Der Schwarze Montag für Kanzler Merz: Regierungskollaps in Brandenburg und AfD-Umfrageschock erschüttern die Republik
Berlin/Potsdam – Es gibt Tage in der Politik, an denen sich die Geschichte nicht nur dreht, sondern regelrecht überschlägt. Der gestrige Montag, der 5. Januar 2026, wird zweifellos als einer dieser schicksalhaften Tage in die Annalen der deutschen Nachkriegsgeschichte eingehen. Für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und seine Regierungskoalition gleicht die aktuelle Lage einem politischen Albtraum, aus dem es kein sanftes Erwachen zu geben scheint. Ein „Doppelschock“, wie ihn politische Beobachter in Berlin bereits nennen, hat die politische Landschaft der Bundesrepublik in ihren Grundfesten erschüttert und eine Krisenstimmung ausgelöst, die bis in die höchsten Zirkel des Kanzleramts spürbar ist.
Was ist passiert? Zwei Ereignisse, die auf den ersten Blick vielleicht nur lose miteinander verbunden scheinen, haben sich zu einer perfekten Sturmfront zusammengebraut. Zum einen ist da das spektakuläre Auseinanderbrechen der Regierungskoalition im Bundesland Brandenburg, ausgelöst durch den überraschenden Rücktritt und Parteiaustritt von Finanzminister Robert Crumbach. Zum anderen sorgen frische Umfragezahlen auf Bundesebene für Schnappatmung im Konrad-Adenauer-Haus: Die AfD hat die Union überholt und liegt nun unangefochten auf Platz eins der Wählergunst.
Das Beben von Potsdam: Ein Finanzminister zieht die Reißleine
Beginnen wir mit dem ersten Epizentrum dieses politischen Erdbebens: Potsdam. Die ohnehin fragile Koalition aus SPD und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), die unter der Führung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) stand, ist faktisch am Ende. Der Auslöser war ein Paukenschlag, der am Montagnachmittag durch die Flure des Landtags hallte. Robert Crumbach, der nicht nur das Amt des Finanzministers bekleidete, sondern auch als Vize-Ministerpräsident fungierte, trat vor die Presse und verkündete seinen sofortigen Austritt aus der BSW-Partei und deren Landtagsfraktion.
Seine Begründung ließ tief blicken und offenbarte die zerrütteten Zustände innerhalb des Bündnisses Sahra Wagenknecht. Crumbach sprach von einem „unausweichlichen Schritt“, um „weiteren Schaden vom Land Brandenburg abzuwenden“. Die internen Querelen, die Radikalisierung bestimmter Positionen und die Unfähigkeit weiter Teile der BSW-Fraktion, staatspolitische Verantwortung zu tragen, hätten ihn zu diesem Schritt gezwungen. „Das BSW ist nicht mehr meine Partei“, so das vernichtende Urteil des nun parteilosen Ministers.
Dieser Schritt ist nicht einfach nur eine Personalie – er ist der Todesstoß für die rot-lila Regierung in Brandenburg. Die Koalition, die von Anfang an als experimentelles Wagnis galt und nur über eine hauchdünne Mehrheit verfügte, hat diese nun endgültig verloren. Crumbach hat zwar angekündigt, einen Antrag auf Aufnahme in die SPD-Fraktion zu stellen, doch das politische Porzellan ist zerschlagen. Die BSW-Spitze um Friederike Benda fordert wutentbrannt seinen Rücktritt als Minister und die Rückgabe des Mandats, während Ministerpräsident Woidke vor den Trümmern seiner Regierungsbildung steht. Ohne eine sichere Mehrheit ist Brandenburg unregierbar, und der Ruf nach Neuwahlen wird lauter – ein Szenario, das vor allem einer Partei in die Hände spielen dürfte: der AfD.
Der Umfrage-Schock: Die Union verliert die Pole-Position
Während in Potsdam die Telefone heiß liefen und Krisensitzungen anberaumt wurden, traf am späten Nachmittag die zweite Hiobsbotschaft in Berlin ein. Das Meinungsforschungsinstitut GMS veröffentlichte seine neueste Sonntagsfrage, und die Zahlen schlugen ein wie eine Bombe. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, käme die AfD auf satte 27 Prozent der Stimmen. Die CDU/CSU unter Kanzler Merz hingegen rutschte auf 24 Prozent ab.
