“Meine Kinder drehen völlig durch”: Lily Allen mit schockierender Beichte über das Familien-Chaos nach der Trennung von David Harbour

London – Es sollte das große “Happily Ever After” werden. Die britische Pop-Rebellin Lily Allen (40) und der amerikanische Bär von einem Mann, “Stranger Things”-Liebling David Harbour (50). Sie bauten sich ein Traumschloss in New York, er wurde zum liebevollen Ersatzpapa für ihre Töchter. Doch jetzt, knapp ein Jahr nach dem bitteren Ehe-Aus, liegt der Scherbenhaufen offen da – und die, die sich am meisten daran schneiden, scheinen Lilys Kinder zu sein.

In einer bemerkenswert offenen und emotionalen Episode ihres Podcasts “Miss Me?” ließ die Sängerin nun die Bombe platzen. Nichts ist mehr “Smile” im Hause Allen. Stattdessen herrschen Chaos, Überforderung und tiefer Herzschmerz.

“Sie sind f***ing mental im Moment”

Lily Allen war nie jemand, der ein Blatt vor den Mund nahm. Doch ihre neueste Zustandsbeschreibung lässt aufhorchen. Auf die Frage, wie es ihren Töchtern Ethel (14) und Marnie (12) geht, antwortete sie mit brutaler Ehrlichkeit: “Meine Kinder sind im Moment absolut ‘f***ing mental’.” Ein britischer Ausdruck, der so viel bedeutet wie: Sie drehen völlig durch, sie sind außer Rand und Band, sie leiden.

Der Grund für den emotionalen Ausnahmezustand? Ein radikaler Lebenswandel, der den Teenagern den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Nach der Trennung von Harbour packte Allen ihre Koffer, verließ das luxuriöse Stadthaus in Brooklyn – das liebevoll als “Dream Home” in Design-Magazinen gefeiert wurde – und schleppte ihre Töchter zurück ins graue, regnerische London.

“Es gibt im Moment einfach viel zu viele Veränderungen in unserem Leben”, gestand Allen sichtlich mitgenommen. “Wir haben die Häuser gewechselt, wir haben die Länder gewechselt, wir haben die Schulen gewechselt. Es ist einfach zu viel.”

Der Verlust des “Stiefpapa-Bären”

Was in den nüchternen Aufzählungen der Sängerin mitschwingt, ist der Elefant im Raum: David Harbour. Vier Jahre lang war der Schauspieler die konstante, ruhige männliche Figur im Leben der Mädchen. Er war derjenige, der sie zur Schule brachte, der mit ihnen Hausaufgaben machte, während Lily sich oft zurückzog. Die Mädchen, so hieß es oft, “vergötterten” ihn. Es gab sogar die süße Anekdote, dass die Kleinen ihn anfangs “David-Dad” nannten, weil sie verwirrt waren.

Nun ist dieser Anker weg. Zwar betont Lily, dass die Mädchen noch Kontakt zu ihm haben (“Sie haben beide Handys, sie schreiben sich”), doch die tägliche Umarmung, das gemeinsame Abendessen – all das ist Geschichte. Lily selbst wirkt resigniert, wenn es um die Rolle ihres Ex-Mannes geht. Auf die Frage, ob er weiterhin ein Stiefvater sein wird, entgegnete sie in einem früheren Interview nur kühl: “Das müsst ihr ihn fragen.”

Von der “Stay-at-Home”-Mom zum Karriere-Comeback

Für Ethel und Marnie ist der Schock doppelt groß. In New York erlebten sie eine Mutter, die für sie da war. “Die letzten fünf Jahre war ich eine Hausfrau”, erklärt Lily im Podcast. “Ich war da, wenn sie nach Hause kamen.”

Doch mit der Trennung kam auch die finanzielle und emotionale Notwendigkeit, wieder zu arbeiten. Lily Allen muss wieder Lily Allen sein – der Popstar, die Schauspielerin. Sie veröffentlichte das Album “West End Girl”, in dem sie die Eheprobleme schonungslos (und für Harbour wohl demütigend) aufarbeitete, und steht nun wieder im Rampenlicht.

Für die pubertierenden Töchter eine Katastrophe. “Jetzt bin ich eine alleinerziehende Mutter, die arbeiten muss”, sagt Allen. “Plötzlich habe ich viele Jobangebote und muss viel reisen.” Die Kinder kommen nach Hause und die Mama ist weg – oder sie ist da, aber mental abwesend, weil sie, wie sie selbst zugibt, “ihr Leben neu ordnen muss”.

Die Flucht in die Therapie

Wie tief die Krise wirklich ist, zeigt ein weiteres Geständnis der Sängerin. Sie verriet, dass sie sich nach dem Ehe-Aus in eine stationäre Behandlung begeben musste. “Mein Leben fiel auseinander”, sagte sie. “Ich musste weggehen und an mir arbeiten, weil die Gefühle zu extrem waren, um sie allein zu bewältigen.”

Dass Mama in der “Rehab” war, der Umzug, der Verlust von David, die neue Schule in England – es ist eine toxische Mischung für zwei Teenager-Mädchen, die gerade erst versuchen, ihren eigenen Platz in der Welt zu finden.

Ein Hoffnungsschimmer?

Doch Lily Allen wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht auch in der Dunkelheit einen Funken Trotz finden würde. Sie versucht, den Schmerz produktiv zu nutzen. “Alles, was ich im letzten Jahr durchgemacht habe, haben sie auch durchgemacht”, sagt sie über ihre Töchter. “Ich wollte ihnen zeigen, dass man diesen Schmerz nutzen und in etwas anderes verwandeln kann.”

Ob Ethel und Marnie diese Lektion schon verstehen oder ob sie sich einfach nur ihr altes Zimmer in Brooklyn und ihren “David” zurückwünschen, bleibt offen. Fest steht: Die Trennung von Lily Allen und David Harbour ist mehr als nur eine Schlagzeile in der Klatschpresse. Sie ist ein Familiendrama, in dem die Kleinsten die größte Last tragen.

Während David Harbour sich in Schweigen hüllt und vielleicht schon sein nächstes Filmprojekt plant, kämpft Lily Allen an der härtesten Front von allen: zu Hause, am Küchentisch, mit zwei Teenagern, die ihre Welt nicht mehr verstehen.