Die Morgendämmerung brach langsam über dem Flugplatz Lechfeld herein, während Hauptmann Werner Schröder die letzten Vorbereitungen für seinen Flug traf. Der Frühlingshimmel über Bayern war an diesem Apriltag 194 ungewöhnlich klar, was gemischte Gefühle in ihm auslöste. Perfekte Sicht für ihn, aber auch für die amerikanischen Bomberverbände, die seit Monaten deutsche Städte und Industrieanlagen mit wachsender Intensität angriffen.

Werner war einer der erfahrensten Piloten der Luftwaffe und hatte vor drei Wochen seine Umschulung auf das neueste Wunderwerk der deutschen Luftfahrttechnik abgeschlossen. Die Messerschmid 262, der erste einsatzbereite Düsenjäger der Welt. Mit ihren beiden YO 004 Triebwerken erreichte die Maschine Geschwindigkeiten von über 800 km pro Stunde, fast 300 kmh schneller als die besten Propellerjäger der Alliierten.

“Diese Maschine wird das Blatt wenden,” hatte Generalleutnant Adolf Galland bei der Einweisung gesagt, doch Werner blieb skeptisch. Zu oft hatte er gehört, daß ein neues Wunderflugzeug den Kriegsverlauf verändern würde, nur um dann zu erleben, wie die industrielle Übermacht der Amerikaner jede technische Überlegenheit zu nichte machte.

Die Junkers Jumo Triebwerke heolten auf, als Werner den Schubhebel nach vorne schob. Die vibrierende Kraft der Maschine war so anders als alles, was er zuvor geflogen hatte. Keine Propellervibrationen, kein stampfender Kolbenmotor, nur das konstante, kraftvolle Dröhnen der Turbinen, die einen kontinuierlichen Schub erzeugten.

Neben ihm rollten drei weitere ME262 zur Startbahn, geflogen von seinen Kameraden, der Erprobungskommando 26, Oberleutnant Karl Müller, ein ehemaliger BF109 Experte mit 67 Abschüssen, Leutnant Hans Weber, ein ruhiger, methodischer Pilot aus dem Schwarzwald. und Feldwebel Otto Fischer, der Jüngste der Gruppe, aber mit einem untrüglichen Instinkt für Luftkampfmanöver.

Sie bildeten eine kleine, aber elitäre Einheit, beauftragt mit der Erprobung der neuen Düsenjäger unter Kampfbedingungen. Die Funkgeräte knackten, als die Bodenkontrolle die Startfreigabe erteilte. Schwalbe 1 bis 4. Sie haben Statterlaubnis. Feindliche Bomberformation nähert sich München aus Südwesten, geschätzt 30 B17 mit Begleitschutz. Höhe 8000 m.

Abfangen und zerstören. Gott schütze sie. Werner schob den Schubhebel ganz nach vorne und die M262 beschleunigte mit einer Kraft, die ihn in den Sitz drückte. Nach nur 600 m hob die Maschine ab und stieg mit einer Geschwindigkeit, die kein Propellerflugzeug erreichen konnte. In weniger als 5 Minuten hatten sie eine Höhe von 6000 m erreicht und setzten Kurs auf die gemeldete Bomberformation.

Im Cockpit überprüfte Werner noch einmal die mm MK Hand 8 Kanonen, die Hauptbewaffnung der Me 26 gegen die schweren amerikanischen Bomber. Die Bordkanonen waren tödlich präzise. Ein kurzer Feuerstoß konnte einen viermotorigen Bomber zum Absturz bringen. Über Funk meldete die Bodenstation. Schwalbestaffel, feindliche Bomber jetzt 40 km südwestlich von München, begleitet von P51 Mustangs als Begleitschutz.

Werner nickte grimmig. Die P51 war der gefährlichste amerikanische Jäger. Schnell, wendig und mit enormer Reichweite. Aber heute würden die Amerikaner eine Überraschung erleben, die ihr Überlegenheitsgefühl erschüttern würde. Schwalbem, Kampffformation einnehmen. Befahl er über Funk. Wir greifen aus der Sonne an.

