Die Fassade der strahlenden Dschungelkönigin bröckelt vor der bayerischen Justiz. Nur kurze Zeit nach ihrem Sieg im australischen Dschungel steht Lilly Becker (48) vor einer weit weniger exotischen, aber existenzbedrohenden Kulisse: dem Landgericht München. In einem Prozess, der am 26. Februar begann, geht es um nichts Geringeres als die finanzielle und persönliche Integrität des niederländischen Models. Ihr ehemaliger Partner, der TV-Manager Pierre Uebelhack, fordert die Rückzahlung von fast 490.000 Euro. Geld, das er ihr als Darlehen gewährt haben will, während Lilly Becker von großzügigen Schenkungen spricht.

Der Kern des Streits ist so simpel wie explosiv: Pierre Uebelhack behauptet, er habe Lilly Becker nach ihrer traumatischen Trennung von Tennis-Legende Boris Becker finanziell unter die Arme gegriffen, um ihr und ihrem Sohn Amadeus ein stabiles Leben zu ermöglichen. Laut Zeugenaussagen, unter anderem von Lillys ehemaliger Managerin Marina Dertnich, sollen sogar Darlehensverträge existieren, die Lillys Unterschrift tragen. Das Model hingegen bestreitet die Echtheit dieser Dokumente vehement und behauptet, ihre Unterschrift sei lediglich digital hinzugefügt worden. Es steht Aussage gegen Aussage in einem Fall, in dem der vorsitzende Richter bereits eine deutliche Warnung aussprach: „Eine Partei sagt nicht die Wahrheit.“

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Besonders schmerzhaft für Lilly Becker dürfte die persönliche Komponente des Prozesses sein. Pierre Uebelhack gab vor Gericht an, dass es zwar Gefühle gab, eine echte Liebesbeziehung jedoch nie stattgefunden habe. Eine Darstellung, die Lilly Becker sichtlich verletzte. Sie betonte, wie eng das Vertrauensverhältnis war – Pierre sei sogar alleine mit ihrem Sohn Amadeus verreist, wenn sie keine Betreuung hatte. Die Distanzierung des Managers vor Gericht wirkt wie ein doppelter Schlag für das Model, das nach der Trennung von Boris Becker immer wieder mit finanziellen und persönlichen Herausforderungen zu kämpfen hatte.

Lilly Becker: Geldstreit um Darlehen vor Gericht in München - München -  SZ.de

Lilly Beckers finanzielle Lage scheint prekär. Erst kürzlich gab sie offen zu, dass sie das Dschungelcamp-Preisgeld von 100.000 Euro dringend benötige, um ihren Alltag zu bestreiten. Die Schatten der Vergangenheit, wie die dubiose Geschichte über ihre Nächte auf einer Pappbank, holen sie nun in München wieder ein. Der Prozess wirft ein grelles Licht auf die turbulenten Jahre nach dem Ehe-Aus mit Boris Becker und lässt viele Fragen offen: War die Unterstützung von Pierre Uebelhack ein Akt selbstloser Liebe oder ein knallhartes Geschäft?

Lilly Becker: Sie verdient im Dschungelcamp am meisten | STERN.de

Der nächste Verhandlungstermin wurde auf den 9. April 2025 festgesetzt. Bis dahin steht die Glaubwürdigkeit beider Parteien auf dem Prüfstand. Der Richter erinnerte alle Beteiligten eindringlich daran, dass Falschaussagen vor Gericht strafrechtliche Konsequenzen haben können. Für Lilly Becker steht in diesem Frühjahr alles auf dem Spiel – ihr Ruf, ihr Preisgeld und ihre finanzielle Zukunft. Ob sie als Siegerin aus dem Gerichtssaal hervorgehen wird oder ob die „Dschungelkönigin“ von ihren eigenen Schulden eingeholt wird, bleibt abzuwarten.