DM-Chef Christoph Werner zerlegt Altparteien: „Brandmauer“ als Eingeständnis politischer Ideenlosigkeit

In der deutschen Politlandschaft weht ein rauer Wind, und immer öfter sind es die Stimmen aus der Wirtschaft, die den Finger direkt in die offenen Wunden der etablierten Parteien legen. Ein besonders prägnantes Beispiel lieferte jüngst Christoph Werner, der Geschäftsführer des Drogerieriesen DM. In einem vielbeachteten Podcast-Interview mit dem Journalisten Michael Bröcker bei „Table Briefings“ rechnete Werner auf eine Weise mit der aktuellen politischen Kultur ab, die man getrost als intellektuelle Demontage bezeichnen kann. Seine Kernaussage: Die Politik der Ausgrenzung und die vielzitierte „Brandmauer“ sind nichts anderes als ein Offenbarungseid derer, die keine besseren Argumente mehr haben.
Der „unlautere Wettbewerb“ in der Politik
Werner wählte für seine Kritik ein Bild, das er als erfahrener Unternehmer nur zu gut kennt: den fairen Wettbewerb am Markt. Er verglich das Verhalten der Altparteien gegenüber der Opposition mit einem fiktiven Szenario im Einzelhandel. Stellen Sie sich vor, so Werner sinngemäß, ein Unternehmen käme mit seinen Konkurrenten nicht mehr zurecht, weil deren Angebote für die Kunden attraktiver sind. Anstatt das eigene Angebot zu verbessern, die Preise zu senken oder den Service zu optimieren, würde dieses Unternehmen nun zum Gesetzgeber laufen und fordern, dass Sonderangebote der Konkurrenz schlicht verboten werden.
Genau dies beobachte er derzeit in der deutschen Politik. Die etablierten Parteien scheinen ihre inhaltliche Munition verschossen zu haben. Anstatt den Wählern attraktive, zukunftsweisende Angebote zu machen, die das Land voranbringen, konzentriere man sich fast ausschließlich darauf, den politischen Wettbewerber zu diffamieren oder gar dessen Verbot herbeizuführen. Im Unternehmertum würde ein solches Verhalten sofort zu massiven Unterlassungsklagen wegen unlauteren Wettbewerbs führen. In der Politik hingegen scheint es zum Standardrepertoire der „Verteidigung der Demokratie“ erhoben worden zu sein.
Journalismus oder Regierungsbeistand?

Besonders brisant wurde das Gespräch, als Moderator Michael Bröcker versuchte, Werner zu einer klareren politischen Positionierung gegen die Opposition zu drängen. Bröcker argumentierte, dass angesichts der „dramatischen Lage der Demokratie“ und der Bedrohung von „innen wie außen“ mehr als nur Politiker und Journalisten klare Kante zeigen müssten – nämlich auch Vorbilder aus der Wirtschaft.
Werners Reaktion war so höflich wie bestimmt. Er erteilte dieser Form der Instrumentalisierung eine klare Absage. Es sei die Aufgabe der Parteien, Angebote zu machen, die von den Bürgern verstanden und angenommen werden. Die ständige Fokussierung darauf, was die Wähler nicht tun dürften, sei der falsche Weg.
Kritische Beobachter wie Kolja Barghoorn von „Aktien mit Kopf“ sehen in Bröckers Vorstoß ein Symptom für ein tieferliegendes Problem im deutschen Journalismus. Anstatt neutral über Fakten zu berichten, scheinen viele Medienvertreter ihre Rolle zunehmend darin zu sehen, die Regierung vor der Opposition zu schützen und politische Einordnungen vorzunehmen, die klar parteipolitisch motiviert sind.
Der Skandal um die „neutrale“ Kundin
Wie weit die Bemühungen gehen, ein bestimmtes Meinungsbild in der Öffentlichkeit zu zementieren, zeigte ein aktuelles Beispiel aus dem Bayerischen Rundfunk (BR24). In einem Beitrag über eine umstrittene Kampagne von „Campact“ – bei der Bürger dazu aufgerufen wurden, AfD-Aufkleber auf Produkten der Firma Müller in Supermärkten anzubringen – wurde eine Kundin befragt. Diese Frau, Cornelia Lückemann, sprach sich im Interview deutlich für einen Boykott solcher Produkte aus.
Was der BR jedoch verschwieg: Lückemann ist keine zufällige Passantin, sondern eine aktive Kommunalpolitikerin der CSU. Dass eine Politikerin einer Regierungspartei im öffentlich-rechtlichen Rundfunk als einfache „Kundin“ präsentiert wird, um gegen die Opposition und ein kritisches Unternehmen zu wettern, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Neutralität der Berichterstattung. Es nährt den Verdacht, dass hier gezielt Stimmung gemacht werden soll, anstatt die reale Meinung der Bürger abzubilden.
Das Ende der Brandmauer als politisches Konzept
Die Analyse von Christoph Werner trifft den Kern der aktuellen Krise: Eine Demokratie lebt vom Wettbewerb der Ideen. Wenn eine Seite versucht, diesen Wettbewerb durch bürokratische Hürden, mediale Ausgrenzung oder rechtliche Verbote zu unterbinden, gesteht sie damit ihre eigene Schwäche ein. Die „Brandmauer“ wird so nicht zum Schutzwall der Demokratie, sondern zum Käfig für die etablierten Parteien selbst, die sich darin vor der notwendigen inhaltlichen Auseinandersetzung verstecken.
Werner mahnt an, dass politische Parteien sich wieder fragen müssen, was den Wählern wirklich wichtig ist. In einem funktionierenden Markt entscheidet der Kunde – in einer Demokratie der Wähler. Wer diesen Wettbewerb scheut, hat bereits verloren, bevor die Stimmen ausgezählt sind. Die deutlichen Worte des DM-Chefs sind ein Weckruf an das politische Berlin: Kehrt zurück zum ehrlichen Ringen um die besten Lösungen für Deutschland, statt Energie in die Bekämpfung von Symptomen zu stecken, deren Ursache im eigenen Versagen liegt.
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