Zuerst die Bomber, dann erst die Begleitjäger. Lieutenant Colonel James Jim Donovan blickte durch die Plexiglaskuppel seiner P51D Mustang auf die Formation von 30B17 Flying Fortress, die er und seine Männer der 332. Jagdgruppe stationiert in Ramitelli Italien an diesem Tag begleiteten. Die Mission ein Angriff auf die Messerschmidwerke nahe München, ein Ziel von höchster strategischer Bedeutung.

Derjährige Pilot aus Springfield, Illinois, führte seine Schwadronen mit ruhiger Hand, obwohl sie bereits seit dre Stunden in der Luft waren. Die Mustang mit ihrem leistungsstarken Rolls-Royce Merlin Motor und den zusätzlichen Treibstofftanks war das einzige alliierte Jagdflugzeug, das die Bombe auf ihrem gesamten Weg über feindliches Gebiet begleiten konnte.

“Igelleder an alle Einheiten”, sprach Donovan in sein Kehlkopfmikrofon. “Wir nähern uns dem Zielgebiet erhöhte Aufmerksamkeit. Deutsche Abfangjäger wurden in diesem Sektor gemeldet. Die Antworten seiner Piloten kamen prompt und professionell zurück. Doch hinter der Routine verbarg sich ein gesundes Maß an Nervosität.

Der Luftraum über Süddeutschland galt als einer der am härtesten Verteidigten des Dritten Reiches. Neben Donovan flog sein langjähriger Wingman, Lieutenant Marcus Preacher Williams, ein ehemaliger Theologiestudent aus Boston, der seinen Spitznamen durch seine Angewohnheit erhalten hatte, vor jedem Einsatz ein kurzes Gebet zu sprechen.

“Jim, ich habe ein ungutes Gefühl bei dieser Mission”, meldete Williams über den Bordfunk. “Nur für Donovan hörbar. Das Briefingerwähnte Gerüchte über neue deutsche Jäger in diesem Sektor. Donovan nickte in seinem Cockpit, obwohl sein Freund diese Geste nicht sehen konnte. Ich weiß, Preacher, aber was immer die Deutschen aufbieten, unsere Mustangs sind schneller als jede Messerschmidt oder Fockewolf, die sie haben.

Diese Überzeugung hatte die amerikanischen Piloten durch viele erfolgreiche Missionen getragen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 700 kmh. War die P51 Mustang den meisten deutschen Jägern tatsächlich überlegen. Seit ihrer Einführung an der europäischen Front hatte sie das Kräfteverhältnis in der Luft deutlich zugunsten der Alliierten verschoben.

Doch was Donovan und seine Männer nicht wussten, an diesem Tag würde ihre technologische Überlegenheit zum ersten Mal ernsthaft in Frage gestellt werden. Die B17 Formation hatte gerade die österreichisch-deutsche Grenze überquert, als der Bordfunker von Donovans Mustang sich meldete. Eagle Leeader Fortress Lead meldet starke Radaraktivität voraus.

Deutsche Jäger steigen auf. Donovans Blick schweifte über den tiefblauen Himmel, der trügerisch friedlich wirkte. Eagle Squadron, engere Formation um die Bomber. Halten Sie Ausschau nach feindlichen Jägern aus allen Richtungen. In diesem Moment bemerkte Williams etwas am Horizont. Jim, 2 Uhr hoch. Was zum Teufel ist das? Was zum Donovan richtete seinen Blick in die angegebene Richtung und konnte vier Flugzeuge ausmachen, die sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit näherten.

Sie hatten nicht die charakteristische Silhouette einer BF19 oder FW190. Die Flügel wirkten breiter, das Heck anders geformt und vor allem es waren keine Propeller zu erkennen. Ein kalter Schauer lief Donovan über den Rücken, als er realisierte, was er da sah. Die deutschen Düsenjäger, von denen das Oberkommando in den letzten Briefings gesprochen hatte, keine Gerüchte mehr, sondern beunruhigende Realität.

