Während in den USA unter Persönlichkeiten wie Robert F. Kennedy Jr. eine kritische Debatte über die Sinnhaftigkeit und Sicherheit verschiedener Impfstoffe Fahrt aufnimmt, scheint man in Deutschland einen völlig entgegengesetzten Weg einzuschlagen. Hinter verschlossenen Türen wurden Regelungen getroffen, die ab dem 1. Januar 2026 das Verhältnis zwischen Arzt und Patient grundlegend und auf fatale Weise verändern könnten. Es geht um nicht weniger als einen „Impfzwang durch die Hintertür“, der nicht über offizielle Gesetze, sondern über den finanziellen Druck auf die Hausarztpraxen realisiert wird.

Die Kassenärztliche Vereinigung hat für das kommende Jahr eine neue Honorarordnung vereinbart, die für viele Mediziner einem existenziellen Ultimatum gleichkommt. Kern der neuen Regelung ist die sogenannte Vorhaltspauschale. Während die Grundvergütung für Hausärzte abgesenkt wird, können Praxen nur dann Zuschläge erhalten, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen. Eines der brisantesten Kriterien: die Impfquote. Ab 2026 müssen Hausärzte in den ersten drei Quartalen des Jahres bei mindestens 7 Prozent ihrer Behandlungsfälle eine Impfung durchführen. Im vierten Quartal, der klassischen Grippesaison, schnellt diese Vorgabe sogar auf 25 Prozent hoch. Das bedeutet konkret: Jeder vierte Patient, der im Winter die Praxis betritt, müsste statistisch gesehen geimpft werden, damit der Arzt sein volles Honorar erhält.

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Die Konsequenzen für Ärzte, die diese Quoten nicht erreichen – etwa weil ihre Patienten kritisch eingestellt sind oder eine Impfung medizinisch nicht indiziert ist –, sind drakonisch. Wer weniger als zehn Impfungen pro Quartal nachweist, muss mit Abschlägen von bis zu 40 Prozent auf die Versorgungsbauschale rechnen. Damit wird die medizinische Entscheidung, ob eine Impfung im individuellen Fall sinnvoll ist, durch eine rein wirtschaftliche Notwendigkeit ersetzt. Der Arzt wird vom medizinischen Berater zum Quoten-Erfüller degradiert, dessen wirtschaftliches Überleben davon abhängt, wie viele Spritzen er „an den Mann bringt“.

Dieser Systemwechsel ist aus mehreren Gründen ein absoluter Skandal. Erstens zerstört er das über Jahrzehnte gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient. Wenn der Patient spürt, dass sein Gegenüber im weißen Kittel unter einem enormen Verkaufsdruck steht, schwindet die Basis für eine ehrliche medizinische Beratung. Man muss sich fragen, ob eine Impfempfehlung dann noch auf medizinischen Fakten beruht oder lediglich auf der Angst des Arztes vor dem nächsten Quartalsbericht.

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Zweitens ist die medizinische Fragwürdigkeit einer starren Quote offensichtlich. Gesundheit ist individuell. Ein junger, fitter Mensch hat einen völlig anderen Vorsorgebedarf als ein älterer Patient mit Vorerkrankungen. Eine Pauschalquote ignoriert den Gesundheitszustand, das Alter und die persönliche Lebenssituation des Einzelnen. Es geht nicht mehr um den Schutz des Individuums, sondern um das Erreichen abstrakter Zahlen, die offensichtlich am grünen Tisch entworfen wurden.

Drittens offenbart diese Regelung die massive Einwirkung des Lobbyismus auf unsere Gesundheitspolitik. Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier die Interessen der Pharmaindustrie direkt in die Vergütungsstrukturen der Ärzte diktiert wurden. Wenn Impfhersteller keine Pandemie mehr brauchen, um ihre Produkte in großen Mengen abzusetzen, weil eine vertraglich fixierte Quote den Absatz garantiert, dann hat der Lobbyismus seinen ultimativen Sieg gefeiert. Kritiker sprechen bereits von Zuständen, die stark nach Korruption riechen, da der Schutz der öffentlichen Gesundheit hier lediglich als Vorwand für eine staatlich garantierte Absatzförderung dient.

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Die Leidtragenden sind am Ende wir alle: die Patienten, die einem wachsenden Druck in der Praxis ausgesetzt sind, und die Ärzte, die zwischen ihrem ärztlichen Ethos und ihrer wirtschaftlichen Existenz zerrieben werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Bevölkerung auf diese neue Form der Bevormundung reagiert. Eines ist jedoch sicher: Wer seine Gesundheit selbstbestimmt verwalten möchte, muss ab 2026 noch genauer hinschauen, welcher Rat in der Arztpraxis wirklich dem Wohl des Patienten dient und welcher nur der Rettung des Praxis-Budgets. Standhaftigkeit und kritisches Hinterfragen sind in diesem neuen System wichtiger denn je.