Peter Maffay nach hitzigem Streit aus Markus Lanz Show geworfen 

Was passiert, wenn ein legendärer Musiker auf einen der arrogantesten Moderatoren Deutschlands trifft? In nur 44 Sekunden verwandelte sich ein normales Interview in einen der schockierendsten Momente der deutschen Fernsehgeschichte. Letzte Nacht saß Peter Maffi im Studio von Markus Lanz.

 Die Atmosphäre war von Anfang an angespannt. Mafai war eingeladen worden, um über seine neue Musik zu sprechen, über seine Tournee, über die Dinge, die ihm am Herzen liegen, aber Lans hatte andere Pläne. “Peter, schön, dass du heute hier bist”, sagte Lans mit einem Lächeln, das nicht ganz echt wirkte. “Lass uns doch mal ehrlich sein.

 Deine beste Zeit liegt doch wohl hinter dir, oder?” Die Kameras fingen Maffeys Gesicht ein. Man konnte sehen, wie er kurz die Augen zusammenkniff. Aber er blieb ruhig. Markus, ich mache immer noch Musik, die Menschen berührt. Das ist das einzige, was für mich zählt. Musik, die Menschen berührt, wiederholte Lansz mit einem spöttischen Unterton.

Aber mal ehrlich, wer hört denn heute noch deine Lieder? Das ist doch Musik für alte Leute, die in der Vergangenheit leben. Das Publikum wurde still. So etwas sagt man nicht zu einer Legende wie Peter Mauffai. Aber Lans schien das nicht zu kümmern. Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück, als wäre er der König seines kleinen Fernsehkönigreichs.

Mafai atmete tief durch. Weißt du, Markus, Musik hat kein Alter. Musik verbindet Generationen. Das habe ich in meiner ganzen Karriere gesehen. Generationen verbinden unterbrach ihn Lanz. Das klingt ja süß, aber sag mir mal, wie viele junge Leute kommen denn zu deinen Konzerten? Ich meine richtig junge Leute, nicht die 50jährigen, die sich für jung halten.

 Mafis Kiefer spannte sich an. Es kommen Menschen jeden Alters, Familien, Großeltern mit ihren Enkeln. Das ist doch das Schöne an Musik. Lans lachte laut auf. Großeltern mit Enkeln. Genau, das ist ein Publikum, die Generation Rollator. Jetzt regte sich Unmut im Publikum. Einige Leute riefen empört auf, aber Lanz ignorierte das völlig.

 Er war in seinem Element, glaubte er jedenfalls. “Makus, ich verstehe nicht, worauf du hinaus willst”, sagte Maffi. Seine Stimme war immer noch ruhig, aber man konnte hören, dass er sich zusammenreißen musste. “Ich bin hier, um über meine Arbeit zu sprechen, nicht um von dir beleidigt zu werden.” “Beleidigt?”, fragte Lans mit gespielter Unschuld. “Ich stelle doch nur Fragen.

Das ist mein Job.” Oder kannst du keine ehrlichen Fragen mehr vertragen? Bist du so abgehoben, dass du nur noch Lob hören willst?” “Ehrliche Fragen”, sagte Maffi Kopfschüttelnd. “Du nennst das ehrliche Fragen? Du versuchst mich hier bloß zu stellen.” Lans beugte sich nach vorne. “Ach komm, Peter, du bist doch schon so lange im Geschäft.

 Da musst du doch auch mal Kritik aushalten können, oder bist du zu sensibel geworden in deinem Alter?” “In meinem Alter.”, wiederholte Mafi. “Schon wieder ein Kommentar über mein Alter. Merkst du eigentlich, wie respektlos du gerade bist? Respektlos. Lansz lachte wieder. Ich bin respektlos. Du sitzt hier in meiner Show und beschwerst dich.

 Vielleicht solltest du einfach dankbar sein, dass ich dich überhaupt eingeladen habe. Es gibt nicht mehr so viele Leute, die sich für dich interessieren. Das Publikum wurde noch lauter. Jetzt waren deutliche Burufe zu hören, aber Lanz redete einfach weiter. Weißt du, Peter, das Problem mit Künstlern wie dir ist, dass ihr nicht versteht, wann eure Zeit vorbei ist.

 Ihr klammert euch an eure alten Erfolge und merkt nicht, daß die Welt weitergezogen ist. Maffi stand auf. Nicht hastig, nicht dramatisch. Er stand einfach ruhig auf. Ich muss mir das nicht anhören. Oh, jetzt wird er also beleidigt, sagte Lans zu den Kameras. Seht ihr das, Leute? Er kann keine ehrliche Diskussion führen.

