Eklat beim Bürgerdialog: Wut-Wähler macht Friedrich Merz sprachlos und fordert offenen Rücktritt

Es sind Momente wie dieser, die in den Parteizentralen für Schweißausbrüche sorgen und die zeigen, wie tief der Graben zwischen der politischen Elite und der bürgerlichen Basis mittlerweile geworden ist. Ein Video geht viral, das Friedrich Merz in einer Situation zeigt, die er so wohl nicht auf dem Zettel hatte: Sprachlos, konfrontiert und vorgeführt von einem Mann, der einst sein treuester Anhänger war.

“Ich bin stolzer Sachse – wann treten Sie zurück?”

Der Protagonist dieses bemerkenswerten Auftritts ist Dieter Jörg List, ein 61-jähriger Bürger aus Chemnitz. Er stellt sich nicht als Wutbürger vor, sondern als Enttäuschter. “Ich bin Karl-Marx-Städter und habe seit der Wende 27 Jahre lang CDU gewählt, unseren Helmut Kohl gewählt”, beginnt er seine Abrechnung. Doch was dann folgt, ist eine Generalabrechnung mit dem Kurs der Union unter Friedrich Merz.

Seit 2017, so List, könne er weder die CDU noch Merz wählen. Der Grund? “Fehlender Mut, fehlender Stolz.” Mit einer Ruhe, die die Brisanz seiner Worte nur noch unterstreicht, lässt er sich auch von Moderatoren oder Merz selbst nicht unterbrechen. Er spricht aus, was viele in den ostdeutschen Bundesländern denken und was sich derzeit in einer massiven Austrittswelle aus der CDU widerspiegelt: Die Partei hat ihre Wurzeln verraten.

Der Höhepunkt der Konfrontation gipfelt in einer simplen, aber brutalen Frage, die Merz ins Mark treffen muss: “Wann treten Sie zurück?”

Der Verrat an den konservativen Werten

List spricht das aus, was viele Konservative seit Jahren umtreibt. Er verweist auf die Wahlplakate der CDU von vor 20, 30 oder 40 Jahren und stellt fest: “Das ist sozusagen die AfD von heute.” Ein Vergleich, der sitzt. Die CDU habe sich so weit von ihren ursprünglichen Werten entfernt, dass sie für ihre einstige Stammklientel unwählbar geworden ist.

Besonders beim Thema Migration legt der Chemnitzer den Finger tief in die Wunde. Er fragt, warum fast alle Nachbarländer – von Polen über Österreich bis Dänemark – sowie internationale Partner den UN-Migrationspakt ablehnen, während die deutsche Regierung und die Union daran festhalten. “Kann das sein, dass fast alle Nachbarländer falsch liegen, oder könnte es auch sein, dass unsere Regierung falsch liegt?”, fragt er. Eine Frage, auf die Friedrich Merz in diesem Moment keine überzeugende Antwort zu haben scheint.

Alice Weidel und die “Migrationswende-Lüge”

Das Video greift auch die Reaktionen der politischen Konkurrenz auf. AfD-Chefin Alice Weidel nutzt die Steilvorlage, um die Glaubwürdigkeit der Union weiter zu demontieren. Sie verweist auf aktuelle Zahlen: Wieder landen Afghanen-Flieger in Deutschland, über 100.000 Visa für den Familiennachzug wurden allein in diesem Jahr erteilt.

Für Weidel ist klar: Die von Merz propagierte “Migrationswende” ist eine Farce. Während man öffentlich harte Töne spuckt, läuft die Maschinerie der Zuwanderung im Hintergrund ungebremst weiter – inklusive Bürgergeld-Ansprüchen für Neuankömmlinge, die den Steuerzahler Milliarden kosten.

Ein Signal aus dem Osten

Dieser Vorfall ist mehr als nur eine Anekdote. Er ist ein Symptom für den massiven Vertrauensverlust der etablierten Parteien, insbesondere im Osten Deutschlands. Wenn selbst Bürger, die sich als “stolz” und engagiert bezeichnen und jahrzehntelang ihr Kreuz bei der Union gemacht haben, derart offen den Rücktritt des Parteichefs fordern, dann brennt der Baum.

Die Bilder von Massenprotesten und die Berichte über reihenweise Parteiaustritte in den östlichen Bundesländern untermauern dies. Die Menschen lassen sich nicht mehr mit leeren Versprechungen abspeisen. Sie fordern “Recht, Gerechtigkeit, Vernunft und Verstand” – Werte, die sie bei der aktuellen CDU schmerzlich vermissen.

Friedrich Merz wollte die CDU wieder zur Volkspartei machen. Doch Begegnungen wie diese zeigen: Das Volk ist woanders. Und es ist wütend.