Das ist mehr als nur ein statistischer Ausreißer; es ist ein Dammbruch. Drei Prozentpunkte Vorsprung für die AfD vor der Union – das gab es in dieser Deutlichkeit noch nie. Für Friedrich Merz, der angetreten war, um die AfD zu „halbieren“, ist dies eine persönliche Niederlage von historischen Ausmaßen. Die Strategie der CDU, durch eine härtere Gangart in der Migrationspolitik und eine klare Abgrenzung (die berühmte „Brandmauer“) Wähler zurückzugewinnen, scheint krachend gescheitert zu sein.
Der Jubel auf der anderen Seite ließ nicht lange auf sich warten. Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD, triumphierte öffentlich und sprach von einer Bestätigung ihres Kurses. „Unangefochten auf dem ersten Platz im neuen Jahr“, verkündete sie siegessicher. Ihre Worte, man freue sich auf die kommenden Landtags- und Kommunalwahlen, klangen für viele Beobachter weniger wie ein politisches Versprechen, sondern vielmehr wie eine unverholene Drohung an das etablierte Parteiensystem: Wir sind bereit zur Machtübernahme.
Krisenstimmung im Kanzleramt
Die Reaktion in Berlin erfolgte prompt und nervös. Kanzler Merz berief noch am Abend eine Krisensitzung im Kanzleramt ein. Die Bilder, die uns erreichen, zeigen ernste Gesichter. Es geht längst nicht mehr nur um Brandenburg; es geht um die Stabilität der gesamten Bundesrepublik. Wenn ein Bundesland unregierbar wird und gleichzeitig die stärkste Kraft im Bund eine Partei ist, die vom Verfassungsschutz in weiten Teilen als rechtsextremistisch eingestuft wird (oder wurde), dann steht das politische System unter gewaltigem Stress.
In der Krisensitzung dürfte es vor allem um Schadensbegrenzung gegangen sein. Wie kann man verhindern, dass der Funke aus Brandenburg auf den Bund überspringt? Die Situation in Potsdam zeigt exemplarisch, wie schwierig das Regieren geworden ist, wenn die Ränder des politischen Spektrums so stark werden, dass kaum noch stabile Mehrheiten der „Mitte“ möglich sind. Das BSW, einst als mögliche Alternative für enttäuschte Linke und Konservative gehandelt, zerlegt sich selbst, und die CDU steht vor der Frage, mit wem sie überhaupt noch koalieren kann, wenn die SPD schwächelt und die Grünen keine Option mehr sind (oder ebenfalls an Boden verlieren).
Was bedeutet das für den Bürger?
Für die Menschen in Deutschland, und insbesondere in Brandenburg, bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Unsicherheit. Eine Regierung, die mit sich selbst beschäftigt ist, kann sich nicht um die drängenden Probleme des Landes kümmern – sei es die Infrastruktur, die Wirtschaft oder die soziale Sicherheit. Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat in Brandenburg, nutzte die Gunst der Stunde sofort und forderte Neuwahlen, um „den Weg für eine Regierung frei zu machen, die es ernst meint“. Ein Narrativ, das bei vielen frustrierten Bürgern verfangen könnte.
Die Gefahr ist real, dass das Vertrauen in die demokratischen Institutionen weiter erodiert. Wenn Koalitionen platzen und Minister aus ihren Parteien flüchten, wirkt das auf den Wähler oft wie ein Schauspiel, das nichts mit seiner Lebensrealität zu tun hat. Friedrich Merz muss jetzt Führung zeigen, doch sein Handlungsspielraum ist durch die schlechten Umfragewerte massiv eingeschränkt. Er wirkt nicht mehr wie der strahlende Kanzler, der das Land führt, sondern wie ein Getriebener der Verhältnisse.
