“Servus, es war mir eine Ehre”: Thomas Müller verkündet unter Tränen sein Karriereende – Ein Video, das Fußball-Deutschland weinen lässt

München – Es sind nur 8 Minuten und 14 Sekunden. Ein schlichter grauer Hintergrund, ein Stuhl, ein Mann in einem einfachen Kapuzenpullover. Doch diese wenigen Minuten haben am Samstagmorgen ausgereicht, um die deutsche Sportwelt in ihren Grundfesten zu erschüttern. Thomas Müller (36), das Gesicht, das Herz und die Seele des FC Bayern München, hat sein Karriereende verkündet.

Der Link zum Video verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Innerhalb von einer Stunde hatte der Clip auf YouTube Millionen Aufrufe. Keine große Pressekonferenz, kein Pomp, kein Glitzer. Nur Thomas. Und genau das macht diesen Abschied so unglaublich authentisch und schmerzhaft.

“Der Akku ist nicht leer, aber das Herz ist voll”

Wer Thomas Müller kennt – den “Radio Müller”, der auf dem Platz immer den Mund offen hat, der Scherze macht, der seine Pferde liebt –, der erlebt in diesem Video eine völlig neue Seite. Er wirkt ruhig, fast verletzlich. Seine Stimme bricht schon nach den ersten Sätzen.

“Servus liebe Bayern-Fans, servus Fußball-Freunde”, beginnt er, und man sieht ihm an, wie schwer ihm diese Worte fallen. “Ich habe immer gesagt, ich spiele so lange, wie meine Füße mich tragen und der Spaß da ist. Die Füße tragen mich noch. Aber ich spüre, dass es Zeit ist, Platz zu machen. Der Akku ist nicht leer, aber mein Herz ist voll. Voll von Erinnerungen, die für drei Leben reichen.”

Er kündigt an, dass er seine Schuhe am Ende der laufenden Saison im Sommer 2026 endgültig an den Nagel hängen wird. Es ist das Ende einer Ära, die ihresgleichen sucht. Seit seinem Debüt im Jahr 2008 trug er kein anderes Trikot. Er ist der letzte “One-Club-Man” im modernen Hochglanz-Fußball, ein Relikt aus einer Zeit, als Treue noch mehr zählte als der nächste Millionen-Transfer.

Ein Ritt durch die Geschichte

In dem Video werden zwischen Müllers Worten immer wieder Szenen seiner Karriere eingeblendet. Sein erstes Tor, dieser ungelenke Jubel, der zu seinem Markenzeichen wurde. Das WM-Turnier 2010, als er als Unbekannter die Weltbühne stürmte. Die Champions-League-Siege 2013 und 2020. Und natürlich die bitteren Momente, das “Finale dahoam”, aus denen er immer gestärkt hervorging.

“Ich war nie der eleganteste Kicker”, scherzt Müller unter Tränen und bringt die Zuschauer selbst in diesem traurigen Moment zum Schmunzeln. “Meine Beine waren oft zu dünn, meine Laufwege für den Gegner – und manchmal auch für den Trainer – unbegreiflich. Aber ich habe jede Sekunde auf dem Rasen geliebt. Ich habe für diesen Verein gebrannt.”

Die Reaktionen: Schock und Dankbarkeit

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Bastian Schweinsteiger, sein alter Weggefährte, kommentierte als Erster: “Du bist und bleibst der Größte, mein Freund. Ohne dich wäre Bayern nicht Bayern.” Manuel Neuer postete ein Bild der beiden aus der Kabine mit einem gebrochenen Herzen. Auch internationale Stars wie Harry Kane und Jamal Musiala verneigten sich digital vor dem “Raumdeuter”.

Dass dieser Tag irgendwann kommen würde, war allen klar. Müller ist 36. Und doch fühlt es sich an, als würde man einem Familienmitglied Lebewohl sagen. Er war die Konstante. Trainer kamen und gingen (viele davon verzweifelten an ihm, nur um ihn dann doch wieder aufzustellen), Spieler wurden für Rekordsummen gekauft. Aber Müller war immer da. Er war der Klebstoff, der die Kabine zusammenhielt, der Übersetzer der bayerischen “Mia san Mia”-DNA für die Neuzugänge.

Was kommt danach?

In seinem Video lässt Müller offen, was die Zukunft bringt. “Jetzt will ich erst mal die letzten Monate genießen. Jedes Training, jedes Spiel, jede Busfahrt”, sagt er. Er wolle sich mit Titeln verabschieden, natürlich. Alles andere wäre nicht Thomas Müller.

Gerüchte besagen, dass Uli Hoeneß ihm bereits einen Vertrag im Management auf den Schreibtisch gelegt hat. Andere sehen ihn eher auf der Pferdekoppel mit seiner Frau Lisa oder als TV-Experten, der die Nation mit seinen Sprüchen unterhält.

Doch das ist Musik von morgen. Heute herrscht erst einmal Wehmut.

Ein letztes “Servus”

Am Ende des Videos steht Thomas Müller auf, klopft sich auf das Wappen auf seiner Brust und winkt in die Kamera. Es ist keine theatralische Geste, es ist ein Gruß an Freunde.

“Pfiats eich”, sagt er leise. Dann wird der Bildschirm schwarz.

Der FC Bayern verliert seinen wichtigsten Spieler. Nicht den schnellsten, nicht den technisch besten. Aber den wichtigsten. Der Fußball wird ohne ihn ein ganzes Stück leiser, weniger lustig und weniger herzlich sein.

Danke, Thomas. Für die Tore, die Sprüche und dafür, dass du immer du selbst geblieben bist.