum war der Staub der Rosenheimer Kulissen von ihren Schultern gewischt, stand sie im Februar 2026 bereits auf der Bühne des Winterhuder Fährhauses in Hamburg. In dem Stück “Kleine Verbrechen unter Liebenden” an der Seite von Frauenschwarm Jan Sosniok zeigt sie nun eine völlig neue Facette: reif, komplex, abgründig. Wer sie dort sieht, vergisst die bayerische Sekretärin sofort.

Miriam Stockls letzter Akt: Kein Tod, sondern Freiheit

Für die Fans gibt es bei aller Trauer einen Trost: Die Figur Miriam Stockl musste nicht sterben. Marisa Burger legte großen Wert darauf, dass ihr Alter Ego nicht durch eine billige Tragödie aus der Serie geschrieben wird. Stattdessen erleben die Zuschauer im Jahr 2026 eine Stockl, die über sich hinauswächst. Die Zeichen stehen auf Neuanfang – vielleicht sogar in Australien. Es ist ein poetisches Ende: Die Figur geht in die Freiheit, genau wie ihre Darstellerin.

Marisa Burger Rosenheim Cops colleague says goodbye – Now I am touched -  YouTube

Ein neues Leben zwischen Basel und Berlin

Heute, befreit vom mörderischen Drehplan einer täglichen Serie, genießt Marisa Burger eine neue Lebensqualität. Sie pendelt zwischen ihrem Lebensmittelpunkt in Basel bei ihrem Mann und der kreativen Energie Berlins. Sie hat ein Buch geschrieben (“Vergiss nie, wie dein Herz am Anfang war”), das Frauen ermutigen soll, auch in der Lebensmitte noch einmal alles auf null zu setzen. Zudem podcastert sie erfolgreich (“Abendkasse”) und beweist, dass sie intellektuell scharfzüngig und humorvoll ist.

Marisa Burger hat den Mut bewiesen, Sicherheit gegen Freiheit zu tauschen. Sie hat uns gezeigt, dass wahre Stärke nicht im Festhalten liegt, sondern im Loslassen zum richtigen Zeitpunkt. Sie mag die “Rosenheim-Cops” verlassen haben, aber sie hat sich selbst neu gefunden. Und Igor Jeftić? Er bleibt ihr Freund, ihr Vertrauter, auch wenn sie nicht mehr jeden Morgen gemeinsam am Set stehen. Die Tränen beim Abschied waren echt, aber das Lächeln, mit dem Marisa Burger nun in ihre Zukunft blickt, ist es auch.