Der Blick nach vorn: Ein heißer Winter

Wir stehen am Anfang eines Jahres, das politisch noch stürmischer werden könnte als das vergangene. Die Ereignisse vom 5. Januar 2026 markieren eine Zäsur. Sollte es in Brandenburg tatsächlich zu Neuwahlen kommen, könnte dies der erste Dominostein sein, der fällt. Ein Wahlsieg der AfD in Brandenburg mit einer möglichen absoluten Mehrheit (oder einer Sperrminorität, die alles blockiert) würde den Druck auf den Bund weiter erhöhen.
Die Frage, die sich nun alle stellen: Kann Friedrich Merz das Ruder noch herumreißen? Kann die CDU eine neue Strategie entwickeln, um die Wähler zurückzugewinnen, die sie an die AfD verloren hat? Oder erleben wir gerade live den schleichenden Machtwechsel in Deutschland?
Eines ist sicher: Die Ruhe der alten Bundesrepublik ist endgültig vorbei. Der politische Kampf wird härter, unerbittlicher und unvorhersehbarer. Wir werden Sie selbstverständlich über jede weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten. Bleiben Sie kritisch, bleiben Sie informiert.
Hintergrund & Analyse: Warum Brandenburg so wichtig ist
Um die Tragweite des Rücktritts von Robert Crumbach zu verstehen, muss man einen genaueren Blick auf die brandenburgische Landespolitik werfen. Das Experiment einer Koalition aus SPD und BSW wurde bundesweit mit Argusaugen beobachtet. Es galt als Testlauf: Kann man mit der Wagenknecht-Partei pragmatische Politik machen? Das Scheitern dieses Bündnisses sendet ein fatales Signal. Es suggeriert, dass das BSW kein verlässlicher Partner ist – eine Erkenntnis, die auch für andere Bundesländer und den Bund relevant sein dürfte.
Crumbach, ein erfahrener Arbeitsrichter und ehemaliger Sozialdemokrat, der zum BSW wechselte, galt als einer der wenigen „Realos“ in der Partei. Sein Abgang wiegt daher doppelt schwer. Er entzieht dem BSW in Brandenburg die fachliche Kompetenz im Finanzressort und lässt die Fraktion als einen Haufen ideologisch zerstrittener Akteure erscheinen. Für Dietmar Woidke, den Landesvater der SPD, ist dies eine persönliche Tragödie. Er hatte viel politisches Kapital in dieses Bündnis investiert, um eine AfD-Regierung zu verhindern. Nun steht er vor dem Scherbenhaufen dieser Strategie.
Die Rolle der AfD
Die AfD profitiert von diesem Chaos maximal, ohne selbst viel tun zu müssen. Sie kann sich zurücklehnen und darauf verweisen, dass die „Altparteien“ (zu denen sie das BSW mittlerweile auch zählt, sobald es Regierungsverantwortung übernimmt) unfähig sind. Der Umfragesprung auf 27 Prozent im Bund ist ein Beleg dafür, dass diese Strategie aufgeht. Die Unzufriedenheit mit der Regierung Merz im Bund und das Chaos in den Ländern treiben der AfD die Wähler in Scharen zu.
Alice Weidel weiß das genau. Ihr Jubel ist kalkuliert. Sie will das Bild einer unaufhaltsamen Bewegung zeichnen. Wenn die CDU bei 24 Prozent stagniert und die SPD ferner liefen bei 15 Prozent dümpelt, wirkt die AfD mit 27 Prozent wie die einzige dynamische Kraft. Das ist gefährlich für die Demokratie, aber es ist die Realität, mit der sich die anderen Parteien auseinandersetzen müssen – und zwar nicht mit moralischen Appellen, sondern mit besserer Politik.
Fazit
Der 5. Januar 2026 war ein Weckruf. Ob er gehört wird, bleibt abzuwarten. Friedrich Merz muss jetzt beweisen, dass er mehr ist als nur ein Verwalter des Niedergangs. Er muss Antworten liefern auf die Fragen, die die Menschen umtreiben, und er muss die Fliehkräfte in unserem politischen System bändigen. Gelingt ihm das nicht, könnten die düsteren Prognosen der Umfrageinstitute schon bald politische Realität werden. Es bleibt spannend – und besorgniserregend zugleich.
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