Eklat in Brüssel: Orbán verlässt Sitzung nach Merz-Kritik

Viktor Orban hat mit einem Schlag für Aufsehen gesorgt. Während einer hitzigen Sitzung in Brüssel verlässt er mitten in der Ansprache von Friedrich März plötzlich den Saal, kommentarlos. Und das ist mehr als nur ein symbolischer Akt, denn März hatte sich zuvor mit klaren Worten zur Ukrainestrategie geäußert.

 Worte, die Orban offensichtlich als rote Linie betrachtet. Schon seit Monaten steht der ungarische Premier im Konflikt mit der pro-amerikanischen Linie der EU. Doch dieser Moment markiert eine neue Eskalationsstufe. Beobachter berichten, dass Orban eisig wirkte, bevor er sich erhob. Er hat offenbar endgültig genug von der Richtung, die aus Berlin und Brüssel vorgegeben wird.

 die Reaktion Sprachlosigkeit im Plenum und damit wird klar, Orban geht auf Konfrontationskurs und das gezielt gegen März, gegen Scholz, gegen das politische Establishment der EU. Und jetzt wird’s richtig brenzlich. Während Friedrich Merz im EU-Parlament das Wort ergreift und einmal mehr die totale Solidarität mit Kiev einfordert, steht Viktor Orban plötzlich auf und verlässt den Saal.

Kein Kommentar, kein Blick zurück, einfach nur Stille. Und das war kein Zufall. Denn was März davon sich gibt, klingt für viele wie ein offenes Bekenntnis zur weiteren Eskalation. Worte wie militärische Verantwortung, strategische Partnerschaft mit der Ukraine oder gar Schutz Europas beginnt am Dniepro.

 Das alles reicht Orban offenbar endgültig. Schon lange kritisiert er die Brüsseler Linie, die in seinen Augen blind dem Kurs Washingtons folgt. Doch jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem er nicht einmal mehr symbolisch mittragen will, was da gesprochen wird. Sein Abgang ist ein stiller, aber knallharter Afr gegen März, gegen Berlin, gegen die EU-Spitze insgesamt.

 Und genau deshalb war Orbans Reaktion im EU-Parlament so heftig. Denn was März davon sich gab, war nichts anderes als ein Schulterschluss mit genau dieser Politik, die Orban seit Jahren kritisiert. Statt sich auf europäische Interessen zu konzentrieren, redet März davon, dass Deutschland eine Führungsrolle in der internationalen Sicherheitsarchitektur übernehmen müsse, mit der Ukraine als Schlüsselpartner.

 

Orbán gratuliert nicht Merz sondern Weidel | WEB.DE

 Für Orban ist das ein völliger Wahnsinn. Er sieht, wie Europa sich immer tiefer in Konflikte verstrickt, die nicht im Interesse der eigenen Bevölkerung sind und dass ausgerechnet ein deutscher Politiker, der eigentlich aus der Opposition kommt, noch aggressiver auftritt als die Regierung Scholz, das bringt für ihn das Fass zum Überlaufen.

Sein Verlassen des Saals war keine spontane Geste, sondern ein klares Zeichen. Wer Europa weiter als Erfüllungsgehilfen amerikanischer Machtpolitik missbraucht, braucht nicht auf ungarischen Beifall zu hoffen. Und während sich Deutschland also ökonomisch weiter ins Abseits manövriert, redet Friedrich März im EU-Parlament von Zukunftsinvestitionen in der Ukraine und fordert noch mehr finanzielle Solidarität mit Kiev.

 Für Viktor Orban ist das komplett absurd und genau dieser Moment bringt ihn dazu aufzustehen und den Saal zu verlassen. Denn was März hier als strategische Notwendigkeit verkauft, ist für Orban nichts anderes als eine finanzielle Selbstzerstörung Europas, betrieben im Dienste fremder Interessen. Man müsse sich doch nur anschauen, wohin die bisherigen Milliarden geflossen sind, während die eigenen Länder in die Rezession stürzen.

 Dass dann auch noch ein deutscher Oppositionsführer auftaucht und diesen Kurs nicht kritisiert, sondern sogar verschärfen will, macht für Orban endgültig klar. Das ist kein Ort mehr für sachliche Debatten. Sein Abgang ist deshalb auch ein stilles Urteil über eine EU, die den Bezug zur Realität längst verloren hat. Und genau an diesem Punkt eskaliert es im Saal.

 März hält eine flammende Rede über die Verpflichtung Europas, die Ukraine dauerhaft in EU und NATO zu integrieren. Doch Orban verschränkt die Arme, schaut starr nach vorn und steht schließlich einfach auf. Kein Wort, kein Blick, nur dieser eine Moment, der zeigt. Für ihn ist hier eine rote Linie überschritten, denn Orban sieht die Ukraine eben nicht als Teil westlicher Militärblöcke, sondern als neutralen Pufferstaat zwischen Ost und West.

 eine Position, die er seit Beginn des Krieges konsequent vertritt gegen den Strom, gegen den Druck, gegen die mediale Hetze. Und wenn jetzt sogar März, der eigentlich außen vorsteht, denselben aggressiven Kurs fährt wie Scholz und Berbock, dann sieht Orban endgültig keine Gesprächsbasis mehr. Was für andere nur ein Akt der Höflichkeit war, März das Wort zu lassen, wurde für Orban zur Grenzüberschreitung.