 Eine ehrliche Diskussion? Mafys Stimme wurde jetzt lauter. Du hast mich, seit ich hier sitze, nur angegriffen. Du hast mich beleidigt. Mein Publikum beleidigt, meine Musik beleidigt. Das hat nichts mit einer Diskussion zu tun. Das ist pure Arroganz. Lans grinste. Er genoss das offensichtlich. Arroganz von mir? Das ist lustig, dass ausgerechnet du das sagst.

 Du, der große Peter Maffai, der denkt, er wäre immer noch relevant. Ich denke nicht, dass ich relevant bin, antwortete Mafai. Ich mache einfach meine Arbeit. Ich mache Musik. Ich gebe Konzerte. Ich versuche Menschen glücklich zu machen. Aber du sitzt hier und versuchst Menschen runterzumachen, damit du dich besser fühlst. Oh, bitte, sagte Lans abwinkend.

Jetzt spielst du die Opferkarte. Das ist so durchschaubar. Opferkarte. Maf schüttelte den Kopf. Ich bin kein Opfer, Markus. Aber ich lasse mich auch nicht von dir erniedrigen. Ich habe Jahrzehnte in dieser Branche verbracht. Ich habe mit den Besten gearbeitet. Ich habe Millionen von Menschen erreicht.

 Und weißt du was? Ich muß mir von einem arroganten Moderator, der denkte, er wäre der Nabel der Welt, nichts sagen lassen. Das Publikumapplaudierte laut und deutlich, aber Lans ließ sich davon nicht beeindrucken. Arroganter Moderator, wiederholte er, das ist schon interessant. Du kommst in meine Show, du sitzt auf meinem Stuhl unter meinen Lichtern vor meinen Kameras und nennst mich arrogant.

Ja, sagte Mafai ohne zu zögern. Genau das tue ich, denn das bist du. Du versteckst deine Gehäßigkeit hinter dem Deckmantel des kritischen Journalismus, aber in Wahrheit bist du einfach nur unhöflich. Lans stand jetzt auch auf. Weißt du was, Peter? Vielleicht solltest du einfach gehen, wenn dir meine Fragen nicht passen. Die Tür ist da drüben.

Oh, mach dir keine Sorgen, sagte Maffi. Genau das werde ich tun, aber nicht, weil du es sagst, sondern weil ich meine Zeit nicht mit jemandem verschwenden will, der so wenig Respekt vor anderen Menschen hat. Respekt muss man sich verdienen, konterte Lanz. Und mit deiner Einstellung verdienst du dir gerade nicht viel Respekt.

 Respekt verdienen? Mafys Stimme zitterte jetzt vor Wut. Ich habe mir meinen Respekt über Jahrzehnte hinweg erarbeitet. Mit harter Arbeit, mit Leidenschaft, mit Hingabe. Und du, du sitzt hier und stellst provokante Fragen und denkst, das macht dich zu einem guten Journalisten. Aber weißt du was es wirklich macht? Es macht dich zu einem Bully.

 Ein Bullli? Lans lachte ungläubig. Jetzt übertreibst du aber. Nein sagte Mafai bestimmt. Ich übertreibe nicht. Du hast mich von der ersten Sekunde an attackiert. Du hast versucht mich klein zu machen. Du hast mein Publikum beleidigt. Das ist genau das, was Bullliis tun. Das Publikum klatschte wieder, diesmal noch lauter.

 Einige Leute standen sogar auf, aber Lanz schien das immer noch nicht zu verstehen. “Peter, Peter, Peter”, sagte er herablassend. Du bist einfach zu sensibel. Das ist dein Problem. In dieser Branche muss man ein dickeres Fell haben. Ein dickeres Fell. Mafai schüttelte wieder den Kopf. Es geht nicht um ein dickes Fell, es geht um grundlegenden Anstand.

 Etwas, dass du offensichtlich nicht hast. Grundlegender Anstand? Wiederholte Lans Spöttisch. Du klingst wie meine Großmutter. Vielleicht solltest du mehr auf deine Großmutter hören sagte Maffi. Vielleicht hätte sie dir beigebracht, wie man mit Menschen umgeht. Lans wurde jetzt rot im Gesicht. Pass auf, was du sagst, Peter.

 Du bist hier zu Gast. Ein Gast? Ma lachte bitter. Gäste behandelt man mit Respekt. Du hast mich behandelt wie einen Fußabtreter. Wenn du dich wie ein Fußabtreter fühlst, ist das nicht mein Problem, sagte Lanskalt. Nein, antwortete Maffi. Es ist dein Problem, denn das hier, was heute Abend passiert ist, werden die Leute nicht vergessen.