Alle I Eagles, unbekannte Flugzeugtypen im Anflug, sehr hohe Geschwindigkeit, defensive Positionen einnehmen. Jetzt Werner Schröder erkannte den perfekten Moment für den Angriff, als die amerikanische Bomberformation direkt unter seiner Position durchflog. Die 4 ME262 hatten in 9000 m Höhe eine ideale Angriffsposition erreicht.

Die Sonne im Rücken, fast unsichtbar für die feindlichen Beobachter. Jetzt befahl er knapp über Funk. Sturzflug mit voller Leistung. Angriffsziel sind die B17 am Rand der Formation. Nach dem ersten Durchgang sofort durchziehen und Höhe gewinnen. Keine Kurvenkämpfe mit den Begleitjägern. Die vier deutschen Düsenjäger kippten synchron nach vorne und stürzten mit einem Angriffswinkel von 30° auf die amerikanischen Bomber herab.

Die Geschwindigkeitsanzeige in Werners Cockpit kletterte rasch über 850 km. Eine Geschwindigkeit, die kein Propellerflugzeug der Welt erreichen konnte. Der Luftwiderstand drückte gegen seine Maschine. Ein leichtes Vibrieren lief durch die Flügel, doch die M262 blieb stabil. In seinem Visier wuchs die massive Silhouette einer B17 heran, die am äußeren Rand der Formation flog.

Der viermotorige Bomber, vollgepackt mit Sprengstoff, wirkte trotz seiner Größe und Bewaffnung seltsam verwundbar gegen den heranrasenden Düsenjäger. Heilige Scheiße, was ist das?”, rief der Heckschütze der B17, Memphis Bell 2 über das Interkom. Feindliche Jäger im Sturzflug kommen mit unglaublicher Geschwindigkeit.

Die Bordschützen der amerikanischen Bomber schwenkten ihre schweren Maschinengewehre in Richtung der angreifenden Flugzeuge. Doch die Geschwindigkeit der deutschen Jäger machte es fast unmöglich, sie richtig anzuvisieren. Die ersten Feuerstöße der Bomber gingen weit hinter den Me62 ins Leere. Werner fixierte sein Ziel im Visier.

Die Entfernung schmolz in Sekundenschnelle. 800 m 600 400 Bei 300 m drückte er den Feuerknopf auf seinem Steuerknüppel. Die 43 mm Kanonen der M262 spuckten Feuer und Tod. Die schweren Explosivgeschosse trafen den Bomber am rechten Flügel und im Rumpf. Sofort brach ein Feuer aus, als die Treibstofftanks des amerikanischen Flugzeugs getroffen wurden.

Werner zog seine Maschine in einem weiten Bogen nach oben, während er beobachtete, wie der getroffene Bomber aus der Formation fiel, eine schwarze Rauchfahne hinter sich herziehend. Über Funk hörte er die Erfolgsmeldungen seiner Kameraden. Schwalbe 2, ein Bomber getroffen, brennt. Schwalbe 3, Treffer im Cockpit, Bomber geht runter.

Schwalibe vier Treffer, aber Bomber fliegt weiter. Greife erneut an. Lieutenant Colonel Donovan konnte seinen Augen kaum trauen, als er die deutschen Jäger mit unvorstellbarer Geschwindigkeit durch die Bomberformation rasen sah. 3 B17 waren in weniger als einer Minute getroffen worden. Zwei davon stürzten bereits brennend ab.

Egels Abfangjäger verfolgt die deutschen Jäger, befahl er und riss seine P51 in einen steilen Steigflug, um einen der Angreifer zu verfolgen. Die Mustang war ein hervorragendes Jagdflugzeug, aber was auch immer diese neuen deutschenMaschinen waren, sie waren deutlich schneller. Trotz Vollgas konnte Donovan beobachten, wie der Abstand zu dem deutschen Jäger, den er verfolgte, stetig größer wurde.