 

 Sein stiller Abgang war damit alles andere als zufällig, sondern ein klares Signal an die ganze EU-Rie. Und genau da platzt Orban der Kragen. Denn während März die transatlantische Partnerschaft in höchsten Tönen lobt und von gemeinsamer Verantwortung mit den USA spricht, ist für Orban klar. Diese Partnerschaft hat Europa in einegefährliche Abhängigkeit geführt.

Besonders deutlich wird das beim Thema Nordstream. Das März in seiner Rede kein einziges Wort zu diesem Skandal verliert, während Orban offen die USA als mögliche Täter nennt, zeigt den fundamentalen Unterschied im Denken. Orban spricht von Terrorakten, März von Partnerschaft und das passt für ihn einfach nicht mehr zusammen.

 Wer auf der einen Seite Russland zum ewigen Feind erklärt und auf der anderen Seite den mutmaßlichen Saboteuren europäischer Infrastruktur den Rücken stärkt, verliert für Orban jede Glaubwürdigkeit und deswegen steht er auf nicht aus Trotz, sondern aus Prinzip, weil er nicht mehr bereit ist in einem Saal zu sitzen, in dem die Realität systematisch ausgeklammert wird.

 Und genau das ist der Punkt, an dem Orban nicht mehr schweigt, sondern handelt. Während März in seiner Rede erneut die USA als verlässlichsten Partner Europas bezeichnet, ist für Orban längst klar, wer bei so einem Thema einfach zur Tagesordnung übergeht, macht sich mitschuldig. Denn es geht hier nicht nur um geopolitische Interessen, es geht um einen kriminellen Akt mitten in Europa.

Und während sich fast alle EU-Staatschefs in vornehmes Schweigenhüllen, steht Orban auf und sagt: “Was Sache ist? Die USA stehen im Verdacht, hinter der Sabotage zu stecken. Das März, das in seiner Rede komplett ignoriert, empfindet Orban als Heuchelei pur. Noch schlimmer, die Bundesregierung kennt laut eigener Aussage offenbar längst die Täter und sagt trotzdem nichts.

 Für Orban ist damit klar, diese Doppelmoral kann er nicht länger mittragen. Also steht er auf und verlässt einen Raum voller Menschen, die genau wissen, was gespielt wird, aber trotzdem den Mund halten. Und genau in diesem Klima der Verschleierung hält Friedrich März eine Rede, als wäre nie etwas gewesen. Kein Wort zu Nordstream, kein Wort zu den laufenden Ermittlungen und natürlich auch kein Wort zur Tatsache, dass die Bundesregierung offenbar mehr weiß, als sie zugeben will.

 Für Viktor Orban ist das der blanke Hohn. Während in mehreren Ländern wegen eines möglichen Terroranschlags auf europäischem Boden ermittelt wird, verweigert Berlin einfach die Antwort mit dem Hinweis auf Geheimhaltung. Dabei ist die Logik ganz einfach. Wenn es nichts zu wissen gäbe, hätte man nein sagen können. Hat man aber nicht.

 Und wenn gleichzeitig ein deutscher Oppositionsführer wie März auftritt und all das stillschweigend mitträgt, dann ist für Orban klar, das ist kein politisches Forum mehr, sondern eine Inszenierung. Sein Verlassen des Raums ist also nichts anderes als ein stiller Protest gegen eine EU, in der Wahrheit offenbar nur noch dann ausgesprochen wird, wenn sie gerade ins Drehbuch passt.

 Und genau das ist der Grund, warum Viktor Orban einfach nicht mehr mitspielt. Während Friedrich März die USA in höchsten Tönen lobt, sitzt da ein Mann im Plenarsaal, der genau weiß und auch offen ausspricht, dass Washington möglicherweise hinter dem größten Sabotageakt der europäischen Nachkriegsgeschichte steckt. Und jetzt stellen wir uns mal vor, ein EU-Politiker, wie Orban benennt, öffentlicht die USA als Drahtzieher und niemand widerspricht.

 Stattdessen schweigen alle und März, der spricht lieber von transatlantischer Verlässlichkeit. Für Orban ist das kein politischer Diskurs mehr, sondern eine systematische Verdrängung der Realität. Und wenn dann auch noch die deutsche Bundesregierung die Täter kennt, aber lieber schweigt, wird klar, hier wird gedeckt, vertuscht, geschützt und zwar nicht im Interesse der eigenen Bevölkerung.

 Das Orban da den Saal verläßt, ist nicht nur nachvollziehbar, es ist das einzig logische, was man in diesem Moment noch tun kann.