 Sie werden sich daran erinnern, wie du einen Gast behandelt hast. Sie werden sich daran erinnern, wie arrogant und respektlos du warst. Die Leute werden sich daran erinnern, wie ein alter Musiker eine Krise bekommen hat, weil er ein paar unangenehme Fragen nicht aushalten konnte, konterte Lanz. Unangenehme Fragen, sagte Maffi.

 Du nennst Beleidigungen unangenehme Fragen. Das sagt alles über dich. Ich beleidige niemanden, behauptete Lanz. Ich stelle nur die Fragen, die sich alle denken. Nein, sagte Mafai laut und deutlich. Du stellst die Fragen, die sich nur arrogante, selbstgefällige Menschen denken. Menschen, die andere runtermachen müssen, um sich selbst besser zu fühlen.

Das Publikum jubelte. Die Stimmung hatte sich komplett gedreht. Alle waren auf Mauffys Seite. Aber Lans wollte das nicht wahr haben. “Du kannst das Publikum manipulieren, so viel du willst”, sagte er. “Aber die Wahrheit bleibt die Wahrheit. Deine beste Zeit ist vorbei.” “Vielleicht”, sagte Maffi ruhig. Aber weißt du was? Ich habe eine beste Zeit gehabt.

 Ich habe Momente erlebt, von denen andere nur träumen können. Ich habe Menschen berührt. Ich habe etwas geschaffen. Und du? Was wirst du hinterlassen? Eine Show, in der du Gäste beleidigt hast? Lans öffnete den Mund, schloss ihn aber wieder. Zum ersten Mal an diesem Abend schien er keine Antwort zu haben. “Genau das dachte ich mir”, sagte Maffi.

 Er drehte sich um und ging zur Seite der Bühne, aber dann blieb er noch einmal stehen und drehte sich zurück. Weißt du, Markus, ich habe in meinem Leben viele Interviews gegeben mit Journalisten auf der ganzen Welt. Manche waren kritisch, manche waren freundlich, aber alle waren professionell, alle hatten Respekt. Du bist der erste, der denkt, dass Respektlosigkeit gleichbedeutend mit gutem Journalismus ist und das ist traurig, wirklich traurig.

Wenn du damit fertig bist, dich selbst zu bemitleiden, kannst du gerne gehen”, sagte Lanz, aber seine Stimme klang jetzt nicht mehr so selbstsicher. “Ich bemitleide mich nicht”, antwortete Mafai. “Ich bedauere nur die verschwendete Zeit, Zeit, die ich hätte nutzen können, um mit Menschen zu sprechen, die tatsächlich interessiert sind an dem, was ich zu sagen habe.

” “Dann geh doch”, sagte Lanz und machte eine wegwerfende Handbewegung. Das werde ich, sagte Maffi. Aber vorher möchte ichnoch etwas sagen an das Publikum hier und an die Zuschauer zu Hause. Lasst euch nicht von Menschen wie ihm einreden, dass eure Zeit vorbei ist, dass ihr nicht mehr relevant seid, dass ihr nichts mehr wert seid.

 Das ist Unsinn. Jeder Mensch hat Wert in jedem Alter, mit jeder Leidenschaft. Lasst euch das von niemandem nehmen. Das Publikum erhob sich. Alle standen auf und applaudierten, laut und lang anhaltend. Maffai nickte ihnen danken zu. “Und noch etwas?”, fügte er hinzu. “Ann alle jungen Künstler da draußen, wenn ihr in diese Branche geht, werdet ihr auf Menschen wie Markus treffen.

Menschen, die versuchen werden, euch klein zu machen, die eure Träume belächeln werden, die euch sagen werden, dass ihr nicht gut genug seid. Hört nicht auf sie. Glaubt an euch selbst. Macht eure Musik. Erzählt eure Geschichten. Die Welt braucht eure Stimmen. Lans stand da mit verschränkten Armen.

 Bist du jetzt fertig mit deiner Predigt? Ja, sagte Maai. Ich bin fertig mit meiner Predigt und mit dieser Show und mit dir. Er ging zur Tür. Die Kameras folgten ihm. Das Publikum applaudierte immer noch. Einige Leute riefen Dinge wie: “Gut gemacht, Peter Star und du hast recht.” Bevor er die Tür erreichte, drehte sich Maffi noch ein letztes Mal um.