Preacher, siehst du das? Diese Dinger haben keine Propeller. Das müssen die neuen Düsenjäger sein, von denen das Hauptquartier gesprochen hat. Williams Stimme klang angespannt über Funk. Jim, pass auf, einer kommt zurück, direkt auf dich zu. Donovan blickte nach oben und sah eine der deutschen Maschinen, die in einem weiten Bogen gewendet hatte und nun direkt auf ihn zustürzte.

In einem verzweifelten Manöver riss er seine Mustang herum, aber die Geschwindigkeit des Angreifers war überwältigend. Die ME 262, geflogen von Leutnand Weber, schoss mit über 200 kg kilomat Geschwindigkeitsüberschuss an ihm vorbei, so nahe, dass Donovan das eisernen Kreuz auf den Flügeln deutlich erkennen konnte.

Die Situation im Luftraum über Bayern verwandelte sich innerhalb weniger Minuten von einer Routinemission in ein Chaos. Die amerikanischen Begleitjäger, bisher gewohnt die Lufthoheit zu besitzen, fanden sich plötzlich in der Defensive. Die deutschen Düsenjäger nutzten ihre überlegene Geschwindigkeit, um anzugreifen und sofort wieder außer Reichweite zu klettern, bevor die P51 effektiv reagieren konnten.

Egelllieder an alle Einheiten, befahl Donovan. Enge Defensivformation um die Bomber. Diese neuen Jäger sind zu schnell für eine Verfolgung. Es war eine bittere Erkenntnis für die amerikanischen Piloten, die seit Monaten die Luftüberlegenheit genossen hatten. In der Zwischenzeit hatte Werner seine M 262 wieder auf Angriffshöhe gebracht und beobachtete die sich neu formierende amerikanische Abwehr.

Die Mustangs bilden einen defensiven Schirm, meldete er seiner Staffel. Wir ändern die Taktik. Paarweise Angriff von verschiedenen Richtungen gleichzeitig. Müller und ich von vorne, Weber und Fischer von hinten. Auf mein Kommando in drei Minuten. Die kurze Pause würde den Triebwerken eine Verschnaufpause gönnen. Die Yumo 004 Turbinen waren empfindlich und neigte bei Dauerbelastung zur Überhitzung, eine der wenigen Schwächen der ansonsten revolutionären Maschine.

Die Sonne stand hoch am bayerischen Himmel, als die zweite Angriffswelle der ME262 begann. Werner Schröder und Karl Müller stürzten sich aus nördlicher Richtung auf die amerikanische Formation, während Weber und Fischer von Süden angriffen. Die koordinierte Attacke zwang die P51 Begleitjäger ihre Aufmerksamkeit zu teilen und schuf gefährliche Lücken in der Verteidigung.

Werner visierte einen B17 Bomber in der Mitte der Formation an, der mit seinen markanten Abzeichen als Führungsflugzeug erkennbar war. Schwalbe 1 im Anflug auf den Führungsbomber meldete er knapp. Die Entfernung schmolz rapide und mit jedem Sekundenbruchteil wurden die Details des massiven Flugzeugs schärfer. Die geschütztürme, die verzweifelt versuchten auf ihn zu zielen, die vier dröhnenden Ride Cyclone Motoren, das Sonnenlicht, das sich auf der Plexiglaskanzel brach.

Bei viert m eröffnete Werner das Feuer. Die 30 Wien mehrer Granaten der MK108 schlugen in den Rumpf des Bombers ein, zerrissen Aluminium und durchschlugen Treibstoffleitungen. Eine Explosion erschütterte den rechten Außenmotor der B17 und schwarzer Rauch quoll hervor. Dennoch flog der Bomber weiter, ein Zeugnis der legendären Widerstandsfähigkeit dieser Flugzeuge, die oft mit dutzenden Treffern noch heimkehren konnten.

“Kern, wir verlieren zu viele Bomber!” Die verzweifelte Stimme des Bomberpiloten Captain Michael Reynolds drang durch Donovins Kopfhörer. Diese neuen deutschen Jäger durchbrechen unsere Verteidigung, als wäre sie nicht vorhanden. Donovan biss die Zähne zusammen und zog seine Mustang in einen engen Kurvenflug, um einem der deutschen Düsenjäger den Weg abzuschneiden.

