Es ist ein Name, der seit Jahrzehnten synonym für Erfolg, Charisma und den strahlenden Glanz Hollywoods steht: Will Smith. Doch genau dieses Bild, das der 57-jährige Superstar über Generationen hinweg sorgfältig aufgebaut hat, gerät nun massiv ins Wanken. Schwere Vorwürfe aus seinem engsten beruflichen Umfeld sorgen derzeit für ein enormes Aufsehen und lassen die Weltöffentlichkeit fassungslos zurück. Im Zentrum eines juristischen Sturms steht der renommierte Geiger Brian King Joseph, ein Musiker mit einer beeindruckenden Karriere, den viele aus der Erfolgsshow „America’s Got Talent“ kennen. Er hat Ende Dezember beim Gericht in Los Angeles eine Klage eingereicht, die es in sich hat: Der Vorwurf lautet auf sexuelle Belästigung und systematische Vergeltung.

Die Dimensionen dieses Skandals sind gewaltig, da sich die Klage nicht nur gegen Will Smith persönlich richtet, sondern auch gegen dessen Management-Firma. Die Ereignisse, die nun vor Gericht verhandelt werden sollen, nehmen ihren Anfang im Frühjahr 2025, während Smiths großer Welttournee mit dem vielsagenden Titel „Based on a True Story“. Brian King Joseph war als gefeierter Solist Teil dieser Tournee – ein Karriereschritt, den er noch kurz zuvor stolz auf Instagram gefeiert hatte. Doch was als beruflicher Höhepunkt geplant war, entwickelte sich laut Klageschrift im März 2025 in einem Hotel in Las Vegas zu einem absoluten Albtraum, der sein Leben auf den Kopf stellte.

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Der Musiker behauptet in der eingereichten Klage, er habe in seinem Hotelzimmer verstörende und eindeutige Hinweise auf einen möglichen sexuellen Übergriff entdeckt. Besonders beunruhigend: Es gab keinerlei Spuren eines gewaltsamen Einbruchs, was den Verdacht nährte, dass jemand mit Zugang zum inneren Kreis der Tournee involviert sein könnte. Brian King Joseph schildert eine Atmosphäre der Angst; er habe befürchtet, dass die unbekannte Person jederzeit zurückkehren könnte. In seiner Not meldete er den Vorfall umgehend dem Hotelmanagement, der Polizei von Las Vegas und schließlich auch dem Management von Will Smith. Er suchte Schutz und Unterstützung, doch was dann folgte, beschreibt er als einen Akt eiskalter beruflicher Exekution.

Anstatt den Vorfällen nachzugehen oder dem traumatisierten Musiker beizustehen, wurde Brian King Joseph laut seiner Darstellung kurzerhand von der Tournee entfernt. Sein Platz auf der Bühne wurde unmittelbar von einem anderen Musiker eingenommen, während er selbst im Unklaren gelassen wurde. Joseph fühlt sich durch dieses Vorgehen bloßgestellt, kaltgestellt und für seinen Mut, den Vorfall gemeldet zu haben, bestraft. In der Klageschrift ist die Rede von einer „traumatischen Abfolge von Ereignissen“, die nicht nur zu erheblichen beruflichen Schäden geführt habe, sondern auch tiefgreifende psychische Folgen nach sich zog. Der Musiker leidet demnach unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und sieht seine gesamte bisherige Karriere durch die Machenschaften im Umfeld des Superstars ruiniert.

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Die Reaktion von Will Smith auf diese massiven Anschuldigungen? Bisher herrscht eisiges Schweigen. Es gibt kein öffentliches Statement, keine Verteidigung und keine Erklärung. Auch sein Umfeld hüllt sich in Diskretion. Namhafte US-Magazine wie „People“ haben bereits offizielle Stellungnahmen angefragt, doch bisher blieben diese Anfragen ohne jede Antwort. Dieses Schweigen befeuert die Spekulationen in Hollywood zusätzlich, zumal es im Hause Smith derzeit ohnehin an allen Ecken und Enden zu brennen scheint. Erst Anfang Dezember wurde eine weitere Millionenklage gegen Will Smiths Ehefrau, Jada Pinkett Smith, bekannt. Insider berichten von einer tiefen Krise innerhalb der Familie, von Wut, Frust und dem Gefühl, von allen Seiten unfair angegriffen zu werden.

Dennoch wiegt der Fall Brian King Joseph schwerer als bisherige Kontroversen, da er die dunkle Seite der Machtverhältnisse in der Unterhaltungsindustrie beleuchtet. Es steht die Frage im Raum: Handelt es sich hier um den nächsten großen „Me-Too“-Fall, der zeigt, wie im Schatten großer Weltstars unliebsame Stimmen unterdrückt werden? Oder ist es, wie Verteidiger oft in solchen Fällen argumentieren, eine Kette von unglücklichen Missverständnissen? Für Brian King Joseph ist die Sache klar: Er will Gerechtigkeit für die Demütigung, die er erfahren hat, und fordert Schadensersatz für die Zerstörung seiner mentalen Gesundheit und seiner beruflichen Existenz.

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Für Will Smith steht bei diesem Prozess mehr als nur Geld auf dem Spiel. Sein gesamtes Erbe als einer der beliebtesten Schauspieler der Welt ist bedroht. Wenn die Vorwürfe der sexuellen Belästigung und vor allem der gezielten Vergeltung gegen einen Schutzsuchenden gerichtlich bestätigt werden sollten, könnte dies das endgültige Ende seines Status als Hollywood-Vorbild bedeuten. Die Öffentlichkeit blickt nun gespannt nach Los Angeles, wo die Mühlen der Justiz begonnen haben zu mahlen. Eines steht bereits fest: Diese Geschichte ist noch lange nicht am Ende, und die Enthüllungen, die im Rahmen der Gerichtsverhandlungen ans Licht kommen könnten, haben das Potenzial, Hollywood in seinen Grundfesten zu erschüttern. In einer Zeit, in der Rechenschaftspflicht und Transparenz mehr denn je gefordert werden, gibt es für niemanden mehr einen sicheren Platz hinter der glitzernden Fassade – nicht einmal für Will Smith.