 Ach und Markus, vielleicht solltest du mal darüber nachdenken, warum du so viel Energie darauf verwendest, andere Menschen runterzumachen. Was kompensierst du eigentlich? Lans wurde noch röter im Gesicht. “Raus hier!”, schrie er. “Ich bin schon weg”, sagte Maffai ruhig und dann ging er einfach so. Er verließ die Bühne mit erhobenem Haupt.

 Die Tür fiel hinter ihm zu. Das Studio war für einen Moment völlig still. Dann brach das Publikum wieder in Applaus aus. Lauter als je zuvor. Lanz stand allein auf der Bühne. Er versuchte zu lächeln, aber es sah gezwungen aus. “Nun”, sagte er zu den Kameras, “das war wohl dramatisch.” Aber niemand lachte. Das Publikum war still geworden, alle sahen ihn nur an, mit blicken voller Enttäuschung.

 “Wir machen eine kurze Pause”, sagte Lanz schnell. Gleich geht es weiter. Aber es fühlte sich nicht so an, als würde es weitergehen. Es fühlte sich an wie ein Ende. Das Ende von etwas, das Lansz nicht hatte kommen sehen. Hinter der Bühne stand Maffi und holte tief Luft. Ein Mitarbeiter kam auf ihn zu. Herr Mafi, das das war unglaublich.

 Das war notwendig, antwortete Mafai. Manche Dinge muß man einfach sagen. Aber die Show, begann der Mitarbeiter. Die Show ist mir egal, sagte Maffi. Was mir nicht egal ist, ist Respekt und Würde und Anstand und all das fehlte heute Abend da drinen. Ein anderer Mitarbeiter kam dazu. Die Reaktionen im Netz sind überwältigend.

Alle stehen hinter ihn. Ma nickte. Das freut mich, aber ich habe das nicht für die Reaktionen getan. Ich habe es getan, weil es richtig war. Er nahm seine Jacke und ging Richtung Ausgang. Draußen wartete bereits sein Auto. Als er einstieg, sah er noch einmal zurück zum Studio. Die Lichter brannten noch.

 Die Show ging vermutlich gerade weiter, aber ohne ihn. Und das war gut so. Im Auto lehnte er sich zurück und schloss für einen Moment die Augen. Es war ein langer Abend gewesen, ein schwieriger Abend, aber auch ein wichtiger Abend. Denn manchmal muß man aufstehen, manchmal muß man Grenzen ziehen, manchmal sagen, bis hierher und nicht weiter.

 Und genau das hatte Peter Mafai getan. Zurück im Studio versuchte Lans die Show fortzusetzen, aber die Atmosphäre war vergiftet. Das Publikum war unruhig. Die nächsten Gäste wirkten nervös. Niemand wollte der nächste sein, der von Lanz Korn genommen wurde. “Meine Damen und Herren”, sagte Lanz mit einem erzwungenen Lächeln. Das war sicherlich ein ungewöhnlicher Moment, aber so ist live Fernsehen manchmal.

Aber das Publikum kaufte ihm das nicht ab. Sie hatten gesehen, was passiert war. Sie hatten gehört, was er gesagt hatte und sie hatten ihre Meinung gebildet. Eine Frau in der ersten Reihe rief: “Sie sollten sich schämen.” Lansz ignorierte sie. “Kommen wir zu unserem nächsten Gast?” “Nein!”, rief jemand anders.

 Sie können nicht einfach so weitermachen, als wäre nichts gewesen. Lanz wurde nervös. Ich verstehe, dass die Emotionen gerade hochkochen, aber sie haben ihn beleidigt! Rief eine dritte Stimme. Sie haben Peter Maffi, eine Legende, einfach nur beleidigt. Das Publikum begann zu murmeln. Die Stimmung wurde immer feindseliger. Lans sah zu seinen Produzenten hinüber, die hinter den Kameras standen.

 Sie machten Zeichen, dass er weitermachen sollte. Bitte, meine Damen und Herren, versuchte er es noch einmal. Ich weiß, dass das gerade emotional war, aber wir haben noch eine Show zu machen. Vielleicht hätten Sie darüber nachdenken sollen, bevor Sie so respektlos waren, rief jemand. Lans atmete tief durch. Ich war nicht respektlos.

 Ich habe nur Fragen gestellt. Das waren keine Fragen, rief jemand anders. Das waren Beleidigungen. Die Situation drohte zu eskalieren. Lansz wußte, daß er die Kontrolleverloren hatte, die Kontrolle über die Show, die Kontrolle über das Publikum, die Kontrolle über den Abend. “Wir machen jetzt eine längere Pause”, verkündete er schließlich.