Eagle Squadron, neue Strategie, befahl er. Williams Thompson, Coleman, ihr bleibt bei den Bombern. Alle anderen folgen mir. Wir werden versuchen, diese Düsenjäger beim Steigflug abzufangen. Es war ein verzweifelter Plan, aber Donovan hatte bemerkt, dass die deutschen Maschinen nach jedem Angriff steil nach oben zogen, um wieder Höhe zu gewinnen.

In dieser Phase des Fluges waren sie langsamer und verwundbarer. Eagle 5 und 6mt den Jäger, der gerade nach Norden abzieht. Igel 3 und 4, den östlichen. Ich nehme den Anführer. Die amerikanischen Piloten schwenkten ab, entschlossen, die Initiative zurückzugewinnen. Donovan fixierte die Mi 262, die Werner flog und die gerade nach einem erfolgreichen Angriff wieder Höhe gewann.

Er schob den Steuerknüppel nach vorne und brachte seine P51 in einen flachen Steigflug, der ihn auf Abfangkurs brachte. Werner bemerkte die Gefahr zu spät. Konzentriert auf den nächsten Angriffsplan übersah er die P51, die sich von unten näherte. Erst der Warnruf von Müller riss ihn aus seiner Konzentration. Schwalbe 1, Mustang auf 6 Uhr im Steigflug.

Werner riissß instinktiv den Steuerknüppel zurSeite, um ein Ausweichmanöver einzuleiten. Doch in diesem Moment eröffnete Donovan bereits das Feuer. Die 61,7 mm Browning Maschinengewehre der P15 spuckten Feuer und eine Salve traf das rechte Triebwerk der ME 26. Funken sprühten, als die Projektile die empfindliche Turbine trafen.

Sofort begann das Triebwerk zu stottern. Schwarzer Rauchquoll heraus und Werners Cockpit füllte sich mit Warnleuchten und Alarmsignalen. Schwalbe 1 getroffen, rechtes Triebwerk ausgefallen. Mit nur einem funktionierenden Triebwerk verlor die M262 rapide an Geschwindigkeit und Höhe. Werner kämpfte mit dem Steuerknüppel, um die Maschine stabil zu halten, aber der asymmetrische Schub machte das Flugzeug schwer kontrollierbar.

Kann die Höhe nicht halten, muss Noten, meldete er grimmig. Die Überlegenheit des deutschen Wunderjägers hatte sich in diesem Moment als trügerisch erwiesen. Trotz ihrer revolutionären Technologie war die MI264 in bestimmten Situationen verwundbar, besonders wenn ein Triebwerk ausfiel. Donovans triumphierendes Getroffen halte durch den Funk der amerikanischen Staffel.

Der Abschuss eines der mysteriösen deutschen Düsenjäger elektrisierte die amerikanischen Piloten und gab ihnen neuen Mut. Sie sind nicht unbesiegbar”, rief Williams. “Wenn Sie steigen oder wenden, sind sie verwundbar.” Diese Erkenntnis verbreitete sich schnell und die amerikanischen Jäger änderten ihre Taktik.

Statt zu versuchen, die überlegene Geschwindigkeit der ME 262 zu kontern, konzentrierten sie sich nun darauf, die Momente auszunutzen, in denen die deutschen Maschinen langsamer wurden, beim Steigflug nach einem Angriff oder in engen Kurven. Müller erkannte die Gefahr für seine Staffel. Schwalbe zwei an alle. Die Amerikaner haben unsere Schwachstelle erkannt.

Brechen wir den Angriff ab und kehren zum Stützpunkt zurück. Es war eine schwierige Entscheidung. Sie hatten bereits 5 B17 abgeschossen und mehrere weitere beschädigt, aber das Risiko weiterer Verluste war zu groß. Beber und Fischer bestätigten den Befehl und drehten nach Osten ab, während Müller zurückblieb, um den beschädigten Werner zu eskortieren, der verzweifelt versuchte, seine taumelnde Maschine unter Kontrolle zu halten.

Auf einer Höhe von nur noch 2000 m kämpfte Werner mit seiner beschädigten ME260. Das linke Triebwerk heulte unter der Last, während er versuchte einen geeigneten Landeplatz zu finden. Die bewaldeten Hügel Bayerns boten wenig Möglichkeiten für eine Notlandung. In der Ferne konnte er ein offenes Feld ausmachen, seine einzige Chance.

Über Funk meldete er seine Position und Absicht. Schwalbe 1 versucht Notlandung auf Feld bei Markt Oberdorf. Benötige Bergungsteam. Müller, der schützend über ihm kreigte: “Verstanden? Schwalbe 1. Habe Bodenkontrolle informiert. Bergungsteam wird entsandt. Werner konzentrierte sich nun vollständig auf die bevorstehende Landung.

Mit einem beschädigten Düsenjäger auf einem improvisierten Landeplatz niederzugehen, grenzte an Selbstmord, aber er hatte keine Wahl. Die Baumwipfel rasten unter ihm vorbei, als er die Höhe weiter reduzierte und auf das Feld zusteuerte. Der Boden kam mit beängstigender Geschwindigkeit näher. Fahrwerk ausgefahren, Landeklappen auf volle Ausdehnung, murmelte er das Landeprotokoll, während der Schweiß von seiner Stirn tropfte.

Mit einem letzten Stoßgebet setzte er zum finalen Landeanflug an. Die mit 262 pflügte über das bayerische Feld, als Werner Schröder die Maschine mit letzter Kraft auf den Boden zwang. Das Fahrwerk knickte beim Aufprall weg und der Düsenjäger rutschte auf dem Bauch über das unebene Terrain.

Metall kreischte, Erde und Gras spritzten auf, während der Jet eine lange Furche in den Boden rs. Werner klammerte sich an den Steuerknüppel, als die Welt um ihn herum in einem Chaos aus Lärm und Erschütterungen versank. Nach fast 200undert Mern kam die einstolze Maschine endlich zum Stehen. Verbogen, zerbrochen, aber nicht explodiert.

Mit zitternden Händen öffnete Werner die Cockpithaube und zog sich aus dem Wrack. Seine Uniform war mit Schweiß durchnäst, das Gesicht ruß verschmiert. Er taumelte einige Schritte von dem qualmenden Flugzeug weg, bevor seine Beine nachgaben und er ins Gras sank. Am Himmel kreiste Müller in seiner Mäeh 26. offensichtlich erleichtert, seinen Kameraden leben zu sehen.

Der Jagdverband kehrt zum Stützpunkt zurück, hörte Werner über sein tragbares Funkgerät. “Wergungsteam ist unterwegs zu deiner Position. ET 20 Minuten. Auf dem Rückflug nach Italien herrschte in Donovens Staffel eine gemischte Stimmung aus Triumph und Trauer. Sie hatten einen der mysteriösen deutschen Düsenjäger abgeschossen.

Ein bedeutender Erfolg, der bewiesen hatte, dass diese neuen Maschinen nicht unverwundbar waren. Doch der Preis war hoch. 7 B17 Bomber mit insgesamt 70 Besatzungsmitgliedern waren verloren gegangen. Drei weitere schwer beschädigt. Egelllieder an Basis. Funkte Donovan. kehren zurück mit 11P51.Zwei Verluste.

Bombergruppe hat schwere Verluste erlitten. Wir haben einen neuen deutschen Jägertyp konfrontiert. Bestätige Düsenantrieb, extrem hohe Geschwindigkeit. Einen abgeschossen, der vermutlich not gelandet ist. Nach einer kurzen Pause fügte er hinzu, dringend taktische Anpassung erforderlich. Diese Maschinen ändern die Spielregeln. Williams Stimme kam über den Funk.

