Aus der Leinwand-Legende Brigitte Bardot wurde buchstäblich eine französische Nationalikone. Bis die radikale Tierschützerin vielfach politisch polarisierte. Nun ist die Schauspielerin im Alter von 91 Jahren gestorben.

2022 kündigte der Streaming-Dienst Netflix an, das Leben von Brigitte Bardot nicht etwa in einem einzelnen Film, sondern in einer aufwändig produzierten Biopic-Serie zu erzählen. Ein Jahr später erschien die Miniserie mit dem einfachen Titel “Bardot”, eine Hommage an eine Ikone des französischen Kinos und eine der bekanntesten Französinnen überhaupt. Zeit ihres Lebens galt “die BB” als Feministin und gleichzeitig als Femme Fatale. Und ihr Leben verlief nicht ohne Kontroversen.
Die am 28. September 1934 in Paris geborene Industriellen-Tochter wurde bereits mit 15 Jahren als Fotomodell entdeckt und startete als Mannequin durch, nachdem sie sich die Haare blondiert hatte. Ihre eigentliche Haarfarbe war brünett, doch mit ihrer neuen Färbung wurde sie, ähnlich wie Marilyn Monroe, zu einer der bekanntesten “Blondinen” des 20. Jahrhunderts. Noch 2022 wird das “BB-Blond” in Modezeitschriften als das perfekte Blond gefeiert.
Schauspielkarriere
Mit 18 drehte Bardot erste Filme, doch internationale Beachtung fand sie mit ihrer Rolle in “Und immer lockt das Weib” (1956) unter der Regie ihres Ehemanns Roger Vadim, den sie 1952 geheiratet hatte. In dem Film spielt die Bardot eine junge Frau, die ihre erotischen Reize bewusst einsetzt und Männer um den Finger wickelt. Der Mythos Bardot war geboren. In den USA galt der Film als zu freizügig für die Leinwand. Kinobetreiber, die ihn zeigten, wurden sogar festgenommen.

Brigitte Bardot in “Viva Maria”Bild: United Archives/picture alliance
Dem Erfolg des Films und der Bardot tat das keinen Abbruch, im Gegenteil. In den Folgejahren etablierte sie sich als “Femme Fatale”. Sie spielte in mehr als 40 Filmen mit, darunter “Die Wahrheit” (1960) von Henri-Georges Clouzot, “Die Verachtung” (1963) von Jean-Luc Godard und Louis Malles “Viva Maria!” (1965).
Sängerin, Model und Ikone der Freizügigkeit
Sie nahm auch zahlreiche Chansons und Popsongs in den 1960er und 1970er Jahren auf, unter anderem mit Serge Gainsbourg und Sacha Distel. Als Fotomodell war sie Muse von Designern großer Modehäuser, darunter Dior, Balmain und Pierre Cardin. Aufgrund ihres hedonistischen Lebensstils, den sie auch außerhalb der Leinwand vertrat, wurde sie zur Ikone der sexuellen Revolution jener Zeit.
Nach der Scheidung von Vadim im Jahr 1957 säumten einige legendäre Affären den Weg der Bardot, darunter mit ihrem Filmpartner, dem Schauspieler Jean-Louis Trintignant. Die beiden avancierten vor und hinter der Kamera zu einem Traumpaar des französischen Kinos. Nach der Trennung von Trintignant ging Bardot gleichermaßen von der Presse verfolgte Beziehungen ein: Etwa mit “Monsieur 100.000 Volt”, dem Chansonnier Gilbert Bécaud. 1966 folgte eine kurzlebige Ehe mit dem deutsch-schweizerischen Industriellenerben Gunter Sachs, der mit seinem extrovertierten Lebensstil zu jener Zeit als “Gentleman-Playboy” schlechthin galt.
In einem Essay aus dem Jahr 1959 mit dem Titel “Brigtte Bardot und das Lolita-Syndrom” beschrieb Simone de Beauvoir die BB als “Lokomotive der Frauengeschichte” und feierte sie als die freieste Frau überhaupt im Frankreich der Nachkriegszeit. 1973 beendete die Bardot ihre Schauspielkarriere, doch sie blieb ihr Leben lang ein Star.
Tierschutz als Lebensthema
Der mediale Fokus auf das Privatleben der Bardot verschob sich etwas, als sie zunehmend aktivistisch in Erscheinung trat. Ab den frühen 60er-Jahren nutzte sie ihren globalen Ruhm, um für mehr Tierrechte und -schutz zu werben. Es sollte zu ihrem Lebensthema werden.
Früh forderte sie etwa die Einführung von Bolzenschussgeräten in Schlachthöfen für ein möglichst schmerzfreies Töten der Tiere. Ab 1976 schloss sie sich einer globalen Kampagne gegen die Robbenjagd an. 1986 gründete sie die Brigitt-Bardot-Stiftung, die sich weltweit für Tierwohl einsetzt.
Drift nach Rechtsaußen
2021 musste Brigitte Bardot eine 5000-Euro-Strafe wegen Volksverhetzung zahlen, unter anderem, weil sie Jäger mit dem NS-Begriff “Untermenschen” beschrieben hatte. Es war bei Weitem nicht das erste Mal, dass Bardot politisch ins Schleudern geriet. Seit sie 1974 den konservativen Präsidentschaftskandidaten Valéry Giscard d’Estaing gegen den Sozialisten François Mitterrand unterstützt hatte, schlingerte Brigitte Bardot vielfach immer wieder klar nach rechts. Sie begann etwa, mit der rechtspopulistischen Partei Front National zu liebäugeln.

2014 schwärmte sie in einem Interview mit “Paris Match” von Marine Le Pen, damals Parteichefin des Front National, als “der Jeanne d’Arc des 21. Jahrhunderts”, die “Frankreich retten” sollte. Bereits 2004 war die Bardot von einem französischen Gericht wegen Anstiftung zum Rassenhass verurteilt worden, nachdem sie in einem Buch Muslime nicht nur wegen des Schächtens von Tieren verurteilt hatte, sondern auch eine Unterwanderung Frankreichs unterstellte. Mehrfach musste sie Geldstrafen zahlen, da sie gegen Muslime oder Menschen aus La Réunion hetzte.
Zwischen Skandal-Star und allegorischer Französin
Bardot äußerte sich auch immer wieder zu Gender-Themen. Nach einigen sehr ambivalenten Äußerungen über die heutige Schwulenszene bestritt sie unter Verweis auf viele homosexuelle Freunde, homophob zu sein. Unterdessen machte sie die Zahl der Geschlechtsumwandlungen für die Kostenexplosion im Gesundheitswesen verantwortlich. Während der #MeToo-Debatte um sexuelle Belästigung im Film-Business erklärte sie, viele Schauspielerinnen würden die Produzenten “necken”, um eine Rolle zu ergattern. “Und dann sagen sie, dass sie belästigt wurden, damit wir über sie reden.”
Trotz ihrer vielen kontroversen Äußerungen und Positionen blieb Brigitte Bardot bis zum Ende ihres Lebens eine – wenn auch schillernde – nationale Ikone. Kein Zufall, denn mehrfach stand die “BB” für Büsten der französischen Nationalfigur Marianne Modell.
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