 “Danke für ihr Verständnis.” Die Lichter gingen aus. Das Publikum begann zu gehen. Viele schüttelten die Köpfe, manche sprachen laut über das, was gerade passiert war. Unglaublich”, sagte eine Frau zu ihrer Freundin. “Ich kann nicht glauben, wie er mit ihm umgegangen ist.” “Peter Mauffai ist eine Legende”, antwortete die Freundin.

 “Wie kann man so respektlos sein?” Überall im Studio hörte man ähnliche Gespräche. Niemand verteidigte Lanz. Niemand fand, dass er richtig gehandelt hatte. Alle waren auf Mafis Seite. Hinter der Bühne saß Lanz in seiner Garderobe. Sein Produzent kam herein. Markus, wir müssen reden. Nicht jetzt, sagte Lanz.

 Doch jetzt, bestand der Produzent. Weißt du, was da draußen los ist? Das Internet explodiert. Jeder redet über das, was gerade passiert ist und es sieht nicht gut aus für dich. Die Leute werden es vergessen, sagte Lanz und winkte ab. “Nein”, sagte der Produzent. “Das werden sie nicht. Das war zu groß, zu öffentlich, zu eindeutig. Lans schwieg.

Tief in seinem Inneren wußte er, daß der Produzent recht hatte. Er hatte einen Fehler gemacht, einen großen Fehler. Er hatte gedacht, er könnte Peter Maffiay genauso behandeln wie jeden anderen Gast. Er hatte gedacht, seine provokanten Fragen würden für gute Unterhaltung sorgen, aber er hatte sich verrechnet.

 Er hatte nicht mit Mais Reaktion gerechnet. Er hatte nicht damit gerechnet, daß das Publikum sich so klar gegen ihn stellen würde. Er hatte nicht damit gerechnet, daß dieser Abend so enden würde. Draußen in der Stadt sprachen die Menschen über das, was passiert war in Caféses, in Bars, in Wohnzimmern. Überall wurde diskutiert. Hast du gesehen, wie Lans sich aufgeführt hat? Peter Maffi hat absolut richtig reagiert.

 Endlich hat mal jemand Lans die Meinung gesagt. Die Meinungen waren eindeutig. Die Menschen standen auf Mafis Seite. Sie bewunderten seinen Mut, seine Würde, seine Entscheidung einfach zu gehen. In den sozialen Medien überschlugen sich die Kommentare. Hashtags trendeten. Videos des Vorfalls wurden millionenfach geteilt. Alle redeten darüber und Peter Maffai, der saß zu Hause, trank eine Tasse Tee und dachte über den Abend nach.

 Es war nicht einfach gewesen, es war nicht angenehm gewesen, aber es war richtig gewesen. Manchmal muß man für sich selbst einstehen, manchmal muss man Grenzen setzen, manchmal muss man den Mut haben, einfach aufzustehen und zu gehen. Und genau das hatte er getan. Der Abend war vorüber, die Show war vorbei, aber die Geschichte hatte gerade erst begonnen, die Geschichte darüber, wie ein legendärer Musiker einem arroganten Moderator, die Stirn geboten hatte.

 die Geschichte darüber, wie Respekt und Würde über Quote und Provokation triumphiert hatten. Es war eine Geschichte, die die Menschen nicht so schnell vergessen würden. Eine Geschichte über Mut, über Prinzipien, über die Entscheidung, sich nicht klein machen zu lassen. Peter Mafay hatte in dieser Nacht etwas Wichtiges gezeigt, das Alter keine Schwäche ist, das Erfahrung Stärke bedeutet, dass man auch nach Jahrzehnten im Geschäft noch wissen kann, wann genug genug ist.

 Er hatte gezeigt, daß man nicht jeden Kampf kämpfen muß, aber manchmal muß man aufstehen und sagen, nicht mit mir. Und genau das macht einen echten Künstler aus. Nicht nur die Musik, nicht nur die Erfolge, sondern auch die Integrität, die Würde, der Respekt vor sich selbst und anderen. Lansz würde aus diesem Abend lernen müssen.

 Ob er es tun würde, stand in den Sternen. Aber die Lektion war klar. Respekt ist keine Option. Er ist eine Notwendigkeit. Und Peter Maffai hatte allen gezeigt, was passiert, wenn dieser Respekt fehlt. Man steht auf, man geht, man lässt sich nicht erniedrigen. Das war die wahre Geschichte dieses Abends. Nicht die Provokationen, nicht die Beleidigungen, sondern die Reaktion, die würdevolle, kraftvolle, unmißverständliche Reaktion eines Mannes, der wusste, was er wert war.

 Und das war unbezahlbar. Yeah.