Jim, glaubst du, die Deutschen haben genug von diesen Dingern, um das Blatt zu wenden? Donovan schwieg einen Moment. “Nein,” antwortete er schließlich. “Wenn Sie genug hätten, wären heute mehr als vier aufgestiegen. Aber selbst wenige können großen Schaden anrichten, wenn wir nicht lernen, mit ihnen umzugehen.” Drei Tage später saß Werner in einem spärlich eingerichteten Konferenzraum auf dem Fliegerhorst Lechfeld.

Sein rechter Arm war bandagiert, eine Schnittwunde von der Bruchlandung. Vor ihm saßen Generalleutnant Adolf Galland und mehrere hochrangige Offiziere der Luftwaffe. Ihr Einsatzbericht ist beeindruckend, Hauptmann Schröder”, sagte Galland anerkennend. Sieben abgeschossene B17 mit nur 4 ME 262. Das bestätigt unsere Hoffnungen in dieses Flugzeug.

Werner nickte respektvoll, doch sein Gesichtsausdruck blieb ernst. “Die mit 262 ist jedem alliierten Jäger überlegen, Herr General.” Aber er zögerte, aber ihre Schwächen wurden schnell erkannt. Die Amerikaner haben gelernt, uns beim Steigflug abzufangen und die Triebwerke sind zu empfindlich. Galland seufzte schwer. Das ist uns bewusst.

Die Produktion der Y-O4 Triebwerke leidet unter Materialmangel. Wir müssen minderwertige Legierungen verwenden, was die Zuverlässigkeit beeinträchtigt, er lehnte sich vor. Dennoch die ME 262 bleibt unsere beste Hoffnung. Wir bilden jetzt intensiv Piloten aus. Bis Ende des Jahres wollen wir drei Staffeln einsatzbereit haben.

Die Realität war jedoch ernüchternd, wie Werner nur zu gut wußte. Deutschland fehlten nicht nur die Rohstoffe für zuverlässige Triebwerke, sondern auch der Treibstoff, um intensive Pilotenausbildung zu betreiben. Die alliierte Bomberoffensive hatte die deutsche Treibstoffproduktion auf ein Minimum reduziert. Mit Verlaub, Herr General, sagte er vorsichtig, ich bezweifle, dass wir genug Maschinen und ausgebildete Piloten haben werden, um das Kriegsgeschehen zu wenden.

Die Amerikaner werden ihre Taktik anpassen. Sie haben die industriellen Kapazitäten, die uns fehlen. Gallans Mine verfinsterte sich, aber er widersprach nicht. Die bittere Wahrheit war allen im Raum bewusst. Trotz technologischer Durchbrüche wie der ME 266 neigte sich der Krieg unaufhaltsam seinem Ende zu.

nicht zugunsten Deutschlands. Die Übermacht der Alliierten in Produktion und Ressourcen konnte durch vereinzelte technische Überlegenheit nicht ausgeglichen werden. Epilog: Im Mai 1945, ein Jahr nach dem Einsatz von Werners Staffel, kapitulierte Deutschland die ME 2160, obwohl revolutionär und ihrer Zeit weit voraus, kam zu spät und in zu geringen Stückzahlen, um den Kriegsverlauf zu beeinflussen.

Von den etwa 400 gebauten Maschinen kamen nur etwa 300 tatsächlich zum Einsatz. Nach dem Krieg studierten amerikanische, britische und sowjetische Ingenieure die erbeuteten Exemplare intensiv und nutzten die gewonnenen Erkenntnisse für ihre eigenen Düsenjägerentwicklungen. Die ME 262 markierte den Beginn des Düsenzeitalters in der militärischen Luftfahrt.

Ein technologischer Meilenstein, dessen Potenzial jedoch durch die Umstände des zusammenbrechenden Dritten Reiches nie voll ausgeschöpft werden konnte. Werner Schröder überlebte den Krieg und arbeitete später als Testpilot für ein amerikanisches Luftfahunternehmen. Die Ironie, dass er nun Düsenflugzeuge für die ehemaligen Feinde testete, entging ihm nicht.

Aber die Faszination für die Technologie, die er als einer der ersten Piloten der Welt erlebt hatte, blieb sein Leben lang